Anfängerfragen / Schüssler Salze

In diesem Unterforum erörtern wir Themen rund um die Entwicklung, Herstellung und Optimierung von Hautpflegeprodukten (inklusive Fehlersuche).

Moderator: Helga

nixe1970

Ungelesener Beitrag von nixe1970 »

runninggag hat geschrieben:hi!

meinst du mit "2", dass du zwei tabletten einrührst?

meine anmerkungen dazu: wenn ich lese, dass mit metallwerkzeug eingerührt/umgerührt wird, sträubt sich mein nackenhaar. schüsslersalze sollen nicht mit metallgegenständen gerührt werden, nur mit holzspatel oder - wer es hat - elfenbeinlöffel.

2 tabs in die gesamte creme … das wäre mir "zu homöopathisch" …

ich bin eine freundin von wenig ausgewählten salzen. alle gemeinsam einwerfen ist gut. sehr gut sogar. nämlich für den apotheker, der die salze verkauft. :D

ich würde also extra creme verwenden (weiss nicht, wie die hergestellt wird) oder fertig gekaufte schüsslersalzcrem - mit einem holzspatel! - in die selbst hergestellte creme einrühren.
Ja ich habe 2 Tabletten gemeint und sie auch eingearbeitet, aber eine hätte sicher auch gereicht. Das mit dem Rührstab war meine erste Planung, habe ich dann aber wieder verworfen.
Das mit den gekauften Cremes habe ich versucht, aber sie waren von der Konsistenz und auch vom Auftrageverhalten her wirklich sehr eklig. Sehr fest und auch fettig. Das war nichts für mich.
Deshalb bin ich zum Creme rühren gekommen. :)

nixe1970

Ungelesener Beitrag von nixe1970 »

Katharina hat geschrieben:
runninggag hat geschrieben: ..... nur mit holzspatel oder - wer es hat - elfenbeinlöffel.......
Metall hat den entscheidenden Vorteil, dass es gut zu reinigen und zu desinfizieren ist. So wird die mikrobakterielle Instabilität, die für Frischekosmetik, wie wir sie rühren, gewährleistet und Verkeimungen in Grenzen gehalten. :oha:
Ich fand Plastik als Alternative sehr gut, auch wegen der Reinigung. :) Bei Holz hätte ich auch etwas Bedenken und Elfenbein besitze ich nicht.

Katharina
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Ungelesener Beitrag von Katharina »

nixe1970 hat geschrieben:Ich fand Plastik als Alternative sehr gut, auch wegen der Reinigung. :) Bei Holz hätte ich auch etwas Bedenken und Elfenbein besitze ich nicht.
Danke dir, ich komme mir nämlich langsam ziemlich merkwürdig und nicht ernst genommen vor, immer auf die selbe Problematik hinzuweisen. :seufz:
Freundlich grüßt
Katharina

Mariönsche

Ungelesener Beitrag von Mariönsche »

Katharina hat geschrieben: Danke dir, ich komme mir nämlich langsam ziemlich merkwürdig und nicht ernst genommen vor, immer auf die selbe Problematik hinzuweisen. :seufz:
:troest: Du Unermüdliche! Irgendwann, irgendwann wird Dich auch die/der Letzte erhört haben....hoffe ich ;D.

nixe1970

Ungelesener Beitrag von nixe1970 »

Katharina hat geschrieben:Danke dir, ich komme mir nämlich langsam ziemlich merkwürdig und nicht ernst genommen vor, immer auf die selbe Problematik hinzuweisen. :seufz:
:hallo: Keine Ursache. Ich hab zwar noch ganz wenig Ahnung, was das Creme rühren betrifft, aber ich denke "soviel Keimfreiheit wie nur möglich" ist das A und O.

Katharina
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Ungelesener Beitrag von Katharina »

Mariönsche hat geschrieben:
Katharina hat geschrieben: Danke dir, ich komme mir nämlich langsam ziemlich merkwürdig und nicht ernst genommen vor, immer auf die selbe Problematik hinzuweisen. :seufz:
:troest: Du Unermüdliche! Irgendwann, irgendwann wird Dich auch die/der Letzte erhört haben....hoffe ich ;D.
Don Quijote war ein Waisenknabe gegen mich. :supercool:
Freundlich grüßt
Katharina

runninggag

Ungelesener Beitrag von runninggag »

hi!

nun, ich gestehe, dass ich beim cremerühren newbie bin. aber bei schüsslersalzen hab ich erfahrung. und schüsslersalze - z.b. für die heisse sieben - mit metall umzurühren, ist ein no-go, da dies die wirksamkeit der salze mindert oder ganz aufhebt. das gilt übrigens auch für homöopathische tropfen.

kunststoff geht, aber das vermeide ich persönlich soweit es geht. es gibt inzwischen untersuchungen, die belegen, dass sich in kunststoff-schneidbrettern mehr bakterien ansammeln und halten, als in holzbrettern. ausserdem gibt es in kunststoff div. weichmacher und farbstoffe, die tw. auch hormonell wirken und von säuren oder alkohol ausgelöst werden.

mir wurde in einem laden für naturkosmetik auch mal beigebracht, als ich dort studentenjob mache, creme immer nur mit holzspatel zu entnehmen und nicht mit den fingern rein zu langen. und zwar genau mit der begründung, dass auf fingern immer bakterien herumsitzen und auf beschäftigung warten.

ich kann die angst vor holzspateln also nicht ganz nachvollziehen. aber wahrscheinlich hat da jeder so seine persönlichen abneigungen und erfahrungen. :zwinkerchen:

sonnige grüsse,
margot

nixe1970

Ungelesener Beitrag von nixe1970 »

nixe1970 hat geschrieben:Sojaöl, Avocadoöl, Arganöl, Sheabutter, Cetylalkohol, Tegomuls®
Wasser, Urea (15 %), Natriumlaktat (50% ige Lösung = 4 %), Milchsäure (80 % ige Lösung = 1 %), Lanolin (= 1%)
Schüsslersalz Nr. 1, Nr. 6, Nr. 11 + Konservierung
Seit Monaten ist dies nun meine unveränderte und bewährte Rezeptur. Da mein Amaranthöl Ende 2010 abläuft und ich es sonst nicht einsetze, habe ich beim letzten Mal das Arganöl gegen Amaranthöl getauscht. (Dieses Öl ist noch eine Nachwehe des anfänglichen Bestellwahns. :pfeifen:)
Seit einem Monat im Test kann ich nun sagen, dass die Wirkung genauso genial ist. Die Creme ist allerdings flüssiger. Es bedarf jetzt nur noch eines zweiten Tests, ob ich beim letzten Mal irgendetwas anders gemacht habe, oder ob es wirklich nur am Öl liegt, dass ich eine andere Konsistenz bekommen habe. Bei der nächsten Creme weiss ich es dann. Ich werde berichten.

laggiu

Ungelesener Beitrag von laggiu »

Heike hat geschrieben:Gesamt-Fettphase sollte 30 % nicht überschreiten.
Ich bin jetzt mal neugierig, ich hab das nämlich auch an den Beinen (wenn auch sehr wenig und nicht wirklich ausgeprägt): wieso darf die Fettphase nicht höher sein?
Bevor ich mir jetzt meine Lotion mit 40%Fp rühre...;)

nixe1970

Ungelesener Beitrag von nixe1970 »

laggiu hat geschrieben:
Heike hat geschrieben:Gesamt-Fettphase sollte 30 % nicht überschreiten.
Ich bin jetzt mal neugierig, ich hab das nämlich auch an den Beinen (wenn auch sehr wenig und nicht wirklich ausgeprägt): wieso darf die Fettphase nicht höher sein?
Bevor ich mir jetzt meine Lotion mit 40%Fp rühre...;)
Hallo Laggiu,
erst jetzt, wo ich meinen Thread verlinken wollte sehe ich hier eine unbeantwortete und schon steinalte Frage. Sorry, aber irgendwie hat die Benachrichtigung nicht geklappt. Eigentlich bekomme ich immer einen Hinweis, wenn in meinem Thread etwas hinzugefügt wurde.

Also besser spät als nie:
Die Rezeptur zielt nicht auf die Fettzufuhr ab, sondern eher auf Hornlösung und ausreichende die Feuchtigkeitszufuhr. Mehr Fett ist eher kontraproduktiv. Kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Annib

Ungelesener Beitrag von Annib »

nixe1970 hat geschrieben:
Heike hat geschrieben: Kurz: wenn Du magst, Basisrezept K2, gerne mit Schüsslersalzen (da kann ich nichts zu sagen), 15 % Urea, 4 % Natriumlaktat (Apotheke, ca. 10 Euro pro 100 ml), 1 % Milchsäure.
Ach herrje diese Fachbegriffe…………… :eek:
An Urea und Natriumlaktat traue ich mich bei der ersten Creme auf jeden Fall noch nicht dran, aber bei der zweiten dann vielleicht. Wären dann meine Berechnungen mit den Anteilen/Mengen in Gramm richtig? (Das mit den Klammern und den Prozenten ist nur für mich, sonst steig ich nicht mehr durch.
• Fettphase: 6 gr Gesamt
• 2 gr. Sojaöl
• 1 gr. Avocadoöl
• 0,9 gr Arganöl
• 1,0 gr Sheabutter und 0,25 gr Cetylalkohol
• 1,1 gr Tegomuls®

• Wasserphase: 18,75 Gesamt + Konservierung
• 13,5 gr destilliertes Wasser (abgekocht)
• 3,75 gr Urea (=15 %)
• 1 gr. Natriumlaktat (50% ige Lösung = 4 %)
• 0,25 gr Milchsäure (80 % ige Lösung = 1 %)
• 0,25 gr Lanolin (= 1%)
• 2 Schüsslersalze Nr. 1
• 2 Schüsslersalze Nr. 6
• 2 Schüsslersalze Nr. 11

• 1 Tropfen Rosmarin Öl

• Konservierung:
• 5 Tr. Rokonsal™ (pH-Wert 5–5,5)

Hallo Zusammen,

ich würde diese Creme gerne mal nachrüsten, nur hab ich leider keine Ahnung wie ich das machen muss, kann mir da bitte jemand helfen.

Vielen Dank

Viele Grüße

Anni

Annib

Ungelesener Beitrag von Annib »

Nachtrag zu meinem Post von gerade....
Ich wollte nicht nachrüsten schreiben sondern nachrühren, sorry (blöde autokorrektur)

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Ungelesener Beitrag von Heike »

Annib hat geschrieben:ich würde diese Creme gerne mal nachrüsten, nur hab ich leider keine Ahnung wie ich das machen muss, kann mir da bitte jemand helfen.
Wie sollen wir Dir dabei helfen? Wo genau brauchst Du Hilfe?
Liebe Grüße
Heike

Annib

Ungelesener Beitrag von Annib »

Da ich blutige Anfängerin bin und meine erste Creme die ich nach Rezept gerührt habe nicht funktioniert hat, wäre es sehr hilfreich für mich, wenn ich eine Anleitung bekommen könnte wie erfahrene Rührerinnen diese Creme herstellen würden....

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Ungelesener Beitrag von Heike »

Annib hat geschrieben:Da ich blutige Anfängerin bin und meine erste Creme die ich nach Rezept gerührt habe nicht funktioniert hat, wäre es sehr hilfreich für mich, wenn ich eine Anleitung bekommen könnte wie erfahrene Rührerinnen diese Creme herstellen würden....
Mit einer Anleitung kann ich dienen. :-) Dort findest Du Schritt für Schritt die einzelnen Phasen eines typischen Herstellungsprozesses.

Das würde hier bedeuten:

Phase A
• 2 gr. Sojaöl
• 1 gr. Avocadoöl
• 0,9 gr Arganöl
• 1,0 gr Sheabutter und 0,25 gr Cetylalkohol
• 0,25 gr Lanolin
• 1,1 gr Tegomuls®

bei ca. 65 °C aufschmelzen.

Phase B
• 13,5 gr Wasser, gut abgekocht,
auf 65 –70 °C erhitzen, unter Rühren zu den Ölen geben, kräftig dispergieren, bis sich die Emulsion gebildet hat (das siehst Du, sie ist undurchsichtig und meistens weiß bis gelblich, je nach Ölen). Bis auf Handwärme rühren.

Phase C
• 1 gr. Natriumlaktat (50% ige Lösung = 4 %)
• 2 g Schüsslersalze Nr. 1
• 2 g Schüsslersalze Nr. 6
• 2 g Schüsslersalze Nr. 11
• 1 Tropfen Rosmarin Öl
Bei Handwärme hinzufügen, Emulsion kaltrühren.

• 3,75 gr Urea (=15 %)
Einstreuen, weiter rühren.

Phase D
• 5 Tr. Rokonsal™ (pH-Wert 5–5,5)
Hinzufügen, einarbeiten.
• 0,25 gr Milchsäure (80 % ige Lösung = 1 %)
Hinzufügen, einarbeiten.

Aber offen gestanden ist die Rezeptur optimierbar: Tegomuls® ist ein Kuchenemulgator, seine kosmetischen Qualitäten sind lausig. Er verträgt weder Salze noch Säure in der Rezeptur, wenn man ihn solo einsetzt … wie hier. Ich rate Dir eher (z. B.) zu einer Mischung aus Glycerinstearat SE und Emulsan. Es gibt auch neuere, moderne Emulgatoren … aber bevor ich Dir die Namen um die Ohren schlage ;-), warum nicht diese beiden nehmen? Sie sind nach wie vor sehr schön, vor allem in Kombi.
Liebe Grüße
Heike

Annib

Ungelesener Beitrag von Annib »

Vielen, herzlichen Dank für deine Anleitung, hilft mir sehr weiter :-)

Kann ich dann Glycerinstearat SE und Emulsan 1:1 mischen und dann verarbeiten wie Tegomuls?

Könnte ich auch alternative Emulgatoren wie Wollwachsalkohol oder Montanov 68 verwenden?

Und kann ich den Cetylalkohol auch weglassen?

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Ungelesener Beitrag von Heike »

Annib hat geschrieben: Kann ich dann Glycerinstearat SE und Emulsan 1:1 mischen und dann verarbeiten wie Tegomuls?

Könnte ich auch alternative Emulgatoren wie Wollwachsalkohol oder Montanov 68 verwenden?

Und kann ich den Cetylalkohol auch weglassen?
Ja, Du kannst die beiden, Glycerinstearat und Emulsan, wie Tegomuls verarbeiten. Orientiere Dich an da an ca. 20 % der Fettphase mit dem Emulgatoranteil. In diesem Fall geht es auch ohne Cetylalkohol. Montanov 68 ist eine Alternative, er wird besonders schön mit 5 % Einsatzkonzentration auf gesamt.

Wollwachsalkohole sind keine O/W-Emulgatoren. Lanolin ist hier Wirkstoff, kein Emulgator, auch wenn er in dieser Dosierung koemulgierend wirkt. Du kannst aber Wollwachsalkohol in gleicher Funktion einsetzen.
Liebe Grüße
Heike

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bioapfel
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Ungelesener Beitrag von bioapfel »

Weil die Frage nach dem Milchzucker immer wieder kam - soviel ich weiß, gibt es SS auch in flüssiger Form, da ja sonst die Laktoseintoleranten keine SS einnehmen könnten.
Möglicherweise ist das einfacher in Salben einzuarbeiten.
LG!
Bioapfel

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