Pflegecreme - ein "allrounder" für die erste Alterszeichen

In diesem Unterforum erörtern wir Themen rund um die Entwicklung, Herstellung und Optimierung von Hautpflegeprodukten (inklusive Fehlersuche).

Moderator: Helga

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Ame
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Pflegecreme - ein "allrounder" für die erste Alterszeichen

Ungelesener Beitrag von Ame »

Liebe RührerInnen :knicks:

ich bitte höflichst um eure anmerkungen und kommentare. wegen den vielen bäumen kann ich nicht mehr den wald sehen (ein tschechischer sprichwort) und außer den mangelnden kenntnissen vorkommt auch noch die autorenblindheit :(

mit 37 zeigen sich bei mir die ersten alterszeichen - die haut braucht viel feuchtigkeit, aber kann schon auch die ernährung gut schätzen. die unreinheiten zeigen sich, aber eher sporadisch. eigentlich keine spezialanforderungen außer einer kontaktallergie, deshalb wage ich nicht zu viele wirkstoffe einzusetzen und tendiere zu den bewährten fetten (Marillenkern, Schea). und ich gebe zu, die meisten zutaten habe ich entweder bereits zu hause oder sind bestellt und z.Z. unterwegs :verlegen:
ich mag eher festere konsistenzen (ich weiß, vorurteile) und komme klar mit der lagerung im kühlschrank.

Bild
ist das zu lesen?
zuerst habe ich bei prozenten angefangen, die prozentangaben entsprechen also meinen idealvorstellungen, dann genau verrechnet und als letzte die kommastellen korrigiert, so daß ich es mit einer einfachen waage auch abwiegen kann und zugleich die wichtigsten proporzionen erhalten bleiben. vit. E habe ich in kapseln, ich werde einfach 2 reindrücken...

der ring ist frei, reinspaziert :klimper:

danke im voraus :hallihallo:

ame
Liebe Grüße,
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Heike
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Ungelesener Beitrag von Heike »

Ich finde es gut dass Du die Inhaltsstoffe übersichtlich wählst. :ja: Das sieht insgesamt von den Ingrendienzien gut aus.
Ame hat geschrieben:… ich mag eher festere konsistenzen (ich weiß, vorurteile) und komme klar mit der lagerung im kühlschrank.
Da liegt das Kernproblem: Lysolecithin ist der erklärte Feind jeder Konsistenz. :faxen: Es mindert sogar die Konsistenzbildungsfähigkeit anderer Emulgatoren. So wie hier notiert erhältst Du ein Fluid.

Ich würde das Konzept auf anderen Emulgatoren aufbauen. 30 % Fettphase, damit beginnen Emulsionskonzepte, die auf Konsistenz aus sind – hat chemisch-physikalische Gründe – für echte Konsistenz braucht es dann aber Zugaben an z. B. Wachs, an einem Partialglycerid (Glycerinstearat, nicht oder selbstemulgierend) oder an einem der bekannten Produkte wie Montanov™ 68, Xyliance,Olivem® 1000 o. a. …

Sehr schön sind klassische Emulsionen im Kombination mit Lecithinen, wenn Du beides möchtest: Konsistenz und »natürliche« Emulgatoren. Glycerinstearat SE und hydriertes Lecithin plus etwas Lipodermin oder Lysolecithin … wäre das was?

Glycerin würde ich zunächst eher um die 3-5 % dosieren, das reicht meistens aus.
Liebe Grüße
Heike

Katharina
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Ungelesener Beitrag von Katharina »

Hallo liebe Ame! :hallihallo:

Mir fällt auf, dass du mit Wildrosenöl eines der Öle in einem Tagesfluid (ich nehme jetzt mal an, es wird eines) hast, dass oxidativ sehr anfällig ist. Traubenkernöl solltest du auch eher geringer einsetzen, vorausgesetzt, es handelt sich um die native Variante. :)
Zu Marillenkernöl kann ich nicht viel sagen, ich vermute dass es sich um ein ähnliches Kernöl handelt, wie Aprikosenkernöl eines ist, also bedingt sonnentauglich.

Auch Lysolecithin würde ich aus diesem Grund nicht für eine Tagesemulsion verwenden, da nur die hydrierten Lecithine, wie z.B. Emulmetik eines ist, sich in der sonnenexponierten Zeit als empfehlenswert erweisen.

Du hast Honig als Zutat verwende. Davon würde der ich mittlerweile eher abraten, für frische Kosmetik wie z.B. eine Gesichtsmaske am Abend ist es o.K, aber in einer Emulsion wirkt er sich wegen seiner Enzymtätigkeit doch eher suboptimal auf die Stabilität aus, zumal du eher im unteren Bereich konservierst. :)

Auf die sehr hohe Einsatzkonzentration von Glycerol hat Heike dich ja schon aufmerksam gemacht. 10% ist eher die Einsatzkonzentration, die ich für eine Waschemulsion oder einen Fischpflanzenauszug wählen würde, aber weniger für ein Tagesfluid. :)

Du hast Tocopherol als Antioxidant eingetragen. Wie hoch soll da die EK sein? :lupe: 2% wäre der empfohlene Richtwert. Weiter hoch würde ich nicht gehen, da es doch tendentiell klebt. Oder gehst du da von dem Anteil an Tocopherol an deinen nativen Ölen aus? :lupe:
Freundlich grüßt
Katharina

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Ame
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Ungelesener Beitrag von Ame »

Heike hat geschrieben:
Ame hat geschrieben:… ich mag eher festere konsistenzen (ich weiß, vorurteile) und komme klar mit der lagerung im kühlschrank.
Da liegt das Kernproblem: Lysolecithin ist der erklärte Feind jeder Konsistenz. :faxen: Es mindert sogar die Konsistenzbildungsfähigkeit anderer Emulgatoren. So wie hier notiert erhältst Du ein Fluid.
Lecithine sind mir sympathisch - ich werde das Ding auf "Serum" umbenennen :gebete:

danke :blumenstrauss: ich tue die Tipps einarbeiten und schicke (nachdem meine liebsten im Bett liegen) eine neue Tabelle...

Katharina: Marille ist "auf österreichisch" Aprikose :veerlegen: Tocopherol aus den üblichen Kapseln, die man in Apotheken bekommt. weiteres später, mädels werden ungeduldig :cry:
Liebe Grüße,
Ame

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Bina
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Ungelesener Beitrag von Bina »

Katharina hat geschrieben: Zu Marillenkernöl kann ich nicht viel sagen, ich vermute dass es sich um ein ähnliches Kernöl handelt, wie Aprikosenkernöl eines ist, also bedingt sonnentauglich.
Heißen nicht Aprikosen in Österreich Marillen? Mich deucht so... :nail:

EDIT: ich bin einfach zu langsam. *seufz*
Liebe Grüße
Bine

Katharina
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Ungelesener Beitrag von Katharina »

Bina hat geschrieben:
Katharina hat geschrieben: Zu Marillenkernöl kann ich nicht viel sagen, ich vermute dass es sich um ein ähnliches Kernöl handelt, wie Aprikosenkernöl eines ist, also bedingt sonnentauglich.
Heißen nicht Aprikosen in Österreich Marillen? Mich deucht so... :nail:

EDIT: ich bin einfach zu langsam. *seufz*
Und ich dachte, dass sei eine Unterart oder so was. :seufz:
Freundlich grüßt
Katharina

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Ame
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Ungelesener Beitrag von Ame »

ad Wildrosenöl: die Information "oxidativ nicht sehr stabiles Öl" hieß für mich bis jetzt, daß es sehr schnell mit der Luft (oder mit einigen in der Luft enthaltenen Grundstoffen) reagiert und daß es im Folge dieses Prozesses relativ schnell - im Vergleich zu anderen Ölen - ranzig wird. (Sicher ist es auch ein Unterschied zwischen dem orangen Wildrosenöl, das aus den ganzen Früchten gepresst wird, und dem goldenen Wildrosen(samen)öl, bei Samen würde ich etwas mehr beständigkeit erwarten, als beim Fruchtfleisch.) Es wird auch deshalb oft als Rohstoff von den Produzenten mit Vit. E stabilisiert. Mein Wildrosenöl soll ziemlich frisch sein, gerade von dem Grosshändler privat (unter Aufsicht) transportiert. Als Antioxidant plane ich Tocopherol einsetzen, 2 % im Allgemeinen. Ich werde auf jeden Fall im Kühlschrank aufbewahren, was ich schon jetzt tue.
Wie unterscheidet sich die Verwendung eines oxidativ nicht stabiles Öls bei einer Tages- und einer Nachtspflege? Hängt es mit der Wärme oder dem Sonnenschein zusammen, das dieses Öl am Tag "mehr oxidiert"? Wird es trotz dem Antioxidant ranzig während den 12 Stunden, die man es am Gesicht angeschmiert herumträgt?
EDIT: ich bin dabei: http://www.ruehrkueche.de/viewtopic.php?f=4&t=9166
EDIT 2: ...und dabei: http://de.wikipedia.org/wiki/Ranzig_%28Fett%29 ... und es fällt mir ein, wenn die Emulsion eh auf dem Gesicht - versteht an einer Oberfläche mit 34 Grad Celsius - getragen wird, kann es nicht mehr einen großen Unterschied zu der Sommerluft herum ausmachen, oder..?

ad Honig: als Lebensmittel wird der Honig eher als ein konservierender, sogar antibakterieller und anti-oxidativer Rohstoff betrachtet :D ich muß dazu recherchieren um klüger zu werden :gruebel:
Bild
Danke für die Anregungen und Tipps!
Liebe Grüße,
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Maus

Ungelesener Beitrag von Maus »

Hallo liebe Ame,
aus eigener Erfahrung kann ich dir ans Herz legen, noch ein bisschen Gelbildner (Xanthan, Natrosol oder ähnliches) einzubauen, wenn du dies, oder ein ähnliches Rezept rühren möchtest. Meine letzte Lotion mit Lysolecithin als Solo-Emulgator hat sich nämlich ein bisschen getrennt und war flüssig wie Wasser, weil ich ihn vergessen hatte. :pfeifen: Aber gut gepflegt hat sie trotzdem :)

Katharina
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Ungelesener Beitrag von Katharina »

Ame hat geschrieben:ad Wildrosenöl: die Information "oxidativ nicht sehr stabiles Öl" hieß für mich bis jetzt, daß es sehr schnell mit der Luft (oder mit einigen in der Luft enthaltenen Grundstoffen) reagiert und daß es im Folge dieses Prozesses relativ schnell - im Vergleich zu anderen Ölen - ranzig wird. (Sicher ist es auch ein Unterschied ..... Hängt es mit der Wärme oder dem Sonnenschein zusammen, das dieses Öl am Tag "mehr oxidiert"? Wird es trotz dem Antioxidant ranzig während den 12 Stunden, die man es am Gesicht angeschmiert herumträgt?!
Bitte lies dich zu dem Thema mit diesem Beitrag ein. Stichwort Lichtexponiertheit und oxidative Stabilität. :)
Ame hat geschrieben:d Honig: als Lebensmittel wird der Honig eher als ein konservierender, sogar antibakterieller und anti-oxidativer Rohstoff betrachtet ich muß dazu recherchieren um klüger zu werden
Honig hat lediglich leicht antibakterielle Eigenschaften – wie jeder Zucker. Über die konservierenden Eigenschaften in Kosmetika liegen keinerlei seriöse Erkenntnisse vor. Es ist eine organische Substanz, die einem - um es mal salopp auszudrücken - Gammelfaktor unterliegt. Aber es unterliegt natürlich deiner Eigenverantwortlichkeit, sie zu verwenden. :)
Freundlich grüßt
Katharina

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Petunie
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Ungelesener Beitrag von Petunie »

Katharina hat geschrieben:... 10% ist eher die Einsatzkonzentration, die ich für eine Waschemulsion oder einen Fischpflanzenauszug wählen würde, ....
:lupe: Handelt es sich um die Algen aus der Donau?? Oder ein paar Sardinen zum Kräuteransatz dazugeben.... :kichern:
OT Ende
Ein herzliches Lächeln ist das schönste Make-up.....

Katharina
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Ungelesener Beitrag von Katharina »

Petunie hat geschrieben:
Katharina hat geschrieben:... 10% ist eher die Einsatzkonzentration, die ich für eine Waschemulsion oder einen Fischpflanzenauszug wählen würde, ....
:lupe: Handelt es sich um die Algen aus der Donau?? Oder ein paar Sardinen zum Kräuteransatz dazugeben.... :kichern:
OT Ende
Nein, um eine komplette Guppykolonie aus dem Aquarium meines Neffen. :vollirre:
Freundlich grüßt
Katharina

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Ame
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Ungelesener Beitrag von Ame »

also...
ich habe versucht mir aus eueren ratschlägen und meinen vorstellungen (haha) etwas zusammenkreieren und die zweite version spaltet sich auf eine tages- und eine nachtspflege (oho, amerika erfunden worden..?)
Bild
mag, bitte, jemand noch die geduld und gute wille zeigen und noch paar zeilen dazu schreiben..? bitte bitte bitte... ich verspreche, wenn ich auch so viel erfahrungen erlange, wie ihr sie bereits habt, werde ich den unerfahrenen dafür mit meinem rat beistehen :mixine: (ich verstehe diesen satz nicht mehr :gruebel: )
Liebe Grüße,
Ame

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Ungelesener Beitrag von Katharina »

:kicher:
Wahrscheinlich ist dir dieser Satz in meinem Posting oben entgangen.
Katharina hat geschrieben:Auch Lysolecithin würde ich aus diesem Grund nicht für eine Tagesemulsion verwenden, da nur die hydrierten Lecithine, wie z.B. Emulmetik eines ist, sich in der sonnenexponierten Zeit als empfehlenswert erweisen.
Gut, wenn ich jetzt so rausschaue ist es nicht unbedingt die Zeit der Sonne. Aber langfristig würde ich ein anderes Emulgatorkonzept ins Auge fassen.

Guarkernmehl als Gelbildner wird dir unter Umständen nicht zusagen, da er zum einem sehr schnell dem Verderb ausgesetzt ist, und auch gerne die typischen Gelhübbelchen beim Auftragen einer Emulsion produziert.
Freundlich grüßt
Katharina

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Ungelesener Beitrag von Ame »

Katharina hat geschrieben::kicher:
Wahrscheinlich ist dir dieser Satz in meinem Posting oben entgangen.
Katharina hat geschrieben:Auch Lysolecithin würde ich aus diesem Grund nicht für eine Tagesemulsion verwenden, da nur die hydrierten Lecithine, wie z.B. Emulmetik eines ist, sich in der sonnenexponierten Zeit als empfehlenswert erweisen.
ist er :argverlegen:
Liebe Grüße,
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Ungelesener Beitrag von Katharina »

Ame hat geschrieben:
Katharina hat geschrieben::kicher:
Wahrscheinlich ist dir dieser Satz in meinem Posting oben entgangen.
Katharina hat geschrieben:Auch Lysolecithin würde ich aus diesem Grund nicht für eine Tagesemulsion verwenden, da nur die hydrierten Lecithine, wie z.B. Emulmetik eines ist, sich in der sonnenexponierten Zeit als empfehlenswert erweisen.
ist er :argverlegen:
:knuddel: Ich gebe zu - am Anfang kann es manchmal etwas viel Input sein.
Freundlich grüßt
Katharina

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Ungelesener Beitrag von Ame »

WAS LIEF SCHIEF?
ich habe den Nachtpflege-Rezept gestern gerührt - zugegeben, aus Ölen habe ich noch nicht alle zu Hause und die Hyaluronsäure auch noch nicht, es sah also folgendermaße aus:

Großer Messbecher: Bienenwachs, Walratersatz, Wollwachsalkohol, Lanolin anh., Lysolecithin - bis zum Auftauen erhitzt.

Kleiner Messbecher: Shea, Marillenkern- und Avokadoöl, Tocopherol, zusammen 14,5 gr. (auch wenn nicht alle geplante Öle, der Prozentsatz der Öle in der FP hat sich nicht geändert) - gleichzeitig mit den Emulgatoren und Konsistenzgebern erwärmt, nach dem Auftauen des großen Bechers und Abstellen vom Herd die Öle unter ständigem rühren mit dem Glasstab in die Emulgatoren+Konsistenzgeber untergemischt.

Hydrolat und separat beide Alkohole (Glycerin und Ethylalkohol) auf 40 Grad C erwärmt, vermischt. Statt Hyaluronsäure 0,7 gr. Guarkernmehl nach und nach aufgelöst (mit dem Glasstab gemischt).

Den Minimixer eingeschaltet, in die FP reingesteckt, nach und nach die WP unterrührt.

Die Mischung tut sich trennen :( sieht wie eine Brühe mit Fettaugen aus...

Der ursprüngliche Rezept kommt von Ute und war hier veröffentlicht.
Mein Abwiegen war noch nicht ganz perfekt, von Lysolecithin ist statt 2 gr. 2,25 gr drinnen gelandet, Guarkernmehl statt geplanten 0,5 gr. war es eben 0,7 gr. Da würde ich aber kein Fehler sehen, da etwas mehr Emulgator/Konsistenzgeber nicht wirklich schaden kann, oder?

Ich tu den Minimixer in Verdacht ziehen - die Akkus sind schon seit drei-vier mal Rühren nicht gewechselt worden, und wenn ich es richtig verstanden habe, versucht man da in der RK eher die minimal benötigte Menge der Emulgator/Konsistenzgeber zu finden/festzustellen. Lysolecithin darf man aber noch kalt unterrühren, also könnte ich die Mischung auf dieser Weise retten?

Ich schreibe KÖNNTE, da ich noch gestern draus eine Maske gebastelt hab und zwar mit der zugabe von einem gehäuften TL pulvisiertes Lavendel, einem von Lehm und einem von Maisstärke, das alles noch mit 6 Tropfen äö Lavendel beschmückt - aufgetragen wunderschön, beim runternehmen mußte ich mir mit meiner neuen Schampoo Bar aushelfen :pfeifen: trotzdem sehe ich das ganze eher als eine gelungene Geschichte, da die maske einfach super "sitzt", fühlt sich toll, riecht noch besser und die Haut wirkte danach (und es war schon nach Mitternacht) ungewöhnlich gut aus - und 4,5 Monat nach der Entbindung bin ich von dem ewigen Nicht-richtig-schlafen echt aus dem Häuschen - und auf der Haut sieht man das in meinem Alter viel zu gut :irre:

Also die Frage: wie geht es besser?

Danke im Voraus für jede Bemerkung :blumenstrauss:
Liebe Grüße,
Ame

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MissyP

Ungelesener Beitrag von MissyP »

Liebe Ame,

zunächst einmal, ich kenne das mit dem nicht-richtig-schlafen.. Du hast mein vollstes Mitgefühl... ;)

Ich kann Dir leider im Moment keinen hilfreichen Tipp geben.. Aber, ich glaube, für die "Profis" hier, wäre es einfacher, wenn Du das genaue Rezept, mit % Angaben hier einstellst...

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Ungelesener Beitrag von Ame »

natürlich, bei den allen vorläufigen Varianten... es geht um das rechte Ding:
Ame hat geschrieben:Bild
Liebe Grüße,
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splash
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Ungelesener Beitrag von splash »

Meine erste Frage: was taut auf? War etwas eingefroren? (sorry falls das wo erklärt ist, aber ich konnte jetzt nur rasch drüberlesen und wollte dich nicht ohne Feedback lassen).

Shea würde ich in die Restwärme geben und nicht direkt erwärmen - das ist meine Ansicht. Tocopherol sollte nicht erwärmt werden, das kommt fast zum Schluss in die fertige, abgekühlte Emulsion.

Zweite Frage: Glycerin ist einer von 2 Alkoholen? Glycerin ist meines Wissens nach kein Alkohol.

Dritte Frage: Ich finde die Kombination der Emulgatoren interessant, da es ja keine klassische W/O ist. Aber scheinbar scheint das ja - laut Originalrezept - gut zu funktionieren, vermutlich wegen dem Lysolecithin, denk ich mal.

Ich persönlich mag Guarkernmehl gar nicht. Entweder es glibbert oder alles trennt sich, das ist meine Erfahrung, die ich mit diesem Stoff gemacht hab, daher bin ich auf Xanthan umgestiegen. Hast du davon etwas daheim? Dann würd ich das das nächste Mal versuchen.
Auch deine Zusammensetzung ist etwas anders als die von Ute. Ich könnte mir vorstellen, dass es dafür zuwenig Emulgator ist.

Liebe Grüße
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splash


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Ungelesener Beitrag von Katharina »

splash hat geschrieben:Glycerin ist meines Wissens nach kein Alkohol.
Doch, Splash. Glycerol ist ein dreiwertiger Alkohol – ein so genanntes Triol. :)
Freundlich grüßt
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Ungelesener Beitrag von splash »

OK, aber ich würd ihn eher als Wirkstoff als als Alkohol bezeichnen. Naja egal, ich fand die Anordnung einfach verwirrend... :klimper:
Liebe Grüße
splash


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Heike
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Ungelesener Beitrag von Heike »

splash hat geschrieben:OK, aber ich würd ihn eher als Wirkstoff als als Alkohol bezeichnen. Naja egal, ich fand die Anordnung einfach verwirrend... :klimper:
Das eine betrifft seine Funktion, das andere bezeichnet eine chemische Klassifizierung. :-) Panthenol ist auch ein Alkohol, wie Glycerol, Sorbitol, Xylitol. Mit »Alkohol« ist, wenn wir das Wort im Singular verwenden, üblicherweise Ethanol gemeint. Wenn man den Plural verwendet (wie Ame), sind wieder Stoffe einer bestimmten Stoffklasse gemeint.
Liebe Grüße
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Ungelesener Beitrag von splash »

Ach ja, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht! Arme Ame, wenn ich dich jetzt verwirrt hab, dann tuts mir Leid!
Ich denke aber immer noch, dass Guarkernmehl nicht die beste Wahl ist. Hast du das Rezept nochmal versucht inzwischen?
Liebe Grüße
splash


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Ungelesener Beitrag von Ame »

Hallo Splash!
Danke für die Tips! :hallihallo:
splash hat geschrieben:Meine erste Frage: was taut auf? War etwas eingefroren? (sorry falls das wo erklärt ist, aber ich konnte jetzt nur rasch drüberlesen und wollte dich nicht ohne Feedback lassen).
"Großer Messbecher: Bienenwachs, Walratersatz, Wollwachsalkohol, Lanolin anh., Lysolecithin - bis zum Auftauen erhitzt."
alles, was fest ist..? ist "schmelzen" besser? oder "verflüssigen"? (sorry für mein Deutsch :argverlegen:
splash hat geschrieben:Zweite Frage: Glycerin ist einer von 2 Alkoholen? Glycerin ist meines Wissens nach kein Alkohol.
o doch:Wiki
Xanthan gibt es, transparent sogar :) werde ich machen! (und auf jeden Fall viel langsamer und länger rühren)
Habe ich den Rezept so verändert?
Ute hat geschrieben:Ich habe die letzten Tage mit Lysolecithin und meinem geliebten Lanolin experimentiert.

Hier das grobe Rezept:

Öle 11,0 g (21,6%)
Shea Butter 3,5 g (6,9%)
Lanolin anhy.0,8 g ( 1,6%)
WWA 1,3 g (2,5%)
Lysolecithin 1,9 g (3,7%)
Bienenwachs 1,0 g (2,0%)
Walratersatz 0,5 g (1%)
Magnesiumsulfat 0,3 g (0,6%) -> nicht unbedingt notwendig

Wasserphase 31 g
+ Hyaluronsäure ca. 0,1 g ( 1 kl ML)
bei mir:
öle 11 g
shea 3.5 g
lanolin anh. 0.7 g
wwa 1.3 g
LL 2 g
bienenwachs 1 g
walratersatz 0.5 g
wp 30 g

btw der zweite veruch folgt gleich nachdem ich den ersten verbrauche, im kühlschrank bleibt er nämlich ziemlich gut beisammen :klimper:
Liebe Grüße,
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