laggiu hat geschrieben:@Heike
du schreibst dass es für die Nachtpflege nicht schlimm sei wenn ein grösserer Anteil an lichtinstabilen Ölen mit drin ist, oder hab ich das jetzt falsch verstanden?
Ja, das stimmt so.

Grund ist, dass UV-Licht neben erhöhten Temperaturen und Sauerstoff als Katalysator für oxidative Prozesse fungiert und bei starker Sonneneinstrahlung diese Prozesse deutlich beschleunigt auftreten. Nachts fällt dieser Faktor weg.
Ich bekam gestern meine erste Lieferung von Herrn Reike...und warte gaaanz geduldig

. Ich bin jetzt aber verunsichert ob ich lichtinstabile Öle mitmischen kann oder nicht.
Ich zitiere von Olionatura:
»[…] hat es sich als kosmetisch sinnvoll erwiesen, Kosmetika mit einem hohen Anteil an oxidativ anfälligen nativen Ölen durch Basislipide wie Jojoba-, Wiesenschaumkrautöl, Squalan (alternativ Neutralöl) zu stabilisieren. Diese Öle verlängern die Haltbarkeit mehrfach ungesättigter Fettsäuren und ermöglichen hautphysiologisch sinnvolle und reizfreie Kompositionen.«
Ich unterscheide zwischen starker Sonnenexposition (Strand, stundenlanges Straßencafé-Sonnen) und normaler, wie wir sie an einem normalen Arbeitstag vorfinden, an dem wir uns ja auch viel in Gebäuden aufhalten, die Gesamtmenge an direktem UV-Licht also begrenzt ist. In letzterem Fall kann in eine stabile Ölmishcung sicher auch ein

-Öl eingearbeitet werden.
Im letzten Sommer bekam ich zunehmend Pickel, und das bei der gleichen pflege. Nachdem ich den thread über lichtinstabile Öle gelesen habe, habe ich es eben darauf geschoben. Ich verwendete eine Mischung aus Traubenkern, Holundersamenöl, Maccadamia und jojobaöl (50% lichtinstabile Öle auf der Fettphase, allerdings nur 10% Fettphase) und dieses Fluid verwendete ich Nachts...
Das ist schwer zu sagen. Öle müssen einwandfrei sein; das ist ein erster Anhaltspunkt. Öle mit hohen POZ bzw. hoher Säurezahl können Irritationen hervorrufen. Vielleicht ist die Mischung einfach zu aktivierend?
Wie lange sollte man die Sonne "meiden" nach einer Creme mit lichtinstabilen Ölen? Sind 6 Stunden da wirklich ausreichend??? Meine Haut fühlte sich beim Aufstehen oft noch fettig an und war glänzend.
Damm hast Du zuviel genommen.

Öle werden in der Haut durch hauteigene Enzyme gespalten und in der Epidermis wieder »verbaut«. Unsere hauteigenen Fette sind auch von Lipidoxidation betroffen, in dieser Hinsicht scheint es unerheblich, ob Fremdlipide gespalten oder wieder eingebaut vorliegen. Uns schützt das nur bei Menschen vorhandene Squalen, das normalerweise eine Vorstufe in der Cholesterinsynthese ist – Primaten weisen kein Squalen auf, unsere Brüder und Schwestern haben ein dichtes Fell, und bei ihnen wird das Cholesterin voll synthetisiert.

Der Knackpunkt ist, dass wir durch die Fettsäuren, die wir der Haut anbieten, die Zusammensetzung hauteigener Lipide in einem gewissen Rahmen steuern können. Wann diese Verschiebung zugunsten mehrfach ungesättigter Fettsäuren negativ wirken kann, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: von dem Hauttyp (hinsichtlich Melaninproduktion), Sonnenexposition, Alter, Squalengehalt der Haut usw. … Meiner Ansicht nach ist bereits viel gewonnen, wenn wir tagsüber eine betont stabile Mischung auftragen, die per se schützt. Es ist wirklich erstaunlich, wie oft mich die Resonanz erreicht hat, dass mit diesem Konzept das Hautbild merklich ruhiger und besser geworden ist. Ich habe seit dieser Trennung Tag/Nacht für meine Haut eine gute Lösung gefunden.
Ich leg oder setz mich zwar nie direkt in die Sonne, bin aber viel mit dem Hund draussen (also schon in der Sonne).
Das ist lichtexponiert – wenn ich von
meinen Spaziergängen mit
meinem Hund ausgehe – hier ist viel freies Feld.
