in den letzten Tagen bin ich im Verständnis der Grundlagen der Haut und ihrer Pflege und speziell meiner schwierigen Haut ein gutes Stück weitergekommen
Mit Hilfe des folgenden Abschnittes über Neutralöl auf Olionatura, konnte ich rekonstruieren, dass vor ca. 8 Jahren bei mir eine periorale Dermatitis (POD) diagnostiziert wurde.
Neutralöl (MCT-Öl)Es verbessert durch seine niedrige Viskosität das Einzieh- und Auftragsverhalten von Emulsionen, reduziert eine zu stark fettende Haptik und kann als Lipidkomponente immer da eingesetzt werden, wo ein Zuviel an wirkenden, aktivierenden Substanzen unerwünscht ist. So kann eine in den Ingredienzien reduzierte Formulierung auf Basis von Neutralöl gereizte und überpflegte Haut (z. B. periorale Dermatitis) wieder behutsam ins Gleichgewicht bringen
Aus dieser Erkenntnis und aus den Hinweis des zitierten Abschnitts ergeben sich für mich mehrere Schlußfolgerungen, doch zunächst erst zu meiner Hautgeschichte
Als die POD diagnostiziert wurde, war ich Anfang 20 und keinesfalls gewillt, die empfohlene Nulldiät in der Hautpflege umzusetzen, stattdessen habe ich den typischen Fehler begangen Kortison zu verwenden
. Ich kann von Glück sprechen, dass diese Maßnahme, trotz längerfristiger Anwendung des Kortisons, nicht zu einer völlig beschädigten Haut geführt hat. Es gelang mir sogar die Haut ruhig zu kriegen, so dass ich irgendwann ohne Kortison auskam. Ich habe einiges ausgetest und schnell bemerkt, dass starke Reinigungspräperate von meiner Haut gar nicht vertragen werden, sie reagiert darauf unmittelbar mit Rötungen und Pusteln um die Nase-/Mundgegend, auch wenn mir Shampoo übers Gesicht läuft, bekomme ich diese Reizungen. Zur Reinung habe ich schnell zu einem neutrales NK Reinigungsgel (Lavera neutral Reinigungsgel) gefunden. Auch mit der entsprechenden Creme, blieb die Haut trotzdem unruhig und brauchte weiter Koritison, bis ich auch die Idee kam, zum Abtrocknen Kleenex Tücher zu verwenden
Nunja, auf Dauer erschien mir diese Pflege etwas teuer und langweilig
Dafür scheint meine Haut mit Anti-Aging KK keine Probleme zu haben
und das wollte ich absolut nicht mehr!Etwa zu der Zeit, als ich mit dem Rühren anfing, habe ich auch entdeckt, wie wunderbar porentiefrein die Haut durch die Reinung mit Tonerde wird
Von meinen ersten Cremes bekam ich auch Pickel und Unterlagerungen, was bei der jetzigen nicht mehr passiert, dafür habe ich nun Trockenheitsschüppchen.
Aus meiner Hautgeschichte und dem Zitat von Olionatura ergeben sich folgende Schlußfolgerungen über meine Haut und ihre Pflege:
1. meine Haut ist sehr reaktiv
2. ihre Barriereschicht scheint gestört zu sein, sie kann ihre Feuchtigkeit wohl nicht so gut halten
3. die KK Pflege hat wahrscheinlich okklusiv gewirkt, daher war meine Haut ruhig, aber ihr wurde nicht wirklich geholfen
4. sie braucht Barrieschichtsregenerierende Pflege und reizarme Reinung
5. die Pflege sollte möglichst wenige aktivierende Komponenten enthalten
Meine aktuelle Creme-Rezeptur:
FP:WP ca. 20:80
4 g Jojobalöl
3,2 g Traubenkernöl (raff.)
1 g Squalan
0,5 g UdA
1,1 g Emulprot
35,4 g Wasser
0,2 g Natrosol
0,3 g Hylaronsäure
0,9 g Lipodermin
5 Trp. D-Phantenol
Das Fluid kommt mir nicht reichhaltig genug vor, aber fühlt sich leicht bruhigend an.
Für die nächste Variante, würde ich gerne etwas Aloe Vera dazu geben, weil ich Aloe Vera
Was würdet ihr empfehlen, um meine Haut weiter zu beruhigen?
Soll ich Emulpro vlt mit Emulmetik kombinieren für den Barriereschutz?
Oder ist das alles schon wieder zuviel?
Wie kann ich das Aloe Vera 200:1 Pulver am besten einarbeiten, als Gel zu dem autoklavierten Natrosol/Hylarongel? Oder später?
Was kann ich zur Gesichtsreinigung verwenden?
Ich hatte die Tonerde Reinungscreme von Heike schon probiert, doch die kam mir nicht reinigend genug vor
Oder muss ich meiner Haut zur Liebe Abstriche bei der Reinungswirkung machen?
Erst mal vielen Dank fürs Lesen, ist doch sehr lang geworden
Herzliche Grüße,
Eve





