seit Jahren versuche ich mich immer wieder an einer speziellen Augenpflege und immer wenn ich glaubte: "Ja, datt isset", wurde ich auf einen längeren Zeitraum bezogen doch immer wieder eines Besseren belehrt.
Nach wenigen Stunden war ein sehr großes Bedürfnis da, nachzucremen, weil es unter den Augen zog.
Es spielte keine Rolle, wie das Verhältnis der FP zur WP war, auch die Incis variierten. Eine vernünftige Augenpflege zu konzipieren empfinde ich als ein sehr schwieriges Unterfangen.
Robin zeigte mir mal vor vielen Monaten eine Tabelle auf der sie verschiedene Fettsäuremuster festhielt und seit dem liess mich der Gedanke nicht mehr los, dass man sich für manche Hautbereiche wie sherlock holmes und dr. watson auf die Suche machen muss. Besonders die Hauterkrankten wissen wovon ich spreche, da sie sich besonders intensiv mit der Wirkungsweise auseinandersetzen müssen. Wisst ihr was ich meine? Es reicht nicht aus, irgendein Lipid zu nehmen und ein paar Zusätze, sondern sie müssen haarklein wissen, was genau so eine Rezeptur mit ihrer erkrankten Haut veranstaltet.
Während wir "Haut-Normalos" einfach nur nach "weich", "feucht", "glatt", etc. suchen..
Zurück zu den Fettsäuren: Da ich bezüglich Augenpflege schon einiges versucht habe, erprobte Rezepte aus dem Forum, aus Büchern und auch Kaufkosmetik in allen Reifestadien durchlaufen habe, bin ich nunmehr davon überzeugt, dass hierin (Fettsäurezusammenspiel)das Geheimnis liegen muss.
Es gibt hier Mitglieder, die keine besondere Augenpflege nutzen, weil sie halt mit ihrer normalen Tages- und Nachtpflege auskommen.
Bewundernswert, wie ich finde..
Nun denn, ich möchte hier mit einem Versuch starten und würde gerne eure Meinung dazu hören.
Ganz bewusst habe ich mein größtes Augenmerk auf Ölsäure, Palmitoleinsäure, Linolsäure gelegt.
Es folgen: A-Linolensäure und Y-Linolensäure, sowie Stearinsäure, die ich bezogen auf die zuvor genannten Fettsäuren in deutlich geringeren Dosen einsetzen möchte.
Aus dem Fundus "Ölsäure", habe ich mich für Mandelöl entschieden.
Aus dem Regal " Palmitoleinsäure", wähle ich Sanddornfruchtfleisch, welches ich als Wirkstofföl einsetze (also in die letzte Phase)
Aus dem Topf "Linolsäure", ist die Nachtkerze mein Favorit. Ist zwar auch ein Wirkstofföl, hier möchte ich es aber in die Basis einbauen.
Die "A-Linolensäure" und auch "Y-Linolensäure" , bediene ich mit Jojobaöl und aus dem Bereich "Stearinsäure", bevorzuge ich Arganöl (das raffinierte, da das kaltgepresste mir zu stinkerich ist).
Eigentlich hatte ich vor, das Nachtkerzenöl höher einzusetzen, aber ich wurde verunsichert durch das Gemecker des Emulsionsrechners, der mir "vorwarf", das ich in Verbindung mit dem Sanddornfruchtfleischöl einen viel zu hohen Anteil an Wirkstoffölen hätte.
Ich liege leider immer noch deutlich drüber. statt 10 %, habe ich noch 29,4 %. Also fast das drei-fache.
Frage ist hierzu: Ist das absolut nicht vertretbar? Ich würde sogerne die Nachtkerze mit dem Mandelöl vereinigen...
Wenn das nicht sinnig wäre, würde ich statt des Nachtkerzenöls in der Basic, das Distelöl wählen. In die Endphase würde ich allerdings die Nachtkerze wieder einmogeln wollen. Nur in einem anderen Verhältnis dann?
Meine Rezeptur sieht wie folgt aus: 24,3 % FP/75,7% WP 59,7 gr + 0,59 gr Konservierer = 60,29 grEndprodukt
Mandelöl 3,0 gr/5,03 %
Nachtkerzenöl 1,5 gr/2,51 % mit Distelöl austauschbar im Kontext von Linolsäure
Jojobaöl 1,0 gr/1,68 %
Arganöl 0,5 gr/0,84 %
BSB 0,5 gr/0,84 %
Sheabutter 3,0 gr/5,03 %
Bienenwachs 0,4 gr/0,67 %
Emulmetik 1,3 gr/2,18 %
PH 80 1,3 gr/2,18 %
Wasser 25,0 gr/41,88 %
Hydrolat 15,0 gr/25,13 %
Sodium PCA 0,6 gr/1,01 %
Sanddornfruchtfleischöl 2,0 gr/3,35 %
Milchsäure 0,25 gr/0,42 %
Natriumlaktat 1,0 gr/1,68 %
Glycerin 1,8 gr/3,02 %
Vit. E Acetat 1,5 gr/2,51 %
Rokonsal: 0,59 gr/1,0 %
ggf. Milchsäure f.d. ph 5,4
Falls ich mich bei der prozentualen Berechnung verhauen haben sollte, möge man mir in Anbetracht der Uhrzeit verzeihen.
Ich habe jetzt elendig lange über dieser Rezeptur gebrütet und muss in die Heia. Auweia, ist das spät.
Bin gespannt auf euch.
Gute Naaaahacht.





