Wasserlösliche Vitamine in Ölen

Fettsäurespektren, Jodzahlen und Fettbegleitstoffe – hier werden Öle, Buttern und Wachse en detail gewürdigt.

Moderator: Heike

Antworten
Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 29417
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Wasserlösliche Vitamine in Ölen

Ungelesener Beitrag von Heike » 18. September 2007, 11:07

Eine Frage, die ich schon längere Zeit hin und her wälze und nach fundierten Aussagen suche, ist die nach dem Anteil an wasserlöslichen Vitaminen in Ölen. Naturgemäß, so meine Gedanken, verfügt eine Pflanze über solche, ihr Öl sollte jedoch nur noch die öllöslichen aufweisen. Der minimale Wassergehalt in einem Öl, der vermutlich physikalisch vorhanden ist, sollte keinen nennenswerten Spuren mehr aufweisen.
Jetzt habe ich die Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft befragt, die sagen eindeutig: »[…] in raffinierten Ölen und auch nativen Ölen sollten wasserlösliche Vitamine tatsächlich nicht vorkommen. Dies wäre höchst ungewöhnlich.«
Das ist ja schon mal eine deutliche Aussage, zumal so gerne mit B-Vitaminen geworben wird, die manche Öle haben sollen – und Vitamin C (ich denke da an Wildrosenöl; die Hagebutte ist voll davon, das Öl aber sollte dann auch nichts Nennenswertes mehr haben). Muss ich jetzt meine Ölportraits korrigieren? :eek:
Ich werde noch ein wenig herumhören.
Wer mich da aufklären kann und Nähres weiß: ich bin lernfähig und offen für alles. ;-)
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 29417
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 24. September 2007, 14:28

Ich habe eine weitere Quelle gefunden und eben mit der Fakultät der Ernährungswissenschaften der Uni Hohenheim telefoniert; dort wurde mir bestätigt, dass native Pflanzenöle keine wasserlöslichen Vitamine enthalten, lediglich die Früchte (Samen, das Fruchtfleisch selbst usw.). Diese Übersicht zeigt verschiedene Fette: pflanzliche Öle, tierische Fette und vitaminisierte Kompositionen wie Margarine – Wasseranteil bei pflanzlichen Ölen ca. 0,1–0,4 %, Vitamine aus der B-Gruppe und Vitamin C ausnahmslos 0 %, diverse Anteile an fettlöslichen Vitaminen wie A, E, Karotinoide sind aufgeführt. Es sind natürlich nur Ergebnisse aus einer Charge, nehme ich an, aber so durchgängig vitaminlos in der wässrigen Liga stimmt schon nachdenklich.

Hat jemand von Euch schon andere Quellen aufgetan? Lasse mich immer noch gerne eines anderen belehren. :-)
Liebe Grüße
Heike


Lena

Ungelesener Beitrag von Lena » 24. September 2007, 15:04

Ich glaube auch nicht daran das in einem Öl wasserlösliche Vitamine sein können. :nein: rein von der Logik her alleine...


Christian

Ungelesener Beitrag von Christian » 24. September 2007, 15:11

Vieleicht aber in Form von bestimmten Vitaminestern? Ascorbylpalmitat ist doch auch fettlöslich obwohl Vitamin C eigentlich ein wasserlösliches Vitamin ist. Vieleicht gibts so etwas auch umgekehrt in natülicher Form?!?

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 29417
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 24. September 2007, 16:34

Christian hat geschrieben:Vieleicht aber in Form von bestimmten Vitaminestern? Ascorbylpalmitat ist doch auch fettlöslich obwohl Vitamin C eigentlich ein wasserlösliches Vitamin ist. Vieleicht gibts so etwas auch umgekehrt in natülicher Form?!?
Das kann ich mir nicht vorstellen; es sind doch gezielte chemische Veränderungen, die Menschen vornehmen. »Die Natur« sieht es nicht vor, dass das Öl separat verwendet wird; es ist Teil der Pflanze und erfüllt dort innerhalb des Organismus seine Funktionen. Warum sollte eine Pflanze Vitamine chemisch verändern?
Und selbst wenn, wären sie nachweisbar, denke ich …
Liebe Grüße
Heike


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous » 2. Oktober 2007, 01:17

Heike hat geschrieben:Hat jemand von Euch schon andere Quellen aufgetan? Lasse mich immer noch gerne eines anderen belehren. :-)
Leider nein,
aber jetzt weiß ich endlich, warum ich so gerne mit Butterschmalz brate und Butter esse,
so viel Vit.AAAAAAA
Yuuki

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 29417
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 2. Oktober 2007, 09:02

Yuuki hat geschrieben:
Heike hat geschrieben:Hat jemand von Euch schon andere Quellen aufgetan? Lasse mich immer noch gerne eines anderen belehren. :-)
Leider nein,
aber jetzt weiß ich endlich, warum ich so gerne mit Butterschmalz brate und Butter esse,
so viel Vit.AAAAAAA
Butter esse ich auch, zwar nicht viel, aber wenn, mit viel Genuss. :-)

Ich grüble immer noch und habe bisher meine Ölportraits unangetastet gelassen.

Auch Butter und Milch spielte bei meinen Überlegungen der letzten Tage eine Rolle, der Anteil an innerer Phase bzw. Fett.
Butter ist trotz hohem Fettanteil eine Emulsion mit ca. 18 % Wasser, genügend, um auch wasserlösliche Stoffe zu enthalten. Der Rahm muss vorher gestampft werden, um die enthaltenen Öltröpfchen zu zerschlagen, damit sie sich zusammenballen und buttrig werden. Hier wird Koaleszenz also gezielt genutzt. :-D
Das reine Fett ist Butterschmalz mit höchstens 0,1 % Wasser (das Ghee der Inder), das man hocherhitzen kann, ohne dass enthaltenes Restwasser in der Pfanne spritzt. Hier also keine Emulsion im chemisch-physikalischen Sinne mehr.

Wie sieht das mit Pflanzenbuttern aus, gibt es da seriöse Werte über den Rest-Wassergehalt? Sie sind Lipidmischungen mit Fetten unterschiedlichen Schmelzpunkts, an sich spricht nichts dafür, dass sie wesentliche Wasseranteile haben – hat sie jemand mal hoch erhitzt, spritzen sie dann? Das ist jedoch eine für mich noch offene Frage … wie hoch ist der Anteil an Wasser in nativen Pflanzenbuttern?

Im Hinblick auf Öle, bei denen Wassergehalte in der Regel zwischen 0,1 und 0,4 % liegen, erscheinen mir nennenswerte Gehalte an B- und C-Vitaminen tatsächlich eher Legenden zu sein oder Übertragungen von dem Gehalt in den Ölfrüchten/-samen usw. Ich könnte mir vorstellen, dass Sanddornfruchtfleischöl aus den Beeren kein reines Öl ist, sondern Anteile aus dem Fruchtfleisch samt Wasser und Vitaminen enthält. (?)

Die Frage nach wasserlöslichen Vitaminen hat sich mal jemand anders gestellt, die Antwort darauf befriedigt mich nicht. Der letzte Satz sagt schon alles. :-D
Liebe Grüße
Heike


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous » 19. Oktober 2007, 01:31

Heike
Bist du in dieser Frage in irgendeinem punkt schon weitergekommen?
Ich merke mir die fettlöslichen Öle über den Begriff "Edeka", also Vit.A,E,D,K sind fettlöslich. ich finde in seriösen Büchern keinerlei angabe über ein öl mit wasserlöslichen vitaminen. Kannst du mir da mal Quellen nennen, irgendwie finde ich keine.

Fast alle guten wirkungen kann ich bisher den fettlöslichen vitaminen zuordnen. bleibt ja eigentlich nur noch Vit.C und B übrig und ich dachte bisher, daß diese beiden vitamine in cremes nicht sehr stabil sind, sprich, schnell verfliegen. Ich würde bei Hautproblemen auch beide vitamine erst mal verstärkt innerlich einnehmen, z.b. täglich 1TL Bierhefe in Saft oder soße aufgelöst.

Stutzig bleibe ich nur beim Sanddornfruchtfleischöl. Da könnte ich mir vorstellen, daß es noch was anderes enthält als die mir bekannten fettlöslichen Vitamine. Aber vielleicht sind es auch bei diesem öl die extrem hohen Vit.E und Carotinoidmengen, die meine Haut so schnell heilen lassen. Andererseits kann man ja dieses öl nur in winzigen Mengen verwenden, da es so stark färbt. Richtig rote Creme ist nicht so meine Sache :naja:
Daher meine phantasie (und mehr ist es nicht), daß im Sanddornfruchtfleischöl mal abgesehen von den fettsäuren und fettlöslichen vitaminen noch etwas anderes wirken könnte.
Weiß Du, wieviel wasseranteil dieses öl hat?

Wenn Wasseranteile in fetten ölen so gering sind, könnten die eventuell enthaltenen wasserlöslichen vitamine überhaupt zur wirkung kommen? könnte die menge überhaupt ausreichen?

Frage mal ganz anders herum:
Was brauchen wir noch, was Fettsäuren etc. und fettlösliche vitamine in Cremes nicht bewerkstelligen können?

Vit.C. soll gegen altersflecken wirken, aber hast du das schon mal erlebt, ich meine mehr als als werbegag? Dann müßten ja auch gurkenscheiben helfen :ja: nein, petersilie hat noch mehr Vit.C, also eine Quark-petersiliemaske müßte wunder wirken. Macht wirklich eine tolle haut, aber altersflecken habe ich davon noch nie verschwinden sehen...
Leibe Grüße,
Yuuki

p.S. kennst du das Buch "Burgersteins Handbuch nährstoffe"?

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 29417
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 19. Oktober 2007, 08:42

Yuuki hat geschrieben:Heike
Bist du in dieser Frage in irgendeinem punkt schon weitergekommen?
Nein, Yuuki, ich bin auf dem gleichen Stand wie zuvor … und lese, dass Du die gleichen Schlüsse ziehst wie ich, zumindest was die reinen Öle angeht (das Sanddornfruchtfleischöl und Pflanzenbuttern lasse ich zur Zeit noch außen vor).
ich finde in seriösen Büchern keinerlei angabe über ein öl mit wasserlöslichen vitaminen. Kannst du mir da mal Quellen nennen, irgendwie finde ich keine.
Deine Betonung liegt auf »seriös«? :-) Nun, in wissenschaftlichen Publikationen finde ich tatsächlich nur Hinweise und Analyseergebnisse im Hinblick auf fettlösliche Vitamine. Es gibt einen Projektbericht, der allerdings auch populärwissenschaftliche Quellen angibt. Private und kommerzielle Webseiten schreiben vorwiegend von einander ab, ohne (ich formuliere es jetzt mal hart aber ehrlich) selbst nachzudenken, vergleichbares gilt für populärwissenschaftlich angehauchte Ratgeber aus Verlagen wie Südwest, Gräfe & Unzer usw. (da muss man genau hingucken, wer was schreibt); in Foren lese ich bisweilen die gleiche Gläubigkeit an den Vitamin B- und C-Reichtum von Ölen.

Mir erscheinen unsere Gedanken logisch, Yuuki. Nur: manchmal fehlt eine Information, die unabdingbar ist, um einen Sachverhalt anders zu lesen. Nach dieser Information suche ich … mir ist gar nicht wichtig, dass ich recht habe, sondern dass ich auf Olionatura eine klare, fundierte Aussage über diesen Sachverhalt leisten kann, weil ich gerne selber denke, bevor ich etwas schreibe. Nein, auch das schützt leider nicht völlig vor Fehlern. ;-) Es hilft aber, sie zu minimieren.
In meinen Ölportraits formuliere ich z. T. meine Unsicherheit seit Monaten, ich würde jedoch gerne eine klare Information geben können. Die »seriöse Quelle« bei dem Walnusskernöl ist der o. g. Projektbericht. ;-) Nun, unseriös ist sie sicher nicht, aber eben auch nicht rein wissenschaftlich.

Dann bleibt eben die gute Frage: wenn Spuren an B-/C-Vitaminen in dem Restwasser enthalten sind, dann ja nur anteilig wie in dem Wasser der gesamten Frucht auch. Was, lokal aufgetragen, dann noch in wirksamer Konzentration das Stratum Corneum durchdringt, dürfte allenfalls eine homöopathische Dosis sein. Das sind meine Gedanken zur Zeit.
p.S. kennst du das Buch "Burgersteins Handbuch nährstoffe"?
Nein, Yuuki, ich werde es mir angucken.
Liebe Grüße
Heike


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous » 19. Oktober 2007, 22:10

Heike
ich forste den Burgerstein noch mal durch, ist mein Lieblingsbuch:biggrin:

Mit seriös meine ich nicht unbedingt reine wissenschaft. du weißt ja, daß ich denke, das die auch nur einen Teil der realität beweisen können und es noch viel viel gute, aber dennoch nicht beweisbare Zusammenhänge gibt. Aber vernünftiges Nachdenken und präzises Ausprobieren fordere ich schon... Und gerade mit diesem Ausprobieren habe ich noch keinen sichtbaren Effekt von VitC in Cremes feststellen können. Aber das kann ja auch an meiner Verarbeitungstechnik oder anderem liegen oder daran, daß ich nur das nicht säurehaltige vitC vertrage.

Weißt du denn inszwischen, wie flüchtig Vit.C+B in Cremes sind? wäre denn nicht z.B. ein ständig frisch angerührtes Gesichtswasser mit Vit.C+B sinnvoller?

Liebe Grüße,
Yuuki

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 29417
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 19. Oktober 2007, 22:42

Yuuki hat geschrieben:Mit seriös meine ich nicht unbedingt reine wissenschaft. du weißt ja, daß ich denke, das die auch nur einen Teil der realität beweisen können und es noch viel viel gute, aber dennoch nicht beweisbare Zusammenhänge gibt.
Ich weiß, was Du meinst, Yuuki, aber seriöse Wissenschaftler sind sich dessen bewusst. :-) Ich erlebe immer wieder eine Fehleinschätzung dessen, was Wissenschaftler leisten. Merkmal wissenschaftlicher Arbeit ist nie ein Absolutheitsanspruch eigener Erkenntnisse, sondern immer das Bewusstsein, einen momentanen Wissensstand zu dokumentieren – auf Basis bisheriger Ergebnisse, die nach einem fest definierten Codex zitiert und als Leistung anderer gewürdigt werden. Das ist für mich der einzig akzeptable Umgang mit Erkenntnissen. Leider (!) missverstehen das Laien regelmäßig falsch und glauben, Wissenschaft habe einen Absolutheitsanspruch. In meinem Studium habe ich das anders gelernt, und so gehe ich mit heutigen Ergebnissen um.

Im Gegenteil – das »Gefühl« leitet so viele Menschen falsch. Es gehört sehr viel Sensibilität und Wissen dazu, die eigenen Wahrnehmungen richtig zu deuten oder akzeptieren zu können, dass man manche wertvollen Prozesse nicht direkt fühlen kann (!) – uind andere gefühlt werden, die nicht echt sind. Ein »wunderbares« Beispiel sind Silikone in Haar- und Hautpflege, die ein wunderbar seidiges Auftragsverhalten und ein Gepflegtsein suggerieren, das – so wissen wir – ein Scheingefühl ist. Keine Industrie der Welt hätte einen solchen Erfolg, würden VerbraucherInnen mehr wissen als fühlen. ;-) Für mich gehört beides zusammen, fundierte Kenntnisse und ein sensibles Gefühl für das, was Substanzen machen. Manche Öle wirken aber erst mittelfristig (ich weiß das aus Erfahrung) – würde ich sie nach meinem ersten Eindruck, meinem spontanen Gefühl bewerten, hätten sie kaum eine Chance. Alles schon beobachtet – grauenhaft – und schade für interessierte Neulinge, die auf solche oberflächlichen Bewertungen hören. Das tut mir dann immer richtig leid. Da werden beispielsweise tolle Öle als »wirkt nicht, pffft, völlig überflüssig« abgetan, weil sie eben nicht sofort flauschig sind. Ja, Yuuki, mich berührt das. Das merkt man, nicht wahr? ;-)

Vitamin C wirkt, wie alle Antioxidantien, mittel- bis langfristig. Das sind keine Vitamine, die man schnell wahrnimmt. Ascorbinsäure ist zudem nicht sehr stabil, aber für uns Selbstrührer in einem gedachten 4-Wochen- Haltbarkeitszyklus von Emulsionen dennoch eine durchaus nutzbare und sinnvolle Geschichte, im Gegensatz zu gekauften Produkten – meine Meinung. Da es uns in Ölen, wie es bisher aussieht, eben nicht zur Verfügung steht, bleiben uns nur andere Wege, wenn wir Vitamin C äußerlich nutzen wollen.
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 29417
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 20. Oktober 2007, 14:32

So, Yuuki, ich habe mir das Buch gerade bestellt, nachdem es heute Morgen in der Buchhandlung nicht vorrätig war. Ich freue mich drauf – Danke für den Tipp! :flower:
Liebe Grüße
Heike


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous » 21. Oktober 2007, 03:15

Heike,
ich habe bei Burgersteins (mit "s"!) leider nichts über wasserlösliche vitamine in ölen finden können. Er gibt schon auch öle bei bestimmten Hauttypen an, aber eher zur inneren einnahme, und bezieht sich dabei auch nicht auf _wasserlösliche_ vitamine in den ölen.
Kurzen Gruß,
Yuuki

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 29417
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 21. Oktober 2007, 10:23

Yuuki hat geschrieben:Heike,
ich habe bei Burgersteins (mit "s"!) leider nichts über wasserlösliche vitamine in ölen finden können. Er gibt schon auch öle bei bestimmten Hauttypen an, aber eher zur inneren einnahme, und bezieht sich dabei auch nicht auf _wasserlösliche_ vitamine in den ölen.
Das erwarte ich nicht, Yuuki – das Buch hört sich in seiner Berschreibung und von den Kritiken her so an, als sei es eine Bereicherung im Bücherschrank. Ich liebe Bücher! :-D (jetzt reizt mich der Römpp, -> den Wilma vorgestellt hat.
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 29417
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 23. Oktober 2007, 13:26

Ich habe nun eine dritte Meinung einer Fachfrau eingeholt, sie ist Doktorin der Chemie, spezialisiert auf Öle und hat meine Arbeit an Olionatura von Beginn an mit gutem Rat begleitet. Ihre Antwort ist eindeutig (ich zitiere einen Auszug aus dem Mail):

»Ich kann mich Ihrer Auffasssung, was wasserlösliche Vitamine in Ölen betrifft, nur anschließen. Mir ist auch keine Analyse bekannt, die einen Gehalt von Vitamin C oder aus der B-Gruppe im Öl angeben würde. Wenn Angaben zu diesen Vitaminen gemacht werden, beziehen sie sich meiner Meinung nach immer auf die Frucht selbst. Die Avocado enthält beispielsweise 30 % Öl und die Vitamine A (0,2 mg), B1 (0,1 mg), B2 (0,2 mg), C (14 mg) und E (2 mg) in 100 g essbarem Anteil.

Ich denke, dass in der Literatur oftmals ungenaue Bezeichnungen gewählt werden, so dass es zu Fehlinterpretationen kommt. Und im Internet wird sehr häufig von einander abgeschrieben. Dadurch verbreiten sich die Fehler und werden bei genügend hoher Verbreitungszahl als Wahrheit angesehen, weil es für den Laien dadurch keinen Grund mehr zum Anzweifeln gibt. […] Die Qualität mancher Internetforen und Bloggs läßt da auch einiges zu wünschen übrig.«


So, für mich ist das Thema »Wasserlösliche Vitamine in Ölen« ad acta gelegt. Mittlerweile denke ich, dass bei der Produktion von Ölen per se die Erzeuger ein Interesse an niedrigen Restwassergehalten haben, weil zu hohe Restmengen die Haltbarkeit deutlich reduzieren würden (in den Analysen, die ich auf der Webseite der Fakultät der Ernährungswissenschaften der Uni Hohenheim gefunden habe – und die mittlerweile entfernt wurden ;-) – fanden sich bei jedem Öl die Restwasser-Mengen analysiert). Was sich da in 0,1–0,4 % Wasser noch an wasserlöslichen Vitaminchen tummelt, wird nicht mehr viel ausrichten können. (Da mümmle ich abends lieber meine rohe Paprika – sowieso – und shake mir wöchentlich frisch ein Fluid mit Acorbylpalmiat, wenn es notwendig sein sollte).
Wenn mir also in Zukunft jemand von hohen Vitamin C-Gehalten in Wildrosenöl vorschwärmt, werde ich ihm ein Hagebuttenmus ans Herz legen :-D (und nun muss ich meine Ölportraits wohl doch diesbezüglich überarbeiten).

Was momentan noch offen bleibt, sind Pflanzenbuttern. Hier habe ich noch keine Analysen gefunden … und werde weiter gucken. :-)
Liebe Grüße
Heike


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous » 23. Oktober 2007, 15:10

Wenn mir also in Zukunft jemand von hohen Vitamin C-Gehalten in Wildrosenöl vorschwärmt, werde ich ihm ein Hagebuttenmus ans Herz legen (und nun muss ich meine Ölportraits wohl doch diesbezüglich überarbeiten).
Ja das Hagebuttenmus , auch da gibt es sehr widersprüchliche Aussagen.
Der Vitamin C Gehalt und ganz besonders der Lycopingehalt, soll
bei gekochtem besonders viel sein, noch mehr als bei Tomaten.
Mein Morgentee sieht deshalb so aus
die eine Hälfte wird mit Hagebuttenpulver wegen Erhalt von Vitamin C als Kaltwasserauszug
zubereitet.
Die andere Hälfte wird mit ganzen Hagebutten 10 Minuten geköchelt.
Zur Geschmacksverbesserung gebe ich wenig Süßholzwurzel dazu.

Je nach gewünschtem Wirkstoff kann ich das auch für eine Creme anwenden.
Ohne Berücksichtigung des schnellen Verfalls von Vitamin C.
Ich denke, es wird vier Wochen überstehen.


Liebe Grüße
Margit


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous » 23. Oktober 2007, 23:25

Heike hat geschrieben:So, Yuuki, ich habe mir das Buch gerade bestellt, nachdem es heute Morgen in der Buchhandlung nicht vorrätig war. Ich freue mich drauf – Danke für den Tipp! :flower:
Schau dir auch mal den anhang IV "Nährstoff-Nährstoff-Interaktionen" an. Auch wenn das für die innere einnahme gedacht ist... Wäre interessant herauszufinden, ob sich einiges übertragen läßt, z.B. daß hohe Vit.A-Dosen die Vit.K-Resoption vermindert (interessant bei Couperose und Rosacea) oder daß Flavonoide die Resorption von Vit.C fördert etc.
Ich kenne keine buch, in dem die interaktionen der Nährstoffe untereinander so sorgfältig herausgearbeitet wurde.
Viel Spaß damit,
Yuuki

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 29417
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 24. Oktober 2007, 20:44

Yuuki hat geschrieben:Schau dir auch mal den anhang IV "Nährstoff-Nährstoff-Interaktionen" an. Auch wenn das für die innere einnahme gedacht ist... Wäre interessant herauszufinden, ob sich einiges übertragen läßt, z.B. daß hohe Vit.A-Dosen die Vit.K-Resoption vermindert (interessant bei Couperose und Rosacea) oder daß Flavonoide die Resorption von Vit.C fördert etc.
Ich kenne keine buch, in dem die interaktionen der Nährstoffe untereinander so sorgfältig herausgearbeitet wurde.
Viel Spaß damit,
Yuuki
Ich habe es seit gestern, ein tolles Buch! Ich werde es einfach von vorne bis hinten lesen, um die Zusammenhänge zu verstehen. :-)
Liebe Grüße
Heike


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous » 25. Oktober 2007, 01:36

Heike hat geschrieben:Ich habe es seit gestern, ein tolles Buch! Ich werde es einfach von vorne bis hinten lesen, um die Zusammenhänge zu verstehen. :-)
Na dann mal los :smile: Ich brauche schon seit jahren, um mir das geballte wissen einzuverleiben...
auch wenn wir uns über den sinn der wissenschaftlichen erkenntnisse streiten, über _seriöse_ literatur sind wir wohl einer meinung.
Yuuki

Antworten