Nachtcreme - Olivem vs. Lanolin (Einsatzkonzentration, FP?)

In diesem Unterforum erörtern wir Themen rund um die Entwicklung, Herstellung und Optimierung von Hautpflegeprodukten (inklusive Fehlersuche).

Moderator: Helga

dorothee
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Ungelesener Beitrag von dorothee »

Es ging mir eher um das Wasserfreigabe / Einziehverhalten. Mit LL und Olivem 1000 habe ich da ja jetzt, nach dem, was ich so lese, die entgegengesetzten Enden des Spektrums getestet. Das war auch beabsichtigt und ganz gut, um es wirklich zu verstehen, also auf der Haut fühlen und nicht nur lesen.
Und bei der Linola, gaaanz am Anfang des Themas, ging es ja auch mal wirklich um genau dieses Einziehverhalten, bzw. nicht wegziehende von Linola. Das ich das jetzt noch mal ausbuddel hat aber auch einen anderen Grund: diese Glyceryl Caprylate sind ein O/W, kein W/O Emulgator wie Lanolin. Letztendlich ist mir das natürlich wurscht, solange meine Haut es mag und insgesamt war die Wirkung positiv. Nur sie in einem Rezept als Linola-ähnlich anzupreisen wäre dann ziemlich daneben...
Aber vielleicht lässt es mit näheren Infos ja auch noch weitere Schlüsse auf die Höhe der FP zu. Ich darf ja jetzt endlich in bestimmte Bereiche des Forum gucken, die mir bisher verwehrt waren und habe gleich mal den Nachbauthread von Judy verschlungen. Das wäre auch noch mal eine Herangehensweise, aber dazu fehlt mir einfach noch das Wissen und ich muss noch vieles nachlesen.

Öle habe ich immer erst pur, bzw. als reine Ölmischung mit bereits bekannten, und Kräutertinkturen in einem Gesichtwasser getestet, da kann ich nämlich auch eine kleinere Menge herstellen, weil ich den Zauberstab nicht brauche, sofort absetzen wenn es meine Haut nicht mag und um das bisschen ist es dann nicht so schade.
Geht ja nur leider bei Cremes nicht, sprich, beim Emulgatoren testen, da müssen es mindestens 100 g für den Zauberstab sein. Was nichts wird bekommt dann mein Körper ab, da ist die Haut inzwischen regelrecht anspruchslos, solange es hin und wieder mal irgendwas gibt.

Schwarzkümmelöl ist übrigens toll! Meine Haut lässt herzlichen Dank ausrichten! :-)

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Alraune
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Ungelesener Beitrag von Alraune »

Es gibt ja auch Mischemulsionen. Interessant fände ich den direkten Vergleich mit den Linola-Inhaltsstoffen eine W/O und eine O/W Emulsion herzustellen. Haptik, Einziehverhalten und natürlich auch wie die Haut darauf reagiert. Die Industrie verwendet aber in der Regel raffnierte Öle, auch dadurch ergibt sich schon Unterschiede, auch in der individuellen Verträglichkeit.

So mache ich es auch, was mein Gesicht nicht mag, endet dann als Körperpflege, Haarspitzenfluid, Duschgel, oder was auch immer.

Dann stöber mal und lass vielleicht die anderen an deinen Entwicklungen teilhaben.

LG
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dorothee
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Ungelesener Beitrag von dorothee »

Das werde ich! Ich notiere immer ganz genau und schreibe dann auch beim Gebrauch Eigenschaften dazu, also Konsistenz, Auftragsverhalten etc., sodass ich dann sogar Alternativen und was sie bewirken / verändern dazu schreiben kann.

O/W und W/O mit den gleichen Inhaltstoffen dürfte aber schwierig werden und Vergleichbarkeit ist wahrscheinlich gar nicht gegeben. Schon allein durch den Wechsel des Emulgators ergeben sich ja deutliche Unterschiede im Auftrags- und Einziehverhalten, selbst wenn die Höhe der FP gleich bleibt. Vielleicht bestelle ich mal Lamecreme oder Montanov 68 mit, die packen ja auch FP über 50% ups, nein, bis 40%!, sind aber O/W Emulgatoren. Hm, dann sehe ich momentan keinen O/W Emulgator, der solche FP schafft. Nur bei LL hatte ich irgendwo mal gelesen, dass es bis zu 70% schafft. Aber der ist für meinen Anwendungszweck ansonsten kaum geeignet.
Ich bin dann mal Emulgatorprofile lesen... Und wenn ich zwei nachlese, dann bleibe ich garantiert noch an einem anderen hängen. Herrje, so komme ich nie dazu, diese Bestellung einfach mal abzusenden!

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Ungelesener Beitrag von Alraune »

Mit Reinlecithin kann man beides machen, in der Fettphase aufgeschmolzen eine schöne W/O Emulsion und in der Wasserphase eine O/W Emulsion. Im dm-Markt gibt es preiswert Lecithingranulat, damit funktioniert das auch, vermutlich auch mit LL. Darum ging es mir aber gar nicht. Der Unterschied, bis auf den Emulgator gleiche Inhaltstoffe mit (logischer Weise) entsprechend anders hoher Fettphase. So habe ich z.B. auch alte Stephanie Faber Rezepte modernisiert die damals alle mit Lanolin und Wollwachsalkohol als Emulgator konzipiert waren.

LG
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dorothee
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Ungelesener Beitrag von dorothee »

Ah, okay, gut zu wissen, dass es auch einen Emu gibt, den man in Zweifelsfalle sehr schnell und einfach beschaffen kann.

Die Nachtcremes mit Lanolin waren jetzt die ersten W/O Emulsionen, die ich gerührt habe und auch die ersten, mit so hoher FP, deswegen habe ich nicht viele Möglichkeiten, das Auftragegefühl zu vergleichen. Deswegen, korriegiere mich bitte, wenn ich mich irre: O/W müsste ein kühlendes Gefühl auf der Haut haben und schnell "anziehen", weil Teile des Wassers sofort verdunsten / schnell aufgenommen werden? Das hat mich jetzt nämlich beim Nachdenken noch mal stutzig gemacht, denn in dem Punkt ähnelt die Linola eher meiner Nachtcreme: sofort passiert da gar nichts... Hast du da vielleicht Erfahrung, ob selbst O/W sich so verhalten, wenn die FP so extrem hoch ist, vielleicht bloß, weil so viel weniger Wasser da ist, dass man den Effekt nicht spürt?

Aus meinem allerersten Rezept (Internet, aber nicht von hier...) habe ich die Anleitung übernommen, LL in die FP zu geben und habe das völlig unkritisch übernommen und beibehalten. Das müsste dann ja heißen, ich hätte immer unwissentlich W/O produziert, zunächst mit rund 30%, inzwischen aber nur noch 20% FP, und jeweils von der FP auch noch das LL abgezogen. Gr, jetzt würde ich das am liebsten sofort ausprobieren! Aber ich habe erst vorgestern gleich 200 g davon produziert. Das ist meine Reinigungsmilch für Gesicht und Körper, deswegen so viel. Aber geht das überhaupt? W/O mit so wenig Öl? Ich versuche mit gerade vorzustellen, wie 20% die 80% umschließen sollen.

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Ungelesener Beitrag von Alraune »

Das kann man so nicht pauschal sagen, wie schnell eine Emulsion einzieht und ob sie kühlend wirkt ist von verschiedenen Faktoren abhängig: welche Öle Du verwendet hast, deren Spreiteigenschaften, die Auswahl des Emulgators, Wirkstoffkombinationen, Höhe der Fettphase. Bei einer Coldcreme ist das eigentlich imer so, sollte zumindest, daher der Name, außer man verwendet stark wärmende Inhaltsstoffe, dann könnte sich der Effekt übershcneiden, erst kühlen und dann wärmen,... müßte man eigentlich mal ausprobieren.

LG
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Ungelesener Beitrag von dorothee »

Nach langer Zeit poste ich hier mal ein kurzes Update:
Ein Linola-Nachbau ist es letzendlich nicht geworden, nicht mal eine BSB ist zum Einsatz gekommen, da meine Haut inzwischen tatsächlich weniger Fett braucht und auch nicht mehr so barrieregestört ist. Wetterbedingt? Umstellungsphase abgeschlossen? Einfach endlich satt nach langem Hungern mit Kaufkosmetik? :nixweiss:
Ich wollte mich aber noch mal bedanken, für die vielen guten Tips und Denkanstöße!
Ich habe versucht, meine Pflege etwas besser aufeinander abzustimmen und mit Lamecreme als Emulgator in der Tagescreme und einer erhöhten FP von 30% auf 35%, bin ich mit der Nachtcreme jetzt von 75% runter auf 60%. Jetzt ist mir aber sogar das schon fast zu viel und ich werde wohl in der Tagescreme wieder runter gehen... Also noch ganz viel auszuprobieren. Schuppende Stellen habe ich praktisch gar nicht mehr, dafür momentan irgendwie "unruhige" Haut (aber alles recht frisch gerührt und ordnungsgemäß konserviert, sonst würde ich auch Kontamination in Betracht ziehen...). Aber zusammen mit der Lamecreme hatte ich auch Allantoin und Panthenol bestellt, im Gesichtswasser getestet und es war großartig. Jetzt fürchte ich, habe ich es mit dem Einbau von Wirkstoffen in den Cremes etwas übertrieben in meiner ersten Euphorie ;-( Deswegen habe ich hier auch so lange nichts mehr geschrieben, ich fürchte, ich weiß selbst, was ich blödes gemacht habe...

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Ungelesener Beitrag von coboki »

Das ist doch prima, liebe Dorothee :blumenfuerdich: .
Du kannst schon einige rührtechnische Erfolge verzeichnen und bist auf dem besten Weg, die für Dich optimale Pflege herzustellen. Weiterhin viel Spaß und Erfolg dabei.
Herzliche Grüße
Conny

Die Zeit ist immer reif, um das Richtige zu tun. (Martin Luther King)

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Ungelesener Beitrag von Alraune »

Das hört sich doch gut an, solche Fehler machen fast alle. Wirkstoffe auszuprobieren ist ja auch sehr verfüherisch. Sinnvoll wäre es sie aufzuteilen in die Tages- und Nachtpflege, wenn Du ein größeres Spektrum abdecken möchtest. Allerdings ist es besser damit zu warten bis man weiß welche Wirkstoffe man auch verträgt. Vielleicht solltest Du trotz Deiner Skepsis jetzt auf leichtere Pflegeprodukte umstellen und mit zusätzlichem Gesichtsöl ausgleichen, Du merkst so schneller, wenn Deine Haut die hohe Fettphase nicht mehr nötig hat.

LG
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dorothee
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Ungelesener Beitrag von dorothee »

Wie ein Kind im Süßigkeitenladen... "hautglättend" -> will ich, "mindert Rötungen" -> her damit, "verbessert die Hautelastizität" -> jaaa, mehr, mehr, mehr! :D
Nun waren es gleich drei neue Sachen auf einmal, die ich sogar zunächst ganz vernünftig im Gesichtswasser ein paar Tage getestet hatte, aber entweder vertrage ich einen zumindest auf Dauer nicht oder das war einfach zu viel auf einmal und zu hohe Wirkstoffkonzentration insgesamt (einzeln habe ich jeweils etwa die Hälfte der maximalen Einsatzkonzentration genommen).
Das waren: Panthenol und Allantoin, die beiden kenne ich bereits aus eine Kauf-Body-Lotion, damit kann ich zumindest ausschließen, dass es eine allgemeine Unverträglichkeit gibt. Nur hatte ich die natürlich nie im Gesicht benutzt.
Und Nicotinamid, von dem ich mir erhofft hatte, dass es die bereits deutlich geminderten kleinen Unreinheiten an der Nase beseitigt und eben die barriereschützende Wirkung.

Das Nicotinamid werde ich jetzt erst mal völlig rauslassen, dazu hatte ich hier im Forum gelesen, dass es wohl einige nicht im Gesicht vertragen und auch Heike schreibt ja "vorsichtig rantasten".
Allantoin runter auf die minimale Einsatzkonzentration von 0,1 % und insgesamt die Wirkstoffe unter 10 % der Wasserphase.
Gleichzeitig zurück auf 30 % FP, das scheint momentan ausreichend.
Das ist jetzt mein Plan. Das irre ist, dass meine Haut in der ersten Woche mit dieser Creme wirklich großartig war. So ebenmäßig, frisch und gesund aussehend, als hätte ich bereits MF drauf! Das will ich wieder haben, ich muss nur rausfinden, was die guten und was die schlechten Stöffchen waren... und ich vermute, das Panthenol war das gute (ebenmäßig, wirklich absolut frei von Rötungen) und Nicotinamid eine Überreizung. Beim Allantoin bin ich mir unsicher, eigentlich soll es ja reizmindernd wirken, aber die keratoplastische Wirkung könnte einfach zu stark sein.

Das blöde ist, dass ich gleichzeitig auch die Ölmischung deutlich geändert habe Richtung Oxidationsstabilität, aber so wie meine Haut gerade aussieht sieht, ist das ziemlich sicher eine irritative Erscheinung, kein Mangel an den heißgeliebten, aber jahreszeitlich bedingt verbannten Ölen oder ein Zuviel an Fett.

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Alraune
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Es wäre einfacher dazu einen Rat zu geben, wenn Du die Rezepturen die Du verwendet hast einfach mal genau prozentual aufschreibst. Nicht jeder der helfen könnte hat immer gleich Zeit sich alles durchzulesen. Ein Rezept ist schlicht übersichtlicher. Verursacher können ja demnach sowohl Wirkstoffe, als auch Fettphase und oder Ölauswahl sein. Für Dich selber wäre so eine Chronik deiner Rezepturentwicklung auch sinnvoll.

LG
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Ungelesener Beitrag von dorothee »

Entschuldige, ich dachte es ist einfacher, immer nur die konkreten Wirkstoffe, um die es geht anzusprechen, aber du hast natürlich Recht. Eine Chronik habe ich, immer Datum, genaue Rezeptur und ggf. Anmerkungen zur Verträglichkeit, Einziehverhalten etc.. Dann kann ich mit dem Datum auf dem Tiegel immer genau nachvollziehen, was drin ist.
Also, jetzt die Dummheit, die ich begangen habe, mit allen schmutzigen Details.

1. Versuch, 21.03.2018
- anderthalb bis zwei Wochen lang fantastische, ebenmäßige Haut, danach Irritation, Rötungen (aber keine Unreinheiten, trockenen Stellen)
35 % FP
Oxidativ stabile Basis
  • 4 g Jojoba neu
  • 4 g Shea
  • 3 g Kokos
  • 1 g Bienenwachs
  • 5 g Argan
  • 4 g Sesam
Wirkstofföle
  • 3 g Weizenkeim
  • 3 g Nachtkerze
  • 3 g Schwarzkümmel
Emulgatoren
  • 4 g Lamecreme
  • 1 g Olivem 1000
  • 1 g Lysolecithin
65 % WP
Heiß:
  • 3 g Glycerin (<5%)
  • 1,3 g Nicotinamid (2 %) neu
  • 0,1 g Allantoin (<0,2%) neu
  • 0,5 g Glyceryl Caprylate (1 % gesamt) neu
  • 46,8 g Wasser / Hydrolat
Kalt:
  • 1,3 g Panthenol (2 %) neu
  • 7 g Ethanol (12 % = 6,5 g, aufgerundet auf 7)
  • 2 g Salbei
  • 2 g Kamille
  • 2 g Ackerschachtelhalm
Emulgatoren sind etwas überdosiert, weil meine Haut Öl mit Olivem 1000 sehr viel mehr mochte als reines Öl und ich daraus geschlossen habe, dass hauteigene Emulgatoren fehlen.
Alle Neuzugänge (bis auf Jojoba) hatte ich vorher in einem Gesichstwasser so etwa 5-6 Tage getestet. Insgesamt hatte meine Haut also über 2 Wochen Kontakt damit, ohne sich zu beschweren, anfangs war sie sogar wirklich toll, weshalb ich es dann in meiner Euphorie wohl auch so übertrieben habe. *schäm*
Jedenfalls tendiere ich deshalb dazu, die Gesamtkonzentration von Wirkstoffen und keinen einzelnen verdächtigen.

Mein Änderungsplan ist jetzt folgender:
  • Die FP auf 30 % runter und dabei die Wirkstofföle reduzieren. Eigentlich nur, weil sie ein bisschen zu reichhaltig ist für das milde Wetter. Mit "falschen" Ölen sieht meine Haut anders aus, schwer zu beschreiben, aber eher leichtere Rötungen, die sich schuppen, jetzt sind die Rötungen stärker, aber ohne Schuppen.
  • Nicotinamid ganz raus.
  • Panthenol auf 1 % runter. Offenbar konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich die kosmetische oder therapeutische Wirkung will. Für den kosmetischen Einsatz sind ja nur 0,5 - 1 % empfohlen. (= 0,7 g)
  • Allantoin runter auf minimale EK von 0,1 % (= 0,07 g)
  • Alle Extrakte halbieren
  • Bei Glyceryl Caprylate schwanke ich zwischen ganz raus und Minimalkonzentration. (Und mal wieder danke, Alraune, ohne systematische Auflistung hatte ich diesen Neuzugang völlig vergessen...) Also 0 oder 0,33 g.
Das wären dann 6,77 g (ohne Glyceryl Caprylate) Wirkstoffe auf 70 g WP statt 12,2 auf 65 g. Hm, das hatte ich vorher nicht ausgerechnet, so mit exakten Zahlen scheint mir der Fehler recht offensichtlich.

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Ungelesener Beitrag von Alraune »

Panthenol würde ich bei 2 % belassen und von den anderen Neulingen würde ich entweder 0,1 % Allantoin oder 1 % Nicotinamid in der Rezeptur lassen. Das Glyceryl Caprylate würde ich erst ins Boot hohlen, wenn die anderen Wirkstoffe abgeklärt sind. Nach meinem Gefühl. Aber vielleicht gibt es dazu noch andere Ansichten.

LG
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Ungelesener Beitrag von dorothee »

Bisher hast du praktisch mit allem Recht gehabt, wie du vielleicht auch im Rezept siehst: Kokos-, Schwarzkümmelöl, Lamecreme, FP in der Nachtcreme runter... Alles Ideen und Ratschläge von dir und sie waren gut, ich kann dir gar nicht genug danken! :-) Ich denke, ich werde einfach mal blind deinem Gefühl vertrauen.
Momentan habe ich das Rad zurückgedreht und bin auf Nulldiät was die Neulinge anbelangt. Falls was schiefgeht, habe ich nämlich immer noch eine kleine Portion der vorherigen Charge im Tiefkühler, sodass ich Neues schnell absetzen kann, wenn ich es nicht vertrage. Jetzt gerade musste ich das erste Mal davon Gebrauch machen und werde mit dem Neurühren auch warten, bis meine Haut sich wieder beruhigt hat.

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Dann lass Dir einfach Zeit und immer schön aufschreiben, auch was nicht so gut geklappt hat. Natürlich ändern sich die Bedürfnisse der Haut im Laufe der Jahre.
Gern geschehen. Ist halt langjährige Erfahrung und ich rühre außerdem auch für andere mit die wieder ganz andere Hautbedürfnisse und -probleme haben. Trotzdem schleichen sich auch bei mir ab und an Denkfehler ein, die mir dann erst später auffallen, aber besser spät als nie. ;-)

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