Deko aus Beton
Moderator: Birgit Rita
- rührila san
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"Es gibt nur falsch auf die Hautsituation angepasste Rezepturen und Herstellungsverfahren, keine falschen Rohstoffe" (Heike Käser)
Liebe Grüße Laura
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Lilli-Marie
Wow, was für schöne Sachen ihr so zaubert...
Ich glaube, ich muss mir auch eine kleine Kuchenform besorgen - den Betonkuchen für Geldgeschenke finde ich total niedlich
Da ich mich beruflich fast ausschließlich mit Beton beschäftige (bin Betontechnologin), kann ich bei Bedarf gerne behilflich sein, falls ihr Fragen habt oder so habt.
Beim Einfärben kommt es sehr stark auf die Qualität der Pigmente und natürlich dem Zement an. Am besten funktioniert das mit Weißzement oder zumindest hüttensandhaltigen Zementen (auf dem Sack müsste dann etwas von CEM III/A... oder ...B... stehen; die sind twas heller als reine Portlandzemente (CEM I)).
Pigmentgehalte werden auf den Zementgehalt im Beton (im Labor bezieht man sich dabei immer auf 1 m³) bezogen. Normalerweise dosiert man zwischen 2-6 % vom Zementgehalt. Schwarz/Anthrazit ist immer etwa schwierig: Man muss hier das Pigment auf jeden Fall mit 6 % oder sogar etwas mehr dosieren. Wenn dann das Teil ausgeschalt ist, sollte es noch möglichst lange vor Wasser geschützt werden, damit die oberflächenahe Schicht erhärten kann und somit die Ausblühneigung (Ausblühungen sind so weiße/hellgraue Schlieren, die man dummerweise besonders auf dunklen Oberflächen sieht) reduziert wird. Auch kommt man bei dunklen Farben kaum um einen Oberflächenschutz (ich glaube, im Baumarkt/Baustoffhandel bekommt man z.B. solche Imprägnierungen oder Steinöle für Betokerstein) herum, am besten direkt nach dem Ausschalen dünn auftragen.
Ich mag übrigens sehr gerne gesäuerte Oberflächen, insbesondere bei dunklen Betonoberflächen, da diese dann etwas gleichmäßiger wirken oder durch intensives Absäuern durch die Gesteinskörnung schöne Effekte erzielen
Im Labor mache ich ja meistens nur einfache Musterplatten zum Verschicken an Architekten oder so. Bei Bedarf kann ich aber gerne mal Bilder machen.
Da ich mich beruflich fast ausschließlich mit Beton beschäftige (bin Betontechnologin), kann ich bei Bedarf gerne behilflich sein, falls ihr Fragen habt oder so habt.
Beim Einfärben kommt es sehr stark auf die Qualität der Pigmente und natürlich dem Zement an. Am besten funktioniert das mit Weißzement oder zumindest hüttensandhaltigen Zementen (auf dem Sack müsste dann etwas von CEM III/A... oder ...B... stehen; die sind twas heller als reine Portlandzemente (CEM I)).
Pigmentgehalte werden auf den Zementgehalt im Beton (im Labor bezieht man sich dabei immer auf 1 m³) bezogen. Normalerweise dosiert man zwischen 2-6 % vom Zementgehalt. Schwarz/Anthrazit ist immer etwa schwierig: Man muss hier das Pigment auf jeden Fall mit 6 % oder sogar etwas mehr dosieren. Wenn dann das Teil ausgeschalt ist, sollte es noch möglichst lange vor Wasser geschützt werden, damit die oberflächenahe Schicht erhärten kann und somit die Ausblühneigung (Ausblühungen sind so weiße/hellgraue Schlieren, die man dummerweise besonders auf dunklen Oberflächen sieht) reduziert wird. Auch kommt man bei dunklen Farben kaum um einen Oberflächenschutz (ich glaube, im Baumarkt/Baustoffhandel bekommt man z.B. solche Imprägnierungen oder Steinöle für Betokerstein) herum, am besten direkt nach dem Ausschalen dünn auftragen.
Ich mag übrigens sehr gerne gesäuerte Oberflächen, insbesondere bei dunklen Betonoberflächen, da diese dann etwas gleichmäßiger wirken oder durch intensives Absäuern durch die Gesteinskörnung schöne Effekte erzielen
Im Labor mache ich ja meistens nur einfache Musterplatten zum Verschicken an Architekten oder so. Bei Bedarf kann ich aber gerne mal Bilder machen.
- Helga
- Moderator

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Danke für Deine kompetente, sehr hilfreiche InfoLilli-Marie hat geschrieben: Ich mag übrigens sehr gerne gesäuerte Oberflächen, insbesondere bei dunklen Betonoberflächen, da diese dann etwas gleichmäßiger wirken oder durch intensives Absäuern durch die Gesteinskörnung schöne Effekte erzielen
Im Labor mache ich ja meistens nur einfache Musterplatten zum Verschicken an Architekten oder so. Bei Bedarf kann ich aber gerne mal Bilder machen.
Was heisst gesäuert, bzw. wie macht man das, wie sieht der Effekt aus?
Ja bitte Bilder
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)
Helga
Helga
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Lilli-Marie
Die Formen sehen ja hübsch aus - ich muss auch mal endlich anfangen, privat mehr mit Beon auszuprobieren...
Hier ist mal ein Bespiel für eine gesäuerte Oberfläche: Beispiel
Die Fläche ist relativ stark mit einem Säuregel vemutlich behandelt. Ich habe im Labor eins, welches 10-25 % Salzäure enthält und für den industriellen Einsatz gedacht ist. Im Baustoffhandel/Baumarkt gibt es aber sicher ebenfalls säurehaltige Mittel; mit denen entfernt man Ausblühungen ("nennt man oft "Zementschleier"). Wichtig ist dabei, dass man Handschuhe trägt (z.B. dickere Nitrilandschuhe) und am besten ein Schutzbrille.
Man kann die Fläche auch nur leicht mit dem Säuregel behandeln und bekommt dann eine leicht angerauhte Fläche hin, bei der man ganz leicht die Gesteinskörnung sieht. Vorhin hatte ich gerade eine anthrazitfarbene Musterplatte gesäuert, die einen normalen hellen Sand und einen rötlichen Granitsplitt enthält. Das sieht sehr nett aus.
Ich bin spätestens Montag wieder im Labor und mache dann mal einige Bilder. Wie gesagt: Ich habe bisher immer nur quadatische schlichte Platten gemacht, also nix Weltbewegendes. Allerdings plane ich derzeit einige Betonmöbel, die später in einem Showroom in Hamburg ausgestellt werden. Aus dem Grund probiere ich gerade viel mit verschiedenen Materialien herum
Hier ist mal ein Bespiel für eine gesäuerte Oberfläche: Beispiel
Die Fläche ist relativ stark mit einem Säuregel vemutlich behandelt. Ich habe im Labor eins, welches 10-25 % Salzäure enthält und für den industriellen Einsatz gedacht ist. Im Baustoffhandel/Baumarkt gibt es aber sicher ebenfalls säurehaltige Mittel; mit denen entfernt man Ausblühungen ("nennt man oft "Zementschleier"). Wichtig ist dabei, dass man Handschuhe trägt (z.B. dickere Nitrilandschuhe) und am besten ein Schutzbrille.
Man kann die Fläche auch nur leicht mit dem Säuregel behandeln und bekommt dann eine leicht angerauhte Fläche hin, bei der man ganz leicht die Gesteinskörnung sieht. Vorhin hatte ich gerade eine anthrazitfarbene Musterplatte gesäuert, die einen normalen hellen Sand und einen rötlichen Granitsplitt enthält. Das sieht sehr nett aus.
Ich bin spätestens Montag wieder im Labor und mache dann mal einige Bilder. Wie gesagt: Ich habe bisher immer nur quadatische schlichte Platten gemacht, also nix Weltbewegendes. Allerdings plane ich derzeit einige Betonmöbel, die später in einem Showroom in Hamburg ausgestellt werden. Aus dem Grund probiere ich gerade viel mit verschiedenen Materialien herum
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Lilli-Marie
Musst du nicht sein - ich mache das ja zusammen mit den Kollegen aus dem Fertigteil-Werk, die viele tolle Ideen für die Schalung und Gestaltung der Formen haben. Ich kümmere mich bloß um den Beton, der da dann hineingegossen wird und die Oberflächengestaltung
Irgendwie ist das mit dem Beton ähnlich wie mit dem Rühren von Kosmetik: Man tüfftelt ein Rezept aus, "rührt" das Ganze und wird manchmal überrascht, was da plötzlich herausgekommen ist, obwohl man evtl. nur eine Kleinigkeit anders als üblich gemacht hat.
Irgendwie ist das mit dem Beton ähnlich wie mit dem Rühren von Kosmetik: Man tüfftelt ein Rezept aus, "rührt" das Ganze und wird manchmal überrascht, was da plötzlich herausgekommen ist, obwohl man evtl. nur eine Kleinigkeit anders als üblich gemacht hat.
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bliomesiede
Ich hätte ja nicht gedacht, dass man mit Beton so hübsche Sachen zaubern kann. Superschön!
- pflanzenölscheich
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"Teelichte" kam mir seltsam vor. Deshalb habe ich extra nachgeschaut und, siehe da: Die mir bislang einzig bekannte Mehrzahl "Teelichter" ist heutzutage offenbar eine oberdeutsche Form, wie sie in Bayern oder Österreich üblich ist.
Sofern "Licht" nicht die Lichterscheinung, sondern eine Lichtquelle bezeichnet, ist im Deutschwörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm vermerkt, dass sich nach der neuhochdeutsch entstandenen Mehrzahl "Lichter" (mittelhochdeutsch hieß es im Plural nur "die Licht") deutlich später noch die Form "Lichte" gebildet hat, wofür Quellen aus dem achzehnten Jahrhundert angeführt werden.
Das heißt: Zu Luthers Zeit waren sich Deutsche und Österreicher vermutlich noch einig, dass es "Teelichter" heißen müsste, später änderten die Deutschen ihre Meinung.
Sofern "Licht" nicht die Lichterscheinung, sondern eine Lichtquelle bezeichnet, ist im Deutschwörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm vermerkt, dass sich nach der neuhochdeutsch entstandenen Mehrzahl "Lichter" (mittelhochdeutsch hieß es im Plural nur "die Licht") deutlich später noch die Form "Lichte" gebildet hat, wofür Quellen aus dem achzehnten Jahrhundert angeführt werden.
Das heißt: Zu Luthers Zeit waren sich Deutsche und Österreicher vermutlich noch einig, dass es "Teelichter" heißen müsste, später änderten die Deutschen ihre Meinung.
- Kunstblume
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Harald, das kam mir einst auch seltsam vor, als ich diesen Plural auf einer Packung "Teelichter" las.
Recherchiert und meinen eigenen Sprachgebrauch angepasst auf "Teelichte". Nur, um dann gern mal von "Teelichter-Verfechtern" verbessert zu werden.
Recherchiert und meinen eigenen Sprachgebrauch angepasst auf "Teelichte". Nur, um dann gern mal von "Teelichter-Verfechtern" verbessert zu werden.
Liebe Grüße Nina
- pflanzenölscheich
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Liebe Nina,Kunstblume hat geschrieben:Nur, um dann gern mal von "Teelichter-Verfechtern" verbessert zu werden.
@Bina: Wie bekommt man das schöne Muster in den Beton?
- Kunstblume
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Mensch Harald, das war doch nicht auf dich gemünzt!!! Damit meinte ich Menschen außerhalb dieses Forums... Kumpels...die dann sagen, hey Nina, das heißt doch Teelichter...net Teelichte... Ich war eher entzückt, dass noch jemand auf dieses Teelicht-Phänomen stieß...
Nein, ich fühlte mich von dir nicht angegriffen, hätte mich mal deutlicher ausdrücken müssen!
Alles gut!
Alles gut!
Liebe Grüße Nina
- Bina
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Huhu Pflösch, guck mal:
Filz hatte ich auch noch ausprobiert und empfand es ebenfalls als suboptimal.
Das Band habe ich als solches verwendet; die Silikonteilchen selber abgeformt mit dem Silikon von Purux, das geht ganz prima und sie sind wiederverwendbar. Das Band kann anschließend in die runde Ablage.Bina hat geschrieben:Am besten funktioniert Silikon (die Fleur de Lys oder das runde Motiv), gut ging auch das niedrige Teil, das war ein Lochmuster-Band. Nicht so gut geht Papier, das müsste wohl dicker sein.
Filz hatte ich auch noch ausprobiert und empfand es ebenfalls als suboptimal.
Liebe Grüße
Bine
Bine
