Bitte um Hilfe bei Fett-Creme mit Lanolin für strapazierte Hände

Frisch zum Rühren entschlossen? Fragen über Fragen? Hier gibt es Antworten, erste Wegweiser und garantiert geduldige Hilfe. Fragen stellen ist ausdrücklich erwünscht!

Moderator: Helga


(Hat den Thread eröffnet)
Blume
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 19
Registriert: 26. März 2020, 10:13

Bitte um Hilfe bei Fett-Creme mit Lanolin für strapazierte Hände

Ungelesener Beitrag von Blume »

Hallo liebes Forum,
ich habe leider keine Stelle zum Vorstellen gefunden.Ich bin heute ganz frisch hier aufgenommen worden,verfolge aber viele Beiträge schon seit fast zwei Jahren.
Ich bin seit dem (fast) völlig auf Naturkosmetik ungestiegen und mache auch schon vieles selbst (Deo,Lippbalm,Waschmittel,Spülmaschinenmittel...).
Nun möchte unbedingt auch meine Handcreme selbst machen. Ich habe den Hinweis verstanden,dass hier das “Nachbasteln“ nicht gern gesehen wird.Das kann ich auch gut verstehen. Ich bin aber so begeistert davon,dass ich gerne etwas ähnliches machen möchte.
Ich habe bereits viele Cremerezepte studiert und Heikes Wollfett- und Konservierer Rechner und die Beschreibungen sind wirklich total super!

Nun aber meine Unklarheiten:
Die Creme hat einen großen Wirkstoffanteil (Stiefmütterchen-,Ringelblumen-,Kamille-, Rosmarinextrakt) und ist mit Lanolin und Wachs (und Wachshydolysat) hergestellt.

Wenn ich es richtig verstanden habe,so ist es wichtig beim Mischen von WP und FP die selbe Temperatur zu nehmen.Aber Tinkturen und Wirköle soll man ja erst bei geringen Temp.unterhalb 40Grad einrühren.
Da ich sowohl Auszugsöl (Sesamöl),als auch Tinktur nehmen möchte, würde ich nur Wachs,Butter und Lanolin schmelzen, auf 40Grad abkühlen lassen und dann die WP,bestehend aus Tinktur und Glycerin auf selbe Temp.bringen und langsam zufügen.
Wäre das so richtig oder emulgiert das bei dieser Temp. Nicht mehr richtig?Bei den Bespielen gibt es ja immer eine Wasserphase und am Ende nur wenig Wirköle/tinkturen.
Kann das so auch klappen oder gehe ich da ganz falsch ran?

Ich hoffe sehr,dass Ihr mir weiter helfen könnt.

Ganz liebe Grüße,
Simone
Ganz lieber Gruß
Simone

Benutzeravatar

Manjusha
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 4058
Registriert: 6. März 2015, 05:26

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Manjusha »

:hallihallo: Herzlich willkommen im Forum, liebe Blume, Vorstellen könntest du dich hier.
:) Deine Frage wäre besser zu beantworten, wenn du dein Rezept in Prozent einstellen würdest, aber grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Emulsionsbildung normalerweise bei höheren Temperaturen stattfindet, außer du möchtest einen Emulgator verwenden, den man auch kalt anwenden kann?
Hast du die Emulgatortabelle schon entdeckt?

Verstehe ich das richtig, dass die komplette Wasserphase aus Tinkturen und Glycerin bestehen soll? :gruebel:

Nachtrag:
Ich habe das Lanolin überlesen :muede: , willst du das als alleinigen Emulgator verwenden?
Da habe ich leider null Erfahrung, da müssen die Lanolisten ran. :)
Noch'n Nachtrag: :vollirre:
Den Rührkurs kennst du schon, oder?
Liebe Grüße
Manjusha


(Hat den Thread eröffnet)
Blume
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 19
Registriert: 26. März 2020, 10:13

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Blume »

Hallo liebe Manusha,
danke fürs antworten.Natürlich teile ich gerne das Rezept.Ich dachte nur,das sei nicht erwünscht.
Die Handcreme,die ich so mag,hat wirklich nur diese wenigen Zutaten.Da sie noch etwas pflegender sein könnte,möchte ich,wie von Heikes Rechner auch empfohlen,noch Butter zufügen.
Das Rezept sähe wie folgt aus:
Fettphase:
25 g Stiefmütterchen-Sesamöl-Mezerat
5 g Ringelblume-Raps-Mezerat
15 g Lanolin
8 g Kakaobutter
5 g Bienenwachs

Wasserphase:
35 g Tinktur aus Kamille (20 vol.% Alkohol)
5 g Glycerin
0,5 g Tocopherol
5 Tr. ÄÖ Rosmarin
3 Tr. ÄÖ Limette

So hatte ich es gedacht.Aber wie gesagt, die Frage ist,ob die Lanolin-Wachs-Mischung beim abkühlen nicht zu steif wird und dann noch richtig emulgiert.Aber aufgrund der Wirkstoffe und des Alkohols,kann ich ja nicht über 40 Grad gehen,oder?
Es wäre prima,wenn mir jemand einen Tipp geben könnte.

Vielen lieben Dank.
Simone
Ganz lieber Gruß
Simone

Benutzeravatar

Mirabella
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 767
Registriert: 11. März 2019, 21:42
Wohnort: Wien

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Mirabella »

Also meiner Erfahrung nach, sind Lanolin Cremes ein bisschen empfindlich. Man sollte so wenig wie möglich an Zutaten dann noch Kalt einrühren. Es sollte schon der Hauptteil der Fette erhitzt werden. Bei 30g Öl im Nachhinein dazu bin ich nicht so optimistisch, dass das klappt :/
"Ich freu mich wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." (Karl Valentin)

Benutzeravatar

TiFu
Rührgeselle
Rührgeselle
Beiträge: 261
Registriert: 5. März 2019, 13:02
Wohnort: Basel

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von TiFu »

Da schließe ich mich Mirabella an! Ich würde die Ölmazerate mit erhitzen und die Kamillentinktur deutlich reduzieren. Dann musst du halt eine andere Konservierung einplanen, zb noch etwas höherprozentigen Alkohol.
Liebe Grüße, TiFu

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 16332
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Helga »

Liebe Blume,

ich habe Dein Rezept in % umgerechnet, so lässt es sich besser bewerten :)

Fettphase: 59,0 %
Wasserphase: 41,0 %

Fettphase:
% von gesamt / sind in % von FPh
25,2 % / Sesamöl / 42,7%
5,0 % / Rapsöl / 8,5 %
15,1 % / Lanolin / 25,6%
8,1 % / Kakaobutter / 13,7%
5,0 % / Bienenwachs / 8,5 %
0,5 % / Tocopherol / 0,9 %

Wasserphase:
35,3 % / Tinktur (20 Vol. %)
5,0 % / Glycerin
0,6 % / ÄÖ's

Ich kenne mich mit O/W Cremes gar nicht aus aber mir scheint alleine durch die Kakaobutter wird es es ermutlich eine dicke, fette, schwere Creme :); lass Dich hier im Forum über die Mengenverhältnisse vielleicht noch mehr beraten, ich kann es leider nicht abschätzen.
Hast Du Dein Rezept in den Wollwachsrechner eingegeben? klick
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga


(Hat den Thread eröffnet)
Blume
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 19
Registriert: 26. März 2020, 10:13

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Blume »

Hallo Ihr beiden,
danke für die Antworten. Das hatte ich befürchtet, dass es zu kalt ist 🙈

Also das Ringelblumenmezerat trau ich mich net so recht zu erhitzen,da überall was von 30-35Grad steht.Beim Stiefmütterchen habe ich nichts dazu gefunden.Wäre halt Schade,wenn die Inhaltsstoffe verloren gehen.Wäre es dann nicht vielleicht besser die halbe Menge reines Sesamöl mit zu erhitzen und die andere Hälfte bei 35-40Grad zu zufügen oder ist das dann zu wenig Wirkstoff?Leider konnte ich über Konzentrationen an Extrakten nichts finden.
TiFu hat geschrieben:
27. März 2020, 14:11
Ich würde die Ölmazerate mit erhitzen und die Kamillentinktur deutlich reduzieren. Dann musst du halt eine andere Konservierung einplanen, zb noch etwas höherprozentigen Alkohol.
Wäre die Hälfte Kamillenextrakt OK oder nzr ein Viertel?Was meint Ihr?Noch etwas Alkohol zum Schluss dazu geben ist ja kein Thema,zumal in der Tinktur auch noch Natron drin ist und ich ja auch Tocopherol und Glycerin drin habe.Wäre das als Konservierung nicht ausreichend? Das Auszugssöl ist noch in der Mache,daher kann ich es noch net abschätzen wie viele Schwebstoffe drin sein werden.Ich hoffe natürlich,keine :supercool:

Vielen Dank für die Hilfe. Ich bin echt schon ganz gespannt drauf wie es wird.Leider muss ich noch warten,bis das Öl fertig sein wird... :achso:

Ganz lieben Gruß,
Simone
Ganz lieber Gruß
Simone

Benutzeravatar

Mirabella
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 767
Registriert: 11. März 2019, 21:42
Wohnort: Wien

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Mirabella »

Natron in der Tinktur :gruebel: wieso das?

Also wenn dir was an den Mazeraten liegt, ist mein Tipp ganz ehrlich: lass es..
Das Konzept ist so einfach zu labil. Ich hab heut nach langer, langer Zeit wieder eine W/O Emulsion gerührt, habe sie extra vereinfacht, alles hitzeempfindliche weggelassen und FAST ALLES erhitzt. Den ersten Versuch hab ich komplett entsorgen können, beim zweiten hab ich nochmal deutlich vereinfacht und sogar die 0,5g Schwarzkümmelöl und die ÄÖs, also WIRKLICH ALLES erhitzt.
Es hat sich trotz sehr geduldigem Kaltrühren schrecklich hässlich getrennt. Erst nach Zugabe von Lysolecithin und nochmaligem hochtourigen Rühren im kalten Zustand ist es tatsächlich doch noch eine Emulsion geworden, wenn auch mit sehr eigenartiger Haptik.

Mit dieser Darstellung möchte ich nur zeigen wie schwierig W/Os sein können und das kann grade am Anfang (aber eig. immer :motz:) sehr frustrierend sein. Grad wenn man wertvolle Rohstoffe verwendet.

Ich hab zwar Dermofeel PGPR verwendet, aber mit Lanolin und WWA ist es mir immer genauso gegangen.

Ich weiß nicht, ob der Tag noch kommt, wo ich eine verlässlich stabile W/O Emulsion hinkriege.. ich wünsche es mir wirklich, wirklich sehr :flehan: :flehan:

Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst nimm doch Bergamuls z.b. mit Imwitor kombiniert, die kann man auch kalt verarbeiten, müssten also bzgl.kalt hinzugefügter Rohstoffe toleranter sein.. Ich würde aber trotzdem stark reduzieren. Oder wirklich noch bzgl Kaltverarbeitung recherchieren...
"Ich freu mich wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." (Karl Valentin)

Benutzeravatar

Mirabella
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 767
Registriert: 11. März 2019, 21:42
Wohnort: Wien

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Mirabella »

Woher hast du denn das Rezept? Mich würde interessieren wie das Original hergestellt wurde. Muss ja dann entweder ein anderer Emulgator sein, oder es wurde alles erhitzt.. :gruebel:
"Ich freu mich wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." (Karl Valentin)

Benutzeravatar

Eulalie
Rührgeselle
Rührgeselle
Beiträge: 181
Registriert: 27. Dezember 2018, 09:29
Wohnort: Berlin

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Eulalie »

Offtopic: @Mirabella: Hast du es mal mit Utes Methode versucht? Rezepte für Schäfchen-Freunde: Reichhaltige Wollwachs-Cremes
Bei mir klappt ihre Methode sowohl mit Lanolin und Wollwachs, als auch mit Olivem 900. (W/Os hab ich übrigens nicht mehr hinbekommen, seit ich nen neuen Mixer hab. (Hab W/Os bis vor kurzem mit dem Knetharken gerührt) Vielleicht sind neuere Modelle auch auf der untersten Stufe zu hochtourig für W/Os?)
Liebe Grüße
Eulalie


(Hat den Thread eröffnet)
Blume
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 19
Registriert: 26. März 2020, 10:13

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Blume »

Helga hat geschrieben:
27. März 2020, 17:49
Ich kenne mich mit O/W Cremes gar nicht aus aber mir scheint alleine durch die Kakaobutter wird es es ermutlich eine dicke, fette, schwere Creme :); lass Dich hier im Forum über die Mengenverhältnisse vielleicht noch mehr beraten, ich kann es leider nicht abschätzen.
Hast Du Dein Rezept in den Wollwachsrechner eingegeben? klick
Vielen Dank fürs umrechnen.
Ehrlichgesagt empfinde ich es auch so. Ich habe nur den Anteil Wasser-/Fett in den Wollwachsrechner eingegeben und dann wurde mir das empfohlen.Im Internet gibt es viele Rezepte für Lanolincreme mit Kakaobutter (in ähnlichen Dosierungen).Ich vertraute daher auf die Experten.Aber hab auch etwas Angst, dass es zu fett und fest werden könnte 🙈
Ich habe aber auch natives Kokosöl und Sheabutter da.Wäre das ein besserer Ersatz?Heikes Rechner empfiehlt ja nur allgemein Butter,nicht welche.
Mirabella hat geschrieben:
27. März 2020, 21:30
Natron in der Tinktur wieso das?

Also wenn dir was an den Mazeraten liegt, ist mein Tipp ganz ehrlich: lass es..
Das Konzept ist so einfach zu labil.
Ich wollte ursprünglich gerne eine Tinktur ohne Alkohol,es gibt einige Rezepte,bei denen es mit Essig oder Natronwasser gemacht wird.Essig auf der Haut wollte ich nicht,daher diese Lösung.Aber aufgrund der Gammel-Gefahr/Konservierung habe ich mich dann doch für einen zusätzlichen Alkoholanteil entschieden.
Schade,jetzt habe ich alles schon angesetzt. Dann werde ich wohl mal schauen was ich damit sonst basteln kann... sind ja tolle Rohstoffe.
Wenn dies so schwer ist,versuche ich wohl erstmal eine Salbe,da gibt es ja keine Wasserphase und wage mich dann langsam vor.Ich will halt immer gleich alles auf einmal... :argverlegen:
Mirabella hat geschrieben:
27. März 2020, 23:13
Woher hast du denn das Rezept? Mich würde interessieren wie das Original hergestellt wurde. Muss ja dann entweder ein anderer Emulgator sein, oder es wurde alles erhitzt..
Das Rezept ist,wie gesagt vom Wollwachsrechner,aber das “Original“ ist meine Lieblings-Handcreme von einem.der größten Naturkosmetikhersteller.Er hat sicher seine Tricks wie er das umsetzt,gibt es bestimmt tolle Geräte für,aber ist ja nicht mit meiner Küche zu vergleichen 😂

Vielen vielen Dank.
Ich schau mal wie ich es mache und werde dann berichten und sicher noch viele Fragen stellen.

Wünsche Euch allen ein schönes Wochenende und bleibt gesund!!!

Ganz lieber Gruß,
Simone
Ganz lieber Gruß
Simone

Benutzeravatar

marie
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 562
Registriert: 29. Oktober 2019, 22:15

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von marie »

Liebe Blume,
Zur Konsistenz (und Anteil an Wollwachs/adeps lanae könnte etwas reduziert werden) hat Dir ja Helga schon geschrieben.
Es ist auch nicht auszuschließen, dass die Creme eher langsam einzieht (weiß nicht, ob Du das für ne Handcreme wünschst, bei meinen wäre das eher ein Kriterium, das Rezept zu überarbeiten); Sesamöl wird ja auch als Massageöl verwendet, was darauf hindeutet, das es bei vielen Menschen langsam einzieht. Würde diesen Punkt vor dem Rühren ggf mal austesten.
Kakaobutter soll auch eher nicht so schnell einziehen (kann das jedoch nicht beurteilen, da ich es in Hautpflegeprodukten nie als alleinige Butter verwendet habe).
In Heikes e-Book (danke Heike :bluemchen: , gerade in Corona-Zeiten wirklich eine Wohltat für die Hände) hat es ein Rezept (Aloecreme), deren Anteil an Buttern und Wachsen zu Gunsten der Öle verringert worden ist; vielleicht schaust Du Dir das Rezept bei Gelegenheit mal an.
Generell würde ich keine W/O Creme ohne Wasserbad (ca 50°C) rühren (und auch kein Öl-mazerat mit unbekannter Konzentration an Wirkstoffen wie Salicylsäure(derivaten) hochdosiert in Cremes geben). Nach der Wahl Deiner Wirkstoffe scheinst Du Probleme mit entzündlichen Prozessen an den Händen zu haben, vielleicht könnte da auch eine etwas andere Zusammensetzung der Fettphase Linderung bringen (wäre jedenfalls mein erster Ansatz).
Für Rühranfänger wäre vermutlich auch die Zugabe von 0,5% Bittersalz (Magnesiumsulfat-Heptahydrat) in Erwägung zu ziehen (erniedrigt die Wasseroberflächenspannung und verbessert dadurch die Mischbarkeit der Wasser und Fettphase etwas). Generell würde ich mit einer sehr kleinen Charge (20 - 25g) anfangen. Bis jetzt hatte ich keine Schwierigkeiten mit W/O-Emulsionen (und mag meine selbstgerührten im Gegensatz zu den gekauften auch wirklich sehr), aber es braucht schon einiges an Zeit/Geduld.
Viel Erfolg
Liebe Grüße, Marie

Benutzeravatar

Mirabella
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 767
Registriert: 11. März 2019, 21:42
Wohnort: Wien

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Mirabella »

marie hat geschrieben:
28. März 2020, 10:53
Bis jetzt hatte ich keine Schwierigkeiten mit W/O-Emulsionen (und mag meine selbstgerührten im Gegensatz zu den gekauften auch wirklich sehr), aber es braucht schon einiges an Zeit/Geduld.
Welche Emulgatoren verwendest du da? Und hast du sonst noch irgendweche Tricks wie du das hinkriegst?
"Ich freu mich wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." (Karl Valentin)

Benutzeravatar

Mirabella
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 767
Registriert: 11. März 2019, 21:42
Wohnort: Wien

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Mirabella »

Blume hat geschrieben:
28. März 2020, 10:41
Ich wollte ursprünglich gerne eine Tinktur ohne Alkohol,es gibt einige Rezepte,bei denen es mit Essig oder Natronwasser gemacht wird.Essig auf der Haut wollte ich nicht,daher diese Lösung.Aber aufgrund der Gammel-Gefahr/Konservierung habe ich mich dann doch für einen zusätzlichen Alkoholanteil entschieden.
Schade,jetzt habe ich alles schon angesetzt. Dann werde ich wohl mal schauen was ich damit sonst basteln kann... sind ja tolle Rohstoffe.
Wenn dies so schwer ist,versuche ich wohl erstmal eine Salbe,da gibt es ja keine Wasserphase und wage mich dann langsam vor.Ich will halt immer gleich alles auf einmal... :argverlegen:
Keine Ahnung ob Natron konserviert, aber wenn deine Hautbarriere aus dem Gleichgewicht ist und/oder du irgendwie Ekzeme/Entzündungen hast, sollte der PH-Wert keinesfalls stark basisch sein, was er durch Natron jedenfalls ist.

Es könnte aber auch gzt sein, dass das angenehme an deiner Creme einfach die Grundzusammensetzung ist und nicht unbedingt die mazerierten Wirkstoffe. Versuchs doch einfach mal mit den "nackten" Ölen und schau obs dir gefällt.

Sonst ist mir auch noch eine Möglichkeit eingefallen wie du ohne Erhitzen und emulgieren deine schönen Rohstoffe verwenden kannst:

Du kannst aus der WP ein einfaches Gel herstellen und es dann beim Eincremen immer direkt in der Hand mit den Ölen vermischen. Wenn meine Hände extrem trocken sind finde ich das sehr angenehm befeuchtend und es vermischt sich richtig gut. Mir kommt sogar vor es penetriert irgendwie besser in die Haut.
Dann hättest du das Maximum an Wirkstoffen mit einem Minimum an Risiko, dass was schiefgeht.
Aber es ist natürlich nicht so spannend wie ein Rührexperiment :lach:

Wichtig wäre noch, dass du den PH-des Gels hautfreundlich auf 4,5 - 5,5 einstellst. Bei Ekzemen ruhig am unteren Ende, aber davon hast du ja eig. noch nix gesagt..

Alles Liebe :love:
"Ich freu mich wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." (Karl Valentin)

Benutzeravatar

marie
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 562
Registriert: 29. Oktober 2019, 22:15

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von marie »

Liebe Mirabella,
ich verwende einfach Wollwachs (adeps lanae anhydrid) mit Bienenwachs (2-2,5%) und/oder PhytMac als Koemulgatoren.
Dermofeel PGPR steht auf meinem nächsten Einkaufszettel (W/Os mit FP < 50 % würden mich auch interessieren; den Emulgator hatte ich in einer NK, deren Konsistenz/Wasserfreigabe mir gut gefallen hatte, gehabt). Ob auch noch Wollwachsalkohol dazukommen wird, hab ich noch nicht entschieden. Hingegen denke ich nicht, dass ich Olivem 900 kaufen werde (nach Heikes Beschreibung des Wasserfreigabeverhaltens scheint mir dieser Emulgator eher nicht zu entsprechen).
Außer Herabsetzung der Oberflächenspannung des Wassers sowie mäßiger Wärme während des Rührens habe ich leider keine Tricks, die ich teilen könnte (die wässrige Phase geb ich wirklich sehr sehr langsam dazu, jeweils einen nicht ganz gefüllten Löffel (Größe Espresso/Ostfriesentee); verrühr das recht lange und langsam, bevor der nächste Schluck dazukommt; ich rühr jedoch nur max 50g Masse, wie Du siehst, noch sehr weit von größeren Projekten entfernt).
Liebe Grüße, marie

Benutzeravatar

marie
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 562
Registriert: 29. Oktober 2019, 22:15

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von marie »

Liebe Blume
die Lieblingshandcreme hat noch einen weiteren Emulgator:
Polyglyceryl-3 Polyricinoleate (den wir unter Dermofeel PGPR kaufen können).
Dermofeel PGPR erlaubt W/O Emulsionen mit niedrigerem Fettgehalt wie die klassischen W/O Emulgatoren Lanolin und Wollwachs.
Würde besagte Creme dennoch nicht 1:1 nachbauen sondern mir Gedanken zur Fettphase machen (wie hoch muss die FP für mich konkret sein, welche Öle/Buttern tun meiner Haut gut) sowie ggf austesten, ob und welche weiteren Hydratisierer Du neben Glycerin noch verwenden möchtest.
Liebe Grüße, marie

Benutzeravatar

marie
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 562
Registriert: 29. Oktober 2019, 22:15

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von marie »

Liebe Blume,
eine weitere Möglichkeit, Deine Wirkstoffe kalt anzurüheren (und auch etwas weniger konzentriert einzusetzen) wäre ein Hydrodispersionsgel klick.
Vielleicht magst Du ja berichten, ob Du Dir schon einen Gelbildner besorgt hast und falls ja, welchen.
Liebe Grüße, marie


(Hat den Thread eröffnet)
Blume
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 19
Registriert: 26. März 2020, 10:13

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Blume »

Hallo Mirabella, Heike und Marie,
vielen Dank für die Hilfe.
Mirabella hat geschrieben:
28. März 2020, 13:06
Es könnte aber auch gzt sein, dass das angenehme an deiner Creme einfach die Grundzusammensetzung ist und nicht unbedingt die mazerierten Wirkstoffe. Versuchs doch einfach mal mit den "nackten" Ölen und schau obs dir gefällt.
Ja,das klingt wirklich nach einer guten Idee.Obwohl ich schon sehr an die Heilwirkung von Pflanzen glaube und denke,dass Stiefmütterchen und Ringelblume schon gut bei meinen Händen wirken.Sie sind extrem trocken und rissig,so dass es früher auch oft blutete.Seit dem ich ausschließlich diese Creme nehme,ist es schon viel besser.Aber es dürfte schon noch mehr fetten.Tatsächlich sind die Hände so trocken dass es direkt einzieht,daher darf/muss es wohl was langsam einziehendes sein.
Mirabella hat geschrieben:
28. März 2020, 13:06
Du kannst aus der WP ein einfaches Gel herstellen und es dann beim Eincremen immer direkt in der Hand mit den Ölen vermischen. Wenn meine Hände extrem trocken sind finde ich das sehr angenehm befeuchtend und es vermischt sich richtig gut. Mir kommt sogar vor es penetriert irgendwie besser in die Haut.
Ehrlichgesagt freue ich mich sehr aufs selbst rühren 😬🙈 Außerdem kann ich es mir nicht so richtig vorstellen die alkoholhaltige Tinktur pur auf die Hand zu schütten.Trocknet das nicht zu sehr aus? :gruebel:
Ich hatte mal Mandelöl pur probiert.Das war ganz schrecklich,auf trockenen und nassen Händen und Schienbeinen.Die Haut war wie Pergamentpapier,schuppig und hat gejuckt. Autsch. Seitdem habe ich Angst,Produkte pur zu benutzen.
Ich verstehe,dass Du es ja als Gemisch benutzt, aber so ganz klar ist es mir nicht,wie ich das machen sollte.Dann müsste ich ja mit mehreren Flaschen hantieren,während ich schon was in der anderen Hand habe.Oder habe ich es falsch verstanden?!
marie hat geschrieben:
28. März 2020, 14:01
Liebe Blume
die Lieblingshandcreme hat noch einen weiteren Emulgator:
Polyglyceryl-3 Polyricinoleate (den wir unter Dermofeel PGPR kaufen können).
Dermofeel PGPR erlaubt W/O Emulsionen mit niedrigerem Fettgehalt wie die klassischen W/O Emulgatoren Lanolin und Wollwachs.
Wie kommst du denn da drauf,Marie? Vielleicht gibt es noch eine so ähnliche Creme auf dem Markt?Ich dachte immer, dass alle Inhaltsstoffe aufgeführt sein müssen,mit Ausnahme bestimmte Konservierungsmittel,die andere Zwecke erfüllen, z.B.Alkohol in den Extrakten.

Anbei die INCI der Creme.Da ist wirklich nur Lanolin als Emulgator drin, oder meinst Du das Bienenwachshydrolysat?
Auch laut dem Wollfettrechner sollte das mit nur Lanolin und Wachs gehen.Wieso zweifelst Du es an?
Ja,ich verstehe dass ich es nicht 1:1 nachmachen kann/sollte. Wie gesagt,darf es ja auch ruhig noch etwas mehr Pflege sein.
Vermutlich muss ich einfach experimentieren,was für meine Haut das Richtige ist. Mit dem puren Anwenden bin ich halt einfach skeptisch,da meine Haut echt sehr sensibel reagiert.
marie hat geschrieben:
28. März 2020, 15:43
Liebe Blume,
eine weitere Möglichkeit, Deine Wirkstoffe kalt anzurüheren (und auch etwas weniger konzentriert einzusetzen) wäre ein Hydrodispersionsgel klick.
Vielleicht magst Du ja berichten, ob Du Dir schon einen Gelbildner besorgt hast und falls ja, welchen.
Liebe Grüße, marie
Es ist mir peinlich,aber ich hatte das schon gestern gelesen und nach deinem Link noch zweimal,aber ich verstehe nicht wie das gemeint ist 🙈 Ich dachte dass das kalt und ohne Emulgator nicht geht.oder wäre das dann so ein Zweiphasen-Öl,dass man schüttelt bevor man es benutzt?Aber damn.braucht man sicher wieder Konservierer,oder?Und wieso heißt es dann Gel?Das würde ja bedeuten,dass es sich dich vermischt hat.
Tut mir echt leid,aber könntest Du es mir.nochmal erklären,oder gibt es noch eine andere Erklärung?Ich finde Heike erklärt spitze,aber diesen Abschnitt habe ich einfach nicht kapiert :skeptisch:

Ich wollte bei diesem Rezept keinen Gelbildner verwenden. Im Wollfettrechner wird auch keiner aufgeführt.Ist er denn hierfür erforderlich? Beim Deo nehme ich immer Johannisbrotkernmehl.Etwas anderes habe ich mir noch nicht besorgt.🙈

Vielen Dank Euch.

Ganz lieben Gruß,
Simone
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Ganz lieber Gruß
Simone

Benutzeravatar

marie
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 562
Registriert: 29. Oktober 2019, 22:15

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von marie »

Liebe Blume,
ich hatte von Deinen "Zutaten" auf ne andere Creme (desselben Herstellers) geschlossen :)

zum Hydrodispersionsgel:
erst rührst Du ein Gel mit einem beliebigen Gelbildner (am einfachsten geht es, indem man Glycerin (wasserlos) mit dem Gelbildner (z.B. Xanthan) anrührt (z.B. in einem Uhrglas) und das Gemisch in abgekochtes Wasser tropfen lässt und einrührt). Glycerin/Xanthan und Wasser kannst Du mit einem Rührgerät (so Du eines hast) kurz hochtourig rühren (ca 30''). Mit heißem Wasser kennst Du die Konsistenz des Gels sofort, mit weniger heißem Wasser dickt das Gel nach. Es braucht - je nach Vorliebe - 0,8-1,2% Gelbildner. Ich rühre meine Gels mit 0,8% Gelbildner. Man kann die Gels auch im Dampfkochtopf sterilisieren; dann dicken sie nicht mehr nach (mach das jedoch nicht mit allen Gels).
Wenn sich das Gel gebildet hat, kannst Du die restlichen Zutaten einrühren und nochmals hochtourig während 4-5' dispergieren Das Gel verhindert, dass sich die beiden Phasen trennen.
Als letzter Schritt stellst Du den pH ein und gibst den Konservierer dazu (bei diesem Schritt ist es besonders wichtig, dass Du gut rührst). Konservierst Du nur mit Ethanol (wie ich) so besteht dieser letzte Schritt nur darin, den pH einzustellen (und das Gel allenfalls zu beduften).
Die FP eines Hydrodispersionsgel kann bis zu 20% betragen. Persönlich habe ich nie höhere FP als 16% gerührt (und auch da nur mit wenig Shea (1%) als Buttern).
Die Methode des hochtourig Rührens geht jedoch nur für Gels ohne Tenside.
Wenn etwas unklar ist, einfach nachfragen :)
Johannisbrotkernmehl hab ich leider keine Erfahrung, tut mir leid :( (vielleicht einfach mal eine ganz kleine Charge damit rühren).
Um zu verhindern, dass sich die Phasen trennen haben Emulsionen häufig einen Gelbildner (O/W) oder ein Salz, das die Wasseroberflächenspannung herabsetzt (W/O). Deine Lieblingshandcreme ist eine der wenigen, die darauf verzichtet.
Liebe Grüße, marie

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 16332
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Helga »

Blume hat geschrieben:
28. März 2020, 20:26
Obwohl ich schon sehr an die Heilwirkung von Pflanzen glaube und denke,dass Stiefmütterchen und Ringelblume schon gut bei meinen Händen wirken.Sie sind extrem trocken und rissig,so dass es früher auch oft blutete.
Ich schätze die Kaufcreme auf vielleicht 40% aber nicht mehr als 50% Fettanteil. Stiefmütterchen und Ringelblume sind sicher sehr gut - was Dir aber am meisten geholfen hat, war das Lanolin :) Wenn das so ist, könntest Du auch
Phytosteryl Macadamiate pur verwenden, z. B. wenn die Haut wieder mal rissig ist und blutet.
Wenn Du dann schon einmal gerührt hast, ein wenig Erfahrung hast, könntest Du Dir auch das Rezept der "Barriereschutz-Basis" (=BSB) ansehen oder "Phytosteryl-Komplex", um die Hautbarriere Deiner armen, geschundenen Hände wieder aufzubauen.
Seit dem ich ausschließlich diese Creme nehme,ist es schon viel besser.Aber es dürfte schon noch mehr fetten.Tatsächlich sind die Hände so trocken dass es direkt einzieht,daher darf/muss es wohl was langsam einziehendes sein.
Mit langsam einziehen ist das so eine Sache, dass man mit fettigen Fingern andere Gegenstände berührt und dies nicht angenehm ist. Mit der richtigen Zusammenstellung, das gesamte Konzept, dürfte es aber kein Problem sein, wenn man schnell einziehende Öle verwendet :). Die Kaufcreme ist sehr einfach gestaltet, mehr als Glycerin und dieses Hydrolisat sind keine Hydratisierer dabei. Das Mandelöl ist eigentlich gut, weil es ein sogenannter "Enhancer" ist, das Wirkstoffe in die Haut einschleust aber ich würde doch verschiedene Öle verwenden, zumindest noch eines das mehr Linolsäure inne hat als das Mandelöl. Oder hauptsächlich Arganöl plus ein anderes Öl, es gibt mehrere Möglichkeiten.

Zusammengefasst würde ich sagen, dass Dir eine fettere Creme nicht mehr hilft, sondern Du brauchst zusätzliche Rohstoffe, die die Hautbarriere stärken und auch Feuchtigkeit spenden und halten. Eine Creme W/O mit vielleicht 30% könnte sogar ein besseres Ergebnis bringen als eine O/W. Ein Gel würde ich für Deine Hände nicht verwenden, es ist zu wenig schützend. Kannst es Dir ja überlegen :)
Ehrlich gesagt freue ich mich sehr aufs selbst rühren
Super :), dann passt das ja :)
Ich hatte mal Mandelöl pur probiert.Das war ganz schrecklich,auf trockenen und nassen Händen und Schienbeinen.Die Haut war wie Pergamentpapier,schuppig und hat gejuckt. Autsch. Seitdem habe ich Angst,Produkte pur zu benutzen.
Vermutlich fehlt Dir auch Feuchtigkeit :). War es Mandelöl aus der Drogerie?, das fühlt sich etwas anders an als unseres aus den Rohstoffshops.
Ich wollte bei diesem Rezept keinen Gelbildner verwenden. Im Wollfettrechner wird auch keiner aufgeführt.Ist er denn hierfür erforderlich?
Nein, alles gut :)
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga


(Hat den Thread eröffnet)
Blume
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 19
Registriert: 26. März 2020, 10:13

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Blume »

Liebe Helga und Marie
ich bin ganz gerührt von Eurer Hilfe.
Vielen lieben Dank dafür!
marie hat geschrieben:
28. März 2020, 21:20
Liebe Blume,
ich hatte von Deinen "Zutaten" auf ne andere Creme (desselben Herstellers) geschlossen :)
Kein Problem.Hatte mich schon gewundert 🤗 Davon gibt es auch eine Lotion,vielleicht war es auch die.

Danke für die ausführliche Erklärung.Jetzt habe ich es besser verstanden,klingt für dem Anfang aber ziemlich kompliziert 😬🙈 Wie Helga schon schrieb,ist halt wenig pflegendes drin.Aber ich behalte es auf jeden Fall im Kopf.
Vielen Dank!
Helga hat geschrieben:
28. März 2020, 21:43

Ich schätze die Kaufcreme auf vielleicht 40% aber nicht mehr als 50% Fettanteil. Stiefmütterchen und Ringelblume sind sicher sehr gut - was Dir aber am meisten geholfen hat, war das Lanolin :) Wenn das so ist, könntest Du auch
Phytosteryl Macadamiate pur verwenden, z. B. wenn die Haut wieder mal rissig ist und blutet.

Ja,das denke ich auch.Ich habe mich nur an den Wollfettrechner gehalten,der alles unter 50% FP gar nicht akzeptiert. Außerdem habe ich auch schon vieles über die Heilwirkung von Lanolin gehört,daher möchte ich auch auf keinen Fall darauf verzichten und dachte,dass ruhig mehr als im Original vorhanden sein darf.🤗

Wie hast Du das denn mit diesen Phytosteryl Macadamiate pur gemeint? Da steht es wäre eine Alternative zu Lanolin?Geht das auch als Ergänzung?Ich möchte auf keinen Fall komplett drauf verzichten.Aber das mit dem Halten der Wasserbarriere klingt sehr interessant.Danke für den Tipp.Welche Konz.wäre für den Anfang zu empfehlen?

Helga hat geschrieben:
28. März 2020, 21:43
Wenn Du dann schon einmal gerührt hast, ein wenig Erfahrung hast, könntest Du Dir auch das Rezept der "Barriereschutz-Basis" (=BSB) ansehen oder "Phytosteryl-Komplex", um die Hautbarriere Deiner armen, geschundenen Hände wieder aufzubauen.

Das klingt sehr kompliziert.Hatte ich mir schonmal durchgelesen.Aber Fu schreibst ja auch,dass es wenn ich Erfahrung haben werde,erst versuchen soll.Ja,gerne.ich speichere es im Hinterstübchen ab 👌

Ich habe wirklich nie fette Finger,nicht mal DIREKT nach dem Eincremen.Daher denke ich ja,dass sie einfach mehr Fett bräuchten.
Aber ja vermutlich brauchen sie auch mehr Feuchtigkeit.deshalb möchte ich ja auch den großen Anteil Glycerin einfügen.

Helga hat geschrieben:
28. März 2020, 21:43
Zusammengefasst würde ich sagen, dass Dir eine fettere Creme nicht mehr hilft, sondern Du brauchst zusätzliche Rohstoffe, die die Hautbarriere stärken und auch Feuchtigkeit spenden und halten. Eine Creme W/O mit vielleicht 30% könnte sogar ein besseres Ergebnis bringen als eine O/W. Ein Gel würde ich für Deine Hände nicht verwenden, es ist zu wenig schützend. Kannst es Dir ja überlegen :)


Und würdest Du denken,dass dann das mit nur Lanolin und Wachs dennoch gänge?Wenn es zu flüssig wäre,fände ich es nicht schlimm,es wäre dann halt eine Art Lotion.Ich dachte nur,dass eine Salbe besser bei rissiger Haut hilft und die kommt ja ganz ohne WP aus.Deshalb hatte ich mehr auf den Fettgehalt geschaut.

Anscheinend muss ich noch sehr viel lernen,was wann/ wie gut ist...😅
Vielleicht rühre ich einfach beides mal und teste was der Haut besser tut.
Für die Lippen komme ich mit Sheabutter und Olivenöl,ohne sonst was,am besten zurecht.deshalb denke ich manchmal,weniger Zutaten sind manchmal.
mehr.
Aber ich habe schon viel von Argan-und Jojobaöl gelesen,habe aber noch keins da.Werde aber darüber nachdenken.

Danke Euch für die Hilfe.
Ganz lieben Gruß,
Simone

Edit:Das Mandelöl war von Primavera,hoffe das darf ich hier schreiben.Hab bei uns in den Läden noch kein anderes entdeckt.hab deshalb jetzt mal Sesamöl besorgt zum testen.Soll laut Heike ja noch tiefer einziehen und wird auch gern als Wirkstoffträger und Madsageöl genommen.Hoffe es hilft 😉
Ganz lieber Gruß
Simone

Benutzeravatar

Mirabella
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 767
Registriert: 11. März 2019, 21:42
Wohnort: Wien

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Mirabella »

Blume hat geschrieben:
29. März 2020, 22:42
Ich dachte nur,dass eine Salbe besser bei rissiger Haut hilft und die kommt ja ganz ohne WP aus.Deshalb hatte ich mehr auf den Fettgehalt geschaut.
Das habe ich auch immer geglaubt. Habe glaub ich ziemlich ähnlich rissig - trockene Hände wie du. Erst hier im Forum ist mir dann klar geworden, dass Fett ohne Feuchtigkeit, die es einscgließen kann, kaum was bringt. Die Haut ist darunter trotzdem trocken. Fett hydratisiert eben nicht, sondern kann nur Feuchtigkeit drin halten, wenn sie denn da ist.
Wenn du also eine reine Fettsalbe verwendest, dann befeuchte die Hände vorher ausreichend und creme ruhig mit leicht feuchter Haut ein.. Wirst den Unterschied sofort merken :)
Der Effekt ist ähnlich wie mit einer W/O Emulsion mit geringerer FP.. Sehr angenehm!
"Ich freu mich wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." (Karl Valentin)

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 16332
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Helga »

Blume hat geschrieben: Wie hast Du das denn mit diesen Phytosteryl Macadamiate pur gemeint? Da steht es wäre eine Alternative zu Lanolin?Geht das auch als Ergänzung?
Ja, sicher :) Lanolin lässt sich pur schwer auftragen, ist zu zäh und zu klebrig, Phyto Mac hat die Konsistenz einer Butter, lässt sich gut auftragen.

Ich würde sagen, bevor ich Dich noch viel mehr verwirre, lasse ich Dich ein bisschen einlesen :wink:
Und würdest Du denken,dass dann das mit nur Lanolin und Wachs dennoch gänge?Wenn es zu flüssig wäre,fände ich es nicht schlimm,es wäre dann halt eine Art Lotion.Ich dachte nur,dass eine Salbe besser bei rissiger Haut hilft und die kommt ja ganz ohne WP aus.Deshalb hatte ich mehr auf den Fettgehalt geschaut.
Ich glaube, dass Salben nur kurzfristig helfen, längerfristig würde ich zu einer Art Lotion tendieren :)
Anscheinend muss ich noch sehr viel lernen,was wann/ wie gut ist...😅
Vielleicht rühre ich einfach beides mal und teste was der Haut besser tut.
Super Idee :gut:
Für die Lippen komme ich mit Sheabutter und Olivenöl,ohne sonst was,am besten zurecht.deshalb denke ich manchmal,weniger Zutaten sind manchmal. mehr.
So wenig wie möglich, so viel als nötig :wink: das ist schon richtig, nur wenn Du überlegst dass Lippenhaut ganz anders beschaffen ist als die Haut im Gesicht oder an den Händen, die Beanspruchung völlig unterschiedlich ist, dann kannst Du Dir auch vorstellen, dass einzelne Areale unseres Körpers verschieden gepflegt sein wollen :wink:
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga


(Hat den Thread eröffnet)
Blume
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 19
Registriert: 26. März 2020, 10:13

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Blume »

Hallo Mirabella,
das ist wirklich lustig. Ich hatte gestern vorm zubett gehen die selbe Idee und bin total erstaunt wie viel besser es war! Es dauerte ca.1,5-2Min.bis es eingezogen war und schon direkt danach und auch noch Stunden später,war die Haut ganz weich und das Gefühl völlig anders als sonst! Echt erstaunlich.
Das werde ich auf jeden Fall so weiter testen.

Lieben Gruss,
Simone
Ganz lieber Gruß
Simone


(Hat den Thread eröffnet)
Blume
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 19
Registriert: 26. März 2020, 10:13

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Blume »

Hallo Helga,
dankeschön.
Ich hatte dieses Mac nur als Pulver gefunden und mich daher gewundert.Dann schaue ich mal nach.
Viele schwören ja auch auf Sheabutter pur,das ist aber net so meins.
Ja,natürlich weiß ich,dass die Haut anders ist und andere Pflege braucht.Deshalb bin ich ja auch für die Lippen damit zufrieden und für die Hände nicht 😂
Ich bin schon ganz aufgeregt und freu mich aufs rühren und testen.Leider zieht das Öl erst 8 Tage und das Glycerin ist auch noch net da.Also daher heißt es doch noch warten...😖

Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

LG Simone
Ganz lieber Gruß
Simone

Benutzeravatar

marie
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 562
Registriert: 29. Oktober 2019, 22:15

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von marie »

Liebe Blume,
Du könntest ja fürs Erste einfach mit den entsprechenden Ölen (ohne Mazerat) rühren/testen (so spürst Du schon mal, wie sich die Öle auf Deiner Haut anfühlen und was sie als Öle ohne Wirkstoffe in Deiner Emulsion bewirken).
Zudem gelingen erste Rührversuche ja häufig nicht so wirklich besonders gut weil die Erfahrung fehlt :) (daher ist häufiges Rühren/sich üben recht nützlich).
Liebe Grüße, marie


(Hat den Thread eröffnet)
Blume
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 19
Registriert: 26. März 2020, 10:13

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Blume »

Hallo Marie,
Ja das werde ich morgen mal testen. Vielleicht erstmal als Salbe,dann habe ich lein Halbarkeitsproblem,da wasserfrei und dann kann ich ja über die nassen Hände Feuchtigkeit zugeben. Wenn das Glycerin kommt,werde ich dann mal eine Creme probieren,vom wissenschaftlichen Aspekt her müsste ich da eine mit und eine ohne Wirkstoffe machen dann kann ich am ehsten raus finden was genau der Haut gut tut. Der nächste Schritt wird dann die Anpassung des Fett-/Wassergehalts werden.

Danke und lieben Gruß,
Simone
Ganz lieber Gruß
Simone

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 16332
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Helga »

Blume hat geschrieben:
30. März 2020, 08:16
Ich hatte dieses Mac nur als Pulver gefunden
Simone, das muss was anderes sein, Phytosteryl Macadamiate ist kein Pulver :) wen ich wieder am PC sitze verlinke ich.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

Manjusha
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 4058
Registriert: 6. März 2015, 05:26

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Manjusha »

Liebe Grüße
Manjusha

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 16332
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Unklarheiten beim ersten Creme-Rühren

Ungelesener Beitrag von Helga »

Danke Du Schatz Du :)
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Antworten