Lecithinseife

Farben, Formen, Düfte – hier zeigen sich Seifen von ihrer schönsten Seite. Es darf mit allen Sinnen genossen und nachgesiedet werden.

Moderator: Birgit Rita

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Gloa
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Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 15. Juli 2019, 14:02

k-IMG_20190715_122109__01.jpg

Hallo liebe Seifler,
diesmal ist es eine Seife mit Eigelb ( 3 bei einer GFM von 800g ) geworden.
Weitere Zutaten sind 25% Kokos, 25% Olive, 20% Reiskeim, 25% unraffiniertes Bio- Palmöl, 5% Rizi und 2g Seide. UL 10
Kein Duft, keine Farbe.
Die heftige Gelphase ist farblich noch deutlich erkennbar. Das wird auch bleiben, denn gesiedet habe ich vor 3 Wochen.
Hoffe, sie gefällt Euch !

Ist es möglich, die Laugenflüssigkeit teilweise oder ganz durch Eiweiss zu ersetzen ? Also Eiweiss und Eigelb.
Oder wäre das zu viel des "Guten" ?
Vielleicht hat jemand Erfahrung ?

Herzlichst Gloa
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Diyanna
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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Diyanna » 15. Juli 2019, 15:02

Durch das Palmöl hat deine Seife eine wunderschöne Farbe. :gut:
Ist schon etwas länger her, da habe ich ganze Eier (als Mayonnaise gerührt) in den fertigen Seifenleim gegeben, die Laugenflüssigkeit aber entsprechend reduziert.
Meiner Meinung nach müsste es schon möglich sein, wenigstens teilweise, wird aber wahrscheinlich unangenehm riechen.
Herzliche Grüße
Diyanna

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Ulrike
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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 15. Juli 2019, 15:33

Mir fehlt es völlig an Kenntnissen zum Thema Seife sieden. Und trotzdem möchte ich meine Bedenken äußern: Rohe Eier in Seife verarbeiten? Der Gedanke lässt mich erschaudern. Lecithin kann man doch auch andern hineinbekommen.

Ulrike, die sich gerne belehren lässt.
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Manjusha
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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Manjusha » 15. Juli 2019, 15:59

( @Ulrike :Ich persönlich verwende keine Eier, wenn dann würde ich sie essen, aber machen kann man das schon, es gibt ja auch die berühmte Eiweißseife, wenn ich nicht irre hat Frau Filidibus mal eine gemacht!)

Schön geworden ist sie auf jeden Fall, liebe Gloa! :sunny:
Liebe Grüße
Manjusha


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 15. Juli 2019, 16:14

Hallo Diyanna,
lieben Dank für den positiven Kommentar und das Teilen Deiner Erfahrung mit "Ei" in der Seife.

Herzlichst Gloa


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 15. Juli 2019, 16:25

Hallo Ulrike,
es ist durchaus möglich, mit Hilfe von Eigelb Lecithin in die Seife zu bringen. Unter anderem habe ich
die Info. aus dem Buch von Petra Neumann. Auch der Einsatz von Eiweiss als Laugenflüssigkeit ist möglich, z. Bsp.
bei der schwedischen Rosenseife.
Habe aber keine Kenntnis darüber, ob man Eigelb und Eiweiss in einer Seife kombinieren kann. Meine Recherche dazu brachte
keine Resultate.

Herzlichst Gloa


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 15. Juli 2019, 16:38

Schön, dass die Seife Dich anspricht, liebe Manjusha.
Wollte einfach mal probieren, wie sich das Lecithin in der Seife anfühlt.
Das sind auch die ersten Eier, die nicht in unserem Mund landen. :!:

Herzlichst Gloa

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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Nine » 15. Juli 2019, 16:42

Hallo zusammen,

ich habe wohl von allen in diesem Thread die geringste Ahnung vom Seifensieden ;-) , aber ich verstand Ulrikes Frage mit Bezug auf die Hygieneproblematik, die in der Verabreitung von rohen Eiern liegt (besonders Salmonellen). Ist die Temperatur, die beim Verseifen entsteht, ausreichend lange ausreichend hoch, um Salmonellen wirksam zu bekämpfen? Die Biester sind ja doch recht widerstandsfähig... :schock:

Gruß, Nine


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 15. Juli 2019, 16:56

Hallo Nine, eine interessante Frage.
Vermute, dass die Lauge die Salmonellen abtötet, nicht mittels Hitze, sondern aufgrund der chemischen
Zusammensetzung. Bin aber nicht vom Fach.
Ich gehe davon aus, dass Frau Neumann sonst in ihrem Buch anders berichtet hätte.
Vielleicht hat noch jemand eine Idee ?

Herzlichst Gloa

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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Kessia » 15. Juli 2019, 17:32

Hallo Gloa,
Eiweiß direkt in die Lauge würde ich nicht machen, denn wie bei Milch auch, fängt das tierisch an zu stinken, weil die Milch (das Eisweiß der Milch) gerinnt.

Einige Seifensieder gefrieren die Milch vorher in Eiswürfel, damit das nicht passiert und fügen so das NaOH der gefrorenen Milch zu.

Ich mache das bei Milch und Joghurt usw. immer so, das ich die Lauge 1:1 anrühre und den Rest des Wassers mit Milch oder anderem austausche und erst nach dem emulgieren in den Seifenleim püriere. Das geht, finde ich, einfacher, stinkt nicht, ich brauch nichts einfrieren und die Seife kann hinterher gelen ohne das die müffelt usw.

Deine Seife hat eine tolle Farbe und sieht schön glatt aus. :rosefuerdich:
Man muß das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)

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Manjusha
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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Manjusha » 15. Juli 2019, 17:57

Nine hat geschrieben:
15. Juli 2019, 16:42
... aber ich verstand Ulrikes Frage mit Bezug auf die Hygieneproblematik, die in der Verabreitung von rohen Eiern liegt (besonders Salmonellen).
So habe ich es auch verstanden, deshalb erwähnte ich Frau Flidibus, da ich nicht annehme, dass Sie seither mit einer chronischen Salmonellenvergiftung rumläuft, oder es uns dann wenigstens mitgeteilt hätte. :superirre: :D
Was da in der Seife passiert, weiß ich leider auch nicht, aber scheinbar kämpft die Lauge alles nieder.... :boxer: :winke:
Liebe Grüße
Manjusha

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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 15. Juli 2019, 18:03

Nine hat geschrieben:
15. Juli 2019, 16:42
Hallo zusammen,

ich habe wohl von allen in diesem Thread die geringste Ahnung vom Seifensieden ;-) , aber ich verstand Ulrikes Frage mit Bezug auf die Hygieneproblematik, die in der Verabreitung von rohen Eiern liegt (besonders Salmonellen). Ist die Temperatur, die beim Verseifen entsteht, ausreichend lange ausreichend hoch, um Salmonellen wirksam zu bekämpfen? Die Biester sind ja doch recht widerstandsfähig... :schock:

Gruß, Nine
Danke, liebe Nine, genau das war meine Sorge.

Ulrike
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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Diyanna » 15. Juli 2019, 20:34

Hatte damals keine Bedenken Eier in einer Seife zu verwenden. Eier werden doch oft und reichlich auch roh (Tiramisu, Mayonnaise etc.) oder weich gekocht als Frühstückseier verzehrt, von daher wären sie wirklich so stark mit Salmonellen belastet, würde man doch viel häufiger von Vergiftungen hören. Meiner Meinung nach sind das Einzelfälle, aber das muss jeder selbst entscheiden.
Meine waren ganz frisch vom Huhn und von mir schon mehrfach (auch fast roh) verspeist worden und hatte deshalb keine Bedenken wg. der Hygiene.
Übrigens hab gerade mal geschaut, die Seifen sind noch völlig in Ordnung, waschen sich auch angenehm, gesiedet habe ich sie vor über 1,5 Jahren.
Herzliche Grüße
Diyanna


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von MissPingle » 15. Juli 2019, 20:40

Ich habe Eier selbst noch nicht in der Seife verarbeitet, sondern bislang nur darüber gelesen.
Es soll wohl möglich sein Eiweiß direkt als Laugenflüssigkeit zu verwenden. Es soll sich wohl erst verfestigen - so wie geronnenes Eiweiß eben - wenn man vorsichtig und beharrlich die Lauge weiter rührt, soll es aber wohl wieder flüssig werden.
Eigelb kann man wohl direkt zum Seifenleim geben.
Doch wie gesagt, das sind nur Erfahrungsberichte, die ich gelesen habe, ich hab es noch nicht selbst probiert (hab Angst vor dem Geruch in der Lauge)

Wegen etwaiger Salmonellen in der Seife braucht man sich keine Sorgen zu machen, die überleben die Lauge nicht.
Liebe Grüße von Doreen

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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von lavendelhexe » 15. Juli 2019, 20:46

Schöne Seifen! :love:
Berichtest du mal, wie sie sich wäscht und ob du das Lecithin irgendwie spürst? Aufgrund der Fettzusammenstellung sollte sie aber eh wunderbar sein....
Liebe Grüßlis,
Lavendelhexe

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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von MimiMattoni » 16. Juli 2019, 15:17

Ja, man kann Eier (nur Eigelb, nur Eiweiß oder Ei komplett) gut im Seifenleim unterbringen. Schwedische Eiweißseife zB hat ´ne tolle Haptik und wäscht sich wunderbar schaumig ... allerdings dauert es ne Weile bis - trotz Beduftung - der schweflige Geruch verschwunden ist... :) und genau: Die Lauge überlebt kein Salmonellchen.

Besonders Haarseifen lassen sich mit Ei aufpeppen und wenn es um Lecithin geht, dann lässt sich das auch einfacher direkt in Seifen versenken.

Gloa: wird ne ganz tolle Seife, hübsch ist sie ja schon!
LG von MimiMattoni


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 16. Juli 2019, 15:52

Danke für die nette Rückmeldung, liebe Kessia.

Milch habe ich als Laugenflüssigkeit noch nicht eingesetzt, jedoch schon einiges drüber gelesen.
Dankeschön auch für die ausführliche Handhabung von Milch. Auf welche Art und Weise ich nun Eiweiss in der Seife unterbringe,
ehrlich gesagt.... hab mir noch keine Gedanken gemacht. Vielleicht könnte man es ähnlich der Milch handhaben ?!

Die Eigelbe habe ich im Vorfeld mit einem Teil Öl ( der GFM ) zu einer Mayonaise gerührt und vor Zugabe der Lauge gut in die
geschmolzenen Fette eingearbeitet. Das hat super geklappt. Nach Zugabe der Lauge machte sich ein strenger Geruch breit.
Während der heftigen Gelphase vertiefte sich der Geruch dann nochmal entsprechend.

Herzlichst Gloa


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 16. Juli 2019, 16:03

Manjusha hat geschrieben:
15. Juli 2019, 17:57
Was da in der Seife passiert, weiß ich leider auch nicht, aber scheinbar kämpft die Lauge alles nieder.... :boxer: :winke:
MissPingle hat geschrieben:
15. Juli 2019, 20:40
Wegen etwaiger Salmonellen in der Seife braucht man sich keine Sorgen zu machen, die überleben die Lauge nicht.
Ja, da bin ich ganz bei Euch !!
Danke für die Rückmeldungen.

Herzlichst Gloa


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 16. Juli 2019, 16:57

lavendelhexe hat geschrieben:
15. Juli 2019, 20:46
Schöne Seifen! :love:
Berichtest du mal, wie sie sich wäscht und ob du das Lecithin irgendwie spürst? Aufgrund der Fettzusammenstellung sollte sie aber eh wunderbar sein....
Dankeschön, liebe Lavendelhexe.

Ein Stück habe ich gestern nach 3 Wochen Lagerzeit angewaschen. Neugierde und Ungeduld waren doch übermächtig.
Es entwickelt sich viel Schaum, ganz fein und cremig. Wunderbares Gefühl an den Händen.
Ob es nun allein dem Lecithin geschuldet ist.....definitiv kann ich es nicht sagen.
Das rote Palmöl blutet, wie erwartet, aus. Gut, dass ich keine weissen Handtücher habe. :)

Herzlichst Gloa


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 16. Juli 2019, 17:15

MimiMattoni hat geschrieben:
16. Juli 2019, 15:17
Ja, man kann Eier (nur Eigelb, nur Eiweiß oder Ei komplett) gut im Seifenleim unterbringen. Schwedische Eiweißseife zB hat ´ne tolle Haptik und wäscht sich wunderbar schaumig ... allerdings dauert es ne Weile bis - trotz Beduftung - der schweflige Geruch verschwunden ist... :) und genau: Die Lauge überlebt kein Salmonellchen.
Hallo MimiMattoni,
freut mich, dass Dich das Seifchen anspricht. Danke.
Hast Du schon so eine schwedische Eiweißseife gemacht ?
Auch bei meiner Seife war der unangenehme Geruch lange präsent, zumal ich keine Beduftung habe.

Herzlichst Gloa

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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von flidibus » 16. Juli 2019, 19:04

Schöne Seife!
Ich habe sowohl Eiweiß als auch ganzes Ei (war mir in der Packung zerbrochen) schon verseift. Werden schöne cremig schäumende Seifen, hygienisch unproblematisch, da die Lauge die potentiellen Keime niedermacht.
Eiweiß kann als Laugenflüssigkeit verwendet werden, das ganze Ei hab ich in den Seifenleim gerührt.
Liebe Grüße
Flidibus


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 16. Juli 2019, 22:03

Dankeschön für Deinen Erfahrungsbericht, liebe Flidibus.

Herzlichst Gloa

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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von lavendelhexe » 16. Juli 2019, 23:24

Gloa hat geschrieben:
16. Juli 2019, 16:57
Es entwickelt sich viel Schaum, ganz fein und cremig. Wunderbares Gefühl an den Händen.
Ob es nun allein dem Lecithin geschuldet ist.....definitiv kann ich es nicht sagen.
Dankeschön. Hm, ich habe zuviel Lysolecithin gekauft, vielleicht verseife ich davon mal etwas. :gruebel:
Liebe Grüßlis,
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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Diyanna » 17. Juli 2019, 21:13

lavendelhexe hat geschrieben:
16. Juli 2019, 23:24
Gloa hat geschrieben:
16. Juli 2019, 16:57
Es entwickelt sich viel Schaum, ganz fein und cremig. Wunderbares Gefühl an den Händen.
Ob es nun allein dem Lecithin geschuldet ist.....definitiv kann ich es nicht sagen.
Dankeschön. Hm, ich habe zuviel Lysolecithin gekauft, vielleicht verseife ich davon mal etwas. :gruebel:
Das würde ich auch gerne mal probieren, aber wie sieht es da mit dem pH-Wert aus? Kann das in der Seife überhaupt "wirken", da doch der pH-Wert viel zu hoch wäre?
Herzliche Grüße
Diyanna

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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von lavendelhexe » 17. Juli 2019, 23:23

Diyanna hat geschrieben:
17. Juli 2019, 21:13
Kann das in der Seife überhaupt "wirken", da doch der pH-Wert viel zu hoch wäre?
Von einer Seife erwarte ich nur milde Reinigung, mehr nicht. Wenn das Lecithin also einen cremigen Schaum unterstützt, bin ich zufrieden. :) Und es macht ja doch Spaß, diverses Zeug zu verseifen. :happy:
Liebe Grüßlis,
Lavendelhexe

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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Diyanna » 18. Juli 2019, 10:06

lavendelhexe hat geschrieben:
17. Juli 2019, 23:23
Diyanna hat geschrieben:
17. Juli 2019, 21:13
Kann das in der Seife überhaupt "wirken", da doch der pH-Wert viel zu hoch wäre?
Von einer Seife erwarte ich nur milde Reinigung, mehr nicht. Wenn das Lecithin also einen cremigen Schaum unterstützt, bin ich zufrieden. :) Und es macht ja doch Spaß, diverses Zeug zu verseifen. :happy:
OK, alles klar, danke für die Info. :gut:
Herzliche Grüße
Diyanna

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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich » 21. Juli 2019, 12:05

Verseifung ist ja bekanntlich Esterspaltung im basischen Mileu mit anschließender Salzbildung. Wenn das bei Triglyceriden so gut funktioniert, funktioniert es vielleicht auch bei den Phosphoglyceriden (wie zum Beispiel Phosphatidylcholin), aus denen das Lecithin nämlich besteht?
:lupe:
Anders gefragt: Was bleibt vom Lecithin nach erfolgter Verseifung überhaupt noch übrig? Ein Phosphoglycerin mit Salzbildung am Phosphatrest - ohne Kopfgruppe (zum Beispiel Cholin) und Fettsäuren?
:gruebel:


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Liriophe » 4. August 2019, 14:15

Ich habe auch schon beides in Seife versenkt, allerdings noch keine reine Eiweißlauge. Eiweiß habe ich aufgeschlagen, dass ein noch leicht flüssiger Schaum entstand. So läßt es sich für mich leichter mit dem Leim vermischen. Eigelb habe ich direkt in die Öle püriert. Sind beides schöne Seifen geworden, für mich aber eine einmalige Sache. Ich liebe aber Seifen mit komplett Milch als Laugenflüssigkeit, dazu friere ich Ziegenmilch ein. Dann stelle ich den Laugentopf noch in eine Wanne mit eiskaltem Wasser in dem eine gute Ladung Eiswürfel schwimmen. Wenn man dann NaOH nur langsam Schrittweise (damit es zwischendurch wieder abkühlen kann) dazu gibt, fängt es auch nicht an zu stinken.


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Re: Lecithinseife

Ungelesener Beitrag von Gloa » 11. August 2019, 19:43

Hallo Liriophe,
wollte einfach mal wissen, wie sich Eigelb in der Seife anfühlt. Wunderbar :) , kann ich nur sagen.
Milch habe ich noch nicht als Laugenflüssigkeit genutzt, werde ich nun auch mal angehen.
Lieben Dank für Deine Anleitung.

Herzlichst Gloa

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