An die optimale Creme herantasten

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Moderator: Helga

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topo
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An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von topo » 10. Juni 2019, 19:11

Hallo zusammen,
ich bin Anfängerin und je mehr ich hier lese desto mehr verwirrt es mich, die besten Kombinationen zu finden. :gruebel:

50+, meine Haut ist feuchtigkeitsarm/schuppt und neigt zu Mitessern v.a. an der Nase - Stirn und Kinnbereich sind weniger betroffen.

Begonnen habe ich mit Heikes Feuchtigkeitscreme (Buch S174). Ich hatte in den ersten Stunden nach dem Auftragen ein masekenhaftes Gefühl. Wie empfohlen hatte ich ein besseres Gefühl mit einer entsprechen Befeuchtung der Haut vor dem Auftragen. Im zweiten Versuch habe ich die Kakaobutter durch Sheabutter ersetzt. Beim Auftragen ein deutlich angenehmeres Gefühl. Angenehm zu tragen - doch optisch zeigen sich nun erweiterte Poren und ich bilde mir ein, dass sich die Talgproduktion auch wieder erhöht.

Beim Versuch die richtigen Ansatzpunkte für eine Veränderung der Creme zu finden, verliere ich den Überblick und bin erschlagen von all den Beiträgen:

1.) Wasserphase erhöhen
2.) Zusammensetzung der Fettphase verändern oder reduzieren
3.) weitere feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe? Urea hätte ich auch da
4.) anderer Emulgator? Montanov 68 (wird im Gesicht weniger empfohlen), EmulsanII, Lysolecithin, Glycerinstearate SE (reagiert aber sensibel auf Säuren und Salze?)

Hier mal das Rezept
30 % Fettphase (15 g)
Öle, Buttern und Wachse (13.5 g | 27 %):
1.5 g Jojobaöl (3 %)
5.5 g Mandelöl (11 %)
3 g Arganöl (6 %)
1.5 g Squalan (3 %)
2 g Sheabutter (4 %)
Emulgatoren/Konsistenzgeber (1.5 g | 3 % | 10 % der Fettphase¹)
1.5 g Xyliance (3 %)

70 % Wasserphase (35 g)
Wirkstoffe (2 g | 4 %):
1 g Glycerin (2 %)
1 g Sodium PCA (2 %)
Hilfs- und Zusatzstoffe (1.5 g | 3 %):
1 g Xanthan (2 %)
0.5 g Rokonsal (1 %)
1 gt Milchsäure
31.5 g Wasser (63 %)

Ansonsten bietet das Lager noch Avocadin, Beeren- und Blütenwachse, Bienenwachs, Cetylalkohol, Nachtkerzenöl, Vitamin E und D-Panthenol sowie Alpha Bisabolol.
Ich möchte jedenfalls gerne bei der Cremekonsistenz bleiben - mit Zipfelmützchen und so

Vielleicht mag sich jemand meiner annehmen - ich schreib schon mal Danke.

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Positiv
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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Positiv » 10. Juni 2019, 20:09

Hallo topo,
hast Du schon in den Basisinfos gelesen? Dort bekommst Du sehr viele Hinweise und Tips. klick
Du kannst hier auch Basisrezepturen lesen.
Liebe Grüße Karin

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Odorante
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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Odorante » 10. Juni 2019, 20:23

Liebe Topo, ich mache gerade denselben Prozess durch und probiere, die für mich geeignete Pflege zu konzipieren. Ich denke, ich werde noch lange brauchen, ehe alles stimmt. Das stört mich aber nicht, es macht mir Freude. Ich würde Dir gern einen ganz konkreten Rat geben, aber ich stecke nicht in Deiner Haut. Hast Du schon die Empfehlungen von Heike hier gelesen? Das hat mich sehr beruhigt und ermutigt. Vielleicht geht es Dir genauso, ich drücke Dir die Daumen. Wenn Du trotzdem persönliche Erfahrungen von mir möchtest, melde Dich bitte. :hallo:
Herzliche Grüße von Almut.


"Kein Sternenziel ist dir gegeben, der Weg ist Ziel, der Weg heißt Leben."
H. Meise


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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von topo » 10. Juni 2019, 21:20

Hallo Positiv :hallihallo:
ja, viele Beiträge kenne ich bereits aus Heikes Büchern - leider konnte ich daraus keine eindeutige Handlungsempfehlung für mein spezifisches Problem ableiten - hier hoffe ich, dass durch praktisches Arbeiten sich einige Knoten lösen.

Unterlagerungen sind - soweit ich gelesen habe -sind nicht gleich zu setzen mit erhöhter Talgproduktion sonst würde dieser Abschnitt hier passen, der auch im Buch ähnlich zu finden ist:
Sie sind an sich völlig zufrieden, aber Sie entdecken kleinere Unterlagerungen, die Sie sich nicht erklären können? Hier ist eventuell der Grad der Okklusion für Ihren Hautzustand bereits zu hoch. Wählen Sie z. B. ein Emulsionssystem auf Grundlage der Phospholipidbasis oder ein leichtes Fluid mit Emulprot® und Phospholipon® 80 H. Alternativ kann es als Provisorium reichen, 1–2 % Lipodermin in das fertige Produkt zu ergänzen, es aufzubrauchen und die nächste Charge entsprechend geändert herzustellen. Vor allem Fettalkohole und zu hohe Fettphasen führen schnell zu Unterlagerungen.
Phospholipon und Emlprot hab ich nicht. Lipodermin (Naptide II) findet sich leider auch nicht in der Kükenküche.
An anderer Stelle wird über eine Basiscreme mit 3% Glycerin geschrieben - sollte ich einfach das Glycerin erhöhen? War es falsch, mit 2% Glycerin zu starten?

Sollte ich die Fettphase nicht nur reduzieren sondern vielleicht besser die Öle verändern? In den Beispielen für Ölmischungen finde ich anstelle von Mandelöl (B1) auch Avocadoöl bzw. auch Weizenkeimöl (B3) und Granatapfelsamenöl (W-3) oder Aprikosenkernöl (B1), Macadamianussöl (B1) und Phytosteryl Macidamiate, das könnte ich durch Avocadin ersetzen. Arganöl (B2) wird dann auch wiederum als Ölmischung Nacht empfohlen.

Und alles zusammen klingt für mich leider noch furchtbar verwirrend, vielleicht hat ja jemand einen Tipp wie ich mich langsam aus diesem Dschungel befreien kann.


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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von topo » 10. Juni 2019, 21:25

Hallo Odorante,
gut zu wissen, dass frau nicht allein im Dschungel ist :knutscher:

Hast Du ein bestimmtes Muster, nach dem Du vorgehen möchtest?

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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Beauté » 10. Juni 2019, 21:56

Liebe Topo
Ich würde die Fettphase optimieren: runter auch 25%, Sheabutter weg, Mandelöl reduzieren. Die Wasserphase mit ihren Wirkstoffen belassen, ausser Xanthan runter auf 0.2%, 2% ist total überdosiert (war das das maskenhafte?). Anpassen der Wirkstoffe im 2. Schritt.
Deine Aussage oben führt mich eher zu mehr Feuchtigkeit als mehr Fett.

Kennst Du den Artikel auf ON "Die richtige Pflege finden"? Der erklärt das beste Vorgehen. Sorry kann gerade nicht verlinken...

LG - Beauté
Carpe diem!


Mathew
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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Mathew » 10. Juni 2019, 22:12

Hallo topo,

feuchtigkeitsarme/schuppige Haut, die zu Mitessern neigt, das ist keine schöne Kombination. Geeignete Peelings und Masken mit Heilerde könnten dir da weiterhelfen. Ich sehe das wie Beauté, reduziere die Fettphase der Creme. Trockene Haut braucht vor allem eines, nämlich Feuchtigkeit. Neroli- oder Rosenwasser wirken da unterstützend. Und neben den üblichen Hydrasierern (Glycerin usw.) gibt es eine ganze Reihe von Wirkstoffen, z.B. Extrakte, die trockener Haut gut tun. Urea könntst du auch nehmen, dann solltest du aber einen pH-Wert Puffer mit Natriumlaktat und Milchsäure in die Creme einbauen. Ich würde Urea deswegen weglassen.
Herzliche Grüße
Mathew


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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von topo » 10. Juni 2019, 22:28

Liebe Beauté,
vielen Dank für Deine Anmerkungen - das sind wirklich sehr hilfreich Aussagen für mich. Shea weg, Mandelöl reduzieren. Somit ergibt sich eine veränderte Zusammensetzung. Weitere Details kann ich nun wieder in den Ölportraits und Fettsäuremustern nachschlagen.

Das maskenhafte war mit Kakaobutter, die ich im zweiten Anlauf durch Sheabutter ersetzt habe, was deutlich angenehmer war.
Beim nochmaligen Erfassen des Rezeptes für den Eingangspost ist mir leider der Kommafehler mit Xanthan passiert :argverlegen: Es sind nur 0,1g -> ich adaptiere gleich im Eingangspost. Gerührt habe ich mit 0,1 g / 0,2%

Den Beitrag kenne ich - er entspricht auch der Stelle im Buch (S170), die mich dazu bewogen hat, mich in diese Runde zu trauen. Da ich mir nicht sicher war, ob ich Unterlagerungen mit erhöhter Talgproduktion gleich setzen kann.


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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von topo » 10. Juni 2019, 22:38

topo hat geschrieben:
10. Juni 2019, 19:11
Leider hat bei der nochmalige Erfassung des Rezeptes im Eingangspost der Tippfehlerteufel zugeschlagen.

Hier nun das Rezept, das ich gerührt habe:

30 % Fettphase (15 g)
Öle, Buttern und Wachse (13.5 g | 27 %):
1.5 g Jojobaöl (3 %)
5.5 g Mandelöl (11 %)
3 g Arganöl (6 %)
1.5 g Squalan (3 %)
2 g Sheabutter (4 %)
Emulgatoren/Konsistenzgeber (1.5 g | 3 % | 10 % der Fettphase¹)
1.5 g Xyliance (3 %)

70 % Wasserphase (35 g)
Wirkstoffe (3 g | 6 %):
1 g Glycerin (2 %)
1 g Sodium PCA (2 %)
1 g Natriumlaktat (2%) - fehlte

Hilfs- und Zusatzstoffe (1.5 g | 3 %):
0.1 g Xanthan (0,2 %) - Kommastelle falsch
0.5 g Rokonsal (1 %)
1 gt Milchsäure

31.5 g Wasser (63 %)


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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von topo » 10. Juni 2019, 22:44

Mathew hat geschrieben:
10. Juni 2019, 22:12
Neroli- oder Rosenwasser wirken da unterstützend. Und neben den üblichen Hydrasierern (Glycerin usw.) gibt es eine ganze Reihe von Wirkstoffen, z.B. Extrakte, die trockener Haut gut tun. Urea könntst du auch nehmen, dann solltest du aber einen pH-Wert Puffer mit Natriumlaktat und Milchsäure in die Creme einbauen. Ich würde Urea deswegen weglassen.
Hallo Mathew,
oh vielen Dank, Rosenwasser hätte ich da. Das mit dem Puffern muss ich nochmals im Detail nachlesen. Ich erinnere mich, dass ich hier bereits mehrere Einsteiger-Beiträge gefunden habe.

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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Ame » 11. Juni 2019, 08:02

nur eine kurze Zwischenfrage - mit den Mitessern meinst du Komedome, oder?
Falls schon, sind Enzympeeling und Linolsäurehaltige Öle (samt ungesättigten Lecithinen, halt den Produkt mit einem Antioxidans für diese Jahreszeit schützen und für die Nachtpflege ein zusätzliches Ölserum rühren) die Schlüsselwörter. Keine Stearinsäure, was auch die Emulgatoren und Konsistenzgeber (Koemulgatoren) betrifft - das schließt im Fall deines Rezeptes sowohl Sheabutter als auch Xyliance aus

von deinen Emulgatoren eignen sich Emulsan und Lysolecithin hervorragend, für eine höhere Viskosität kannst mit Cetylalkohol aushelfen

Für eine höhere feuchtigkeitsbindende Wirkung gehts nur mit mehr hydratisierenden Wirkstoffen, Glycerin würde ich mit 3-4% einsetzen, Sodium PCA ist schon toll, Urea unbedingt mit an Bord nehmen.

das Puffern wird viel zu befürchtet, aber eigentlich grundlos - es reicht sich die Pufferlösung auf Vorrat herzustellen, beide notwendigen Rohstoffe hast du eh am Lager. Dann kann nichts schief gehen. Es wäre wirklich sinnvoll, Urea ist bei dem Hautbild auch ein toller Rohstoff! Der Bonus, beide Rohstoffe hydratisieren zusätzlich, also zwei Fliegen auf einen Schlag!

Und nur am Rande - ich würde dafür plädieren, dass dir die Wirkung eines Pflegeproduktes wesentlich wichtiger wird als dessen Konsistenz :brille:
Liebe Grüße,
Ame

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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Odorante » 11. Juni 2019, 08:06

Liebe Topo,
genau wie in den vorangegangenen Beiträgen beschrieben, habe ich drei Baustellen: ich möchte die ideale Fettphasenzusammensetzung, die optimale Feuchtigkeitsspender-/Wirkstoffmischung und die sinnvollste Emulgatorenkombination finden. Dabei richte ich mich nach den Empfehlungen in Heikes Buch und Internetseite, bin aber im Moment noch weit entfernt vom angestrebten Endergebnis.
Hier wenigstens ein kleiner individueller Eindruck: zur Zeit gefällt meiner Haut, dass Lysolecithin schnell Wasser frei gibt. Dadurch fühlen sich meine Wangen den ganzen Tag gut versorgt an (dort spannte es). Ich verwende eine 20% FP und 2% Lysolecithin+1% Phospholipon. Mit dieser Kombination werde ich weiterhin testen. Es bleibt also spannend. :kleinehexe:
Herzliche Grüße von Almut.


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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Andrea- » 11. Juni 2019, 20:19

Im großen und ganzen habe ich die selben Erfahrungen wie Ame gemacht und schließe mich an :)
Ich würde die FP jedenfalls reduzieren, vielleicht mal 15%, und eher mit Wirkstoffölen am Abend arbeiten. Johannisbeersamenöl auf einem befeuchtenden Gesichtswasser ist toll, Traubenkernöl,,,, Lipodermin ist bei mir ein Muss ebenso wie Urea, Natriumlaktat, Glycerin, Sodium PCA und auch Nicotinamid(habe aber nicht alles in einem Produkt :) ).
Falls du das Gefühl haben solltest es ist zu wenig Fett, dann kannst du ja zusätzlich einen Tropfen Öl auftragen und das nächste Mal die FP erhöhen.
Liebe Grüße, Andrea-


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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von topo » 11. Juni 2019, 21:09

Ame hat geschrieben:
11. Juni 2019, 08:02
nur eine kurze Zwischenfrage - mit den Mitessern meinst du Komedome, oder?
ja genau

Liebste Ame
ich bin hin und weg von Deinen Ausführungen - glasklare Ansage. :knutscher: herzlichen Dank

Ich arbeite dran, möglichst rasch zu lernen.


Ninaki
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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Ninaki » 12. Juni 2019, 12:28

topo hat geschrieben:
10. Juni 2019, 19:11

ich bin Anfängerin und je mehr ich hier lese desto mehr verwirrt es mich, die besten Kombinationen zu finden. :gruebel:
Ich bin auch noch viel zu viel Küken um dir helfen zu können, wollte dir aber gerne hier lassen das es mir ganz genau so ging und geht! Umso mehr ich gelesen habe umso verwirrter war ich, fand aber tolle Ideen die ich testen wollte, habe bestellt, noch mehr bestellt, .... und ganz viel gerührt.

Das ganze Chaos soll nun ein Ende haben und ich habe für MICH entschieden nun erstmal die Emulgatoren durch zu testen. Danach will ich verschiedene Öle testen und dann die Wirkstoffe. Also ein bisschen mit Plan an die Sache gehen :blahblah:

Was ich dir damit sagen will, wir sind auf einem guten Weg, nicht aufgeben, und mit Spaß und Neugier am Ball bleiben. Ich bin ganz fest davon überzeugt das wir in einiger Zeit schon "kleine Experten " sind und unserer Haut viel gutes tun können :blumenfuerdich:
Liebe Grüße
Ninaki

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Ame
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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Ame » 12. Juni 2019, 14:47

freut mich, dass ich etwas helfen konnte :klimper:
Liebe Grüße,
Ame

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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von topo » 12. Juni 2019, 19:17

Andrea - das Johannisbeersamenöl steht schon am Einkaufzettel.

Ninaki es tut gut zu lesen, dass ich Chancen hab, diesem Zustand der Verwirrtheit zu entkommen.


Mathew
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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Mathew » 12. Juni 2019, 22:05

topo hat geschrieben:
12. Juni 2019, 19:17
Ninaki es tut gut zu lesen, dass ich Chancen hab, diesem Zustand der Verwirrtheit zu entkommen.
Gut Ding will Weile haben. Erfahrung und Know-How kommen nach und nach. Nimm dir für den Anfang nicht zu viel vor. Behalte auch dein Sortiment im Blick, sonst wirfst du irgendwann Zeugs weg, weil das MHD abgelaufen ist. Dazu gibt's im Forum auch einige Beiträge.
Herzliche Grüße
Mathew

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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von rasasayang » 14. Juni 2019, 16:46

:-a Liebe Topo,
was Du über Deinen Hautzustand schreibst,kommt mir sehr bekannt vor..ich serde demnächst fröhliche 66, aber ich habe in meinem Alter auch noch mit (inzwischen gottseidank nur noch vereinzelt) auftauchenden Hautunreinheiten und fettender Haut zu tun..was den Vorteil hat, dass man so leicht keine Knitterfalten bekommt..
Wie Mathew schrieb, Vorsicht bei der Beschaffung von Rohstoffen..es häuft sich schnell eine Menge an..ich habe bei neuen Stöffchen auch immer versucht,die jeweils kleinste Menge zu bestellen..
Nun nochmal was zum Pflegekonzept:Ich habe mich vor ein paar Jahren (nach einer längeren Rührpause) so herangetastet, dass ich zunächst einmal nur Schüttellotionen fürs Gesicht gebaut habe..so entkommst Du dem Emulgatorproblem zunächst einmal, und kannst in Ruhe(und in kleinen Mengen) testen, welche Öle in welcher Konzentration für Dich gut sein können..und in der Wasserpühase (natürlich mit Konservierung) kannst Du verschiedene wasserlösliche Stoffe testen..für mich haben sich Nikotinamid (durchaus bis 4 %) und Zink-PCA als gut erwiesen, letzteres hat die Talgproduktion meiner Haut durchaus verringert..D-Panthenol ist für mich die Allzweckwaffe, befeuchtet und hilft gleichzeitig bei Entzündungen..
Inzwischen steht meine Tagespflege schon seit langem,ich schreibe jetzt nur mal die Grundpfeiler:
FP immer 20-25 % max., im Winter etwas mehr..
Öle:Arganöl,Wiesenschaumkrautöl,Kameliensamenöl (da variiere ich auch mal, es kann auch mal Reiskeimöl sein)
Babassubutter zu 5 % ist immer mit drin..die Myristinsäure soll gegen entzündliche Prozesse helfen..
Wirkstoffe wie oben, und als Emu nehme ich überwiegend Emulprot, manchmal, wenn es schnell gehen soll und ich kalt rühre,Lysolecithin,in Kombi mit etwas Bergamuls oder ester de sucre..
Für nachts rühre ich übrigens garkeine Creme mehr, ich benutze ein Hyaluronsäuregel (meist ist eine größere Menge Aloe vera drin) zum Befeuchten und unmittelbar danach meine Wirkstoffgranate, eine Ölmischung aus vielen linol-bzw. linolenhaltigen Ölen, die tagsüber verboten wären..
Besonders toll finde ich das schwarze Johannisbeerensamenöl..dadurch sind Entzündungen oft über Nacht verschwunden..
Zusammenfassend würde ich Dir empfehlen, nicht zuviel auf einmal in Deine Pflege zu mischen..sonst bekommst Du nie heraus, was etwas bringt, was nicht, und was vielleicht sogar kontraproduktiv ist..
viel hilft meist eher nicht viel, auch wenn es uns in den Rührfingern juckt, und vor allem ständig neue Stöffche in den shops auftauchen.. :kleinehexe:
LG
rasasayang


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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Cherie » 14. Juni 2019, 19:01

Hallo,
Hier ist noch jemand im Dschungel 🐒.

Mache es tatsächlich so, wie von rasasayang empfohlen: habe mir eine Schüttellotion gemacht. So kann ich erstmal Fett/ Wasserphase testen, verschiedene Öl- Kombis aus den Gruppen und die verschiedenen Wirkstoffkombinationen.

Quasi mein "Kompass" aus dem Dschungel 😅
Ganz liebe Grüße
Cherie

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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 20. Juni 2019, 13:51

Mir fällt zum "maskenhaften" Gefühl noch das Xanthan ein. Ich weiß nicht, ob Du das "normale" Xanthan oder das Cosphaderm benutzt hast. Ersteres ergab bei mir auch das Gefühl als hätte ich einen leichten Film, der etwas angetrocknet ist (ich kann's leider nicht besser beschreiben), auf der Haut. Seit ich statt dessen Cosphaderm nutze, ist dieses Gefühl weg.
Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume, dem Betrübten jede Blume ein Unkraut.
(Weisheit aus Finnland)

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Re: An die optimale Creme herantasten

Ungelesener Beitrag von Heike » 20. Juni 2019, 16:23

topo hat geschrieben:
10. Juni 2019, 21:20
ja, viele Beiträge kenne ich bereits aus Heikes Büchern - leider konnte ich daraus keine eindeutige Handlungsempfehlung für mein spezifisches Problem ableiten - hier hoffe ich, dass durch praktisches Arbeiten sich einige Knoten lösen.
Du schriebst in Deinem Eingangsposting: »Ich möchte jedenfalls gerne bei der Cremekonsistenz bleiben - mit Zipfelmützchen und so.«

Dann hast Du noch nicht verstanden. ;-) Wenn Du »das Handbuch« konzentriert und verstehend liest, wirst Du erkennen, dass die von Dir gewählten Emulgatoren ein Teil Deines Problems sind.
Liebe Grüße
Heike

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