Der Lebensweg unserer Unreinheiten - wie schaut er aus?

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Sunsmile
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Der Lebensweg unserer Unreinheiten - wie schaut er aus?

Ungelesener Beitrag von Sunsmile » 14. September 2018, 19:54

Hallo ihr Lieben,

nach meinen missglückten Experiment mit barrierefestigenden Inhaltsstoffen (Stearinsäure, dich gucke ich böse an?) und den darauf folgenden Unreinheitenansturm, frage ich mich nun genau das: wie sieht der Lebensweg von Unreinheiten aus? Ich beobachte, dass kleine weiße Mitesser mit der Zeit verhärten und dann näher an die Oberfläche kommen, manchmal mit einem schwarzen oder weißen Köpfchen, aber es ohne Hilfe (nö, denen helfe ich nicht) nicht an die Luft schaffen. Wie verschwinden denn dann aber die Unreinheiten? Ich lese hier oft von Rührern und Rühreinnen, die durch die richtige Pflege ihre Unterlagerungen loswerden - aber wohin verschwinden sie?

Bei mir ist der ganze Unreinheitenspaß hormonell bedingt, da muss ich doppelt aufpassen, was draufkommt. Aber wirklich verstehen, was die Hormone da so durcheinander bringen in der Haut tue ich noch nicht...Erhöhte Talgproduktion, andere Fettsäurezusammensetzung, mehr in Richtung entzündliche Fettsäuren, die dann oxidieren, die Haut stressen und die Bakterien beglücken? Tatsächlich hatte ich die reinste Haut mit täglichem Sonnenschutz. Das würde die Oxidationstheorie zumindest stärken.

Vielleicht mag ja jemand sein Wissen oder seine Beobachtungen mit mir teilen.

Erstmal euch allen ein erholsames Wochenende :-)
Herzliche Grüße,

Sunsmile

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Helga
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Re: Der Lebensweg unserer Unreinheiten - wie schaut er aus?

Ungelesener Beitrag von Helga » 14. September 2018, 22:25

Der Lebensweg des verhärteten Talgpfropfens ist der, dass er wenn er hart ist und nicht abfließen kann zum Pickel mutiert :wink:
Heike hat das mal so gut beschrieben (den Beitrag verlinke ich unten)
Die Hornzellen klumpen zusammen, verstopfen Follikelausgänge, und darunter zersetzen anaerobe Propioni-acnes-Bakterien den Talg zu freien Fettsäuren, die entzündungsfördernd wirken.
Damit der Talg abfließen kann ist Lipodermin ein sehr guter Rohstoff klick

klick (am besten Thread von Anfang an lesen)

Hier der Beitrag wie oben erwähnt: klick

Hier hat Heike einer Userin geantwortet, die über Akne und Komedone (fest und tief) geantwortet: klick

:)
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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myrtille
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Re: Der Lebensweg unserer Unreinheiten - wie schaut er aus?

Ungelesener Beitrag von myrtille » 14. September 2018, 23:52

Sunsmile hat geschrieben:
14. September 2018, 19:54
Bei mir ist der ganze Unreinheitenspaß hormonell bedingt, da muss ich doppelt aufpassen, was draufkommt. Aber wirklich verstehen, was die Hormone da so durcheinander bringen in der Haut tue ich noch nicht...Erhöhte Talgproduktion, andere Fettsäurezusammensetzung, mehr in Richtung entzündliche Fettsäuren, die dann oxidieren, die Haut stressen und die Bakterien beglücken? Tatsächlich hatte ich die reinste Haut mit täglichem Sonnenschutz. Das würde die Oxidationstheorie zumindest stärken.
Naja, eigentlich spricht das eher dafür, in diesen Phasen verstärkt entzündungshemmend zu rühren, oder? Ich hatte aber auch in Zeiten, in denen ich regelmäßig mineralischen Sonnenschutz verwendet habe, die reinste Haut. Zum einen tut Sonne meiner Haut ohnehin gut (in Maßen, versteht sich), zum anderen habe ich immer das entzündungshemmende Zinkoxid in der Sonnencreme dafür verantwortlich gemacht...

Ansonsten, wie Helga bereits etwas schrieb: Die Talgknuddel können wir auflösen oder gar nicht erst entstehen lassen, wenn wir fluidisieren. Also das Gegenteil von deiner Stearinsäure (schon vom Gedanken an Stearinsäure bekomme eine hubbelige Stirn)! :happy: Das ist das alte Balance-Spiel von Fluidisierung und Stärkung, an dem viele tüfteln. (Stichwort z.B. Phosphatidylcholin)

Lipodermin z.B. beugt bei mir wunderbar Pickel vor und lässt entstehende/ältere förmlich herauspurzeln - gleichzeitig ist meine Haut dann aber auch offener, weniger stark. (Mein milder Kompromiss ist pures Traubenkernöl nachts, weil das auch prima fluidisiert, ohne gleich alle Hauttürchen aufzureissen. ) Das klärt jetzt auch nicht deine Frage. 8)


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Re: Der Lebensweg unserer Unreinheiten - wie schaut er aus?

Ungelesener Beitrag von Frechdachs » 15. September 2018, 09:02

Sunsmile hat geschrieben:
14. September 2018, 19:54
Ich beobachte, dass kleine weiße Mitesser mit der Zeit verhärten und dann näher an die Oberfläche kommen, manchmal mit einem schwarzen oder weißen Köpfchen, aber es ohne Hilfe (nö, denen helfe ich nicht) nicht an die Luft schaffen. Wie verschwinden denn dann aber die Unreinheiten? Ich lese hier oft von Rührern und Rühreinnen, die durch die richtige Pflege ihre Unterlagerungen loswerden - aber wohin verschwinden sie?

Bei mir ist der ganze Unreinheitenspaß hormonell bedingt, da muss ich doppelt aufpassen, was draufkommt. Aber wirklich verstehen, was die Hormone da so durcheinander bringen in der Haut tue ich noch nicht...
Liebe Sunsmile,
Genau das habe ich mich auch schon die ganze Zeit, in der ich mich nun mit der optimalen Gesichtspflege beschäftige, gefragt! Du spricht mir aus der Seele.
Werde mich nun mal noch durch die Links lesen, Die Helga verlinkt hat, danke!

Gerade gestern fragte ich mich, wie lange Poren brauchen, um sich zu entleeren. Also woher weiß ich, leeren sich die Poren und sind irgendwann all oder bildet sich da immer nochmal neuer Talk der rausfließt und ich müsste ein sebumreduzierender Stoff anwenden?
Viele Grüße
Frechdachs

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Sunsmile
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Re: Der Lebensweg unserer Unreinheiten - wie schaut er aus?

Ungelesener Beitrag von Sunsmile » 15. September 2018, 22:12

Das mit den gefüllten Poren hat sich bei mir tatsächlich "von selbst" erledigt. Denke es ist die Kombi aus keiner gekauften Creme mehr (Silikone, Mineralöle, viel Neutralöl), Rosenwasser als Gesichtswasser und der Tonerde in der Reinigungsmilch..Und vielleicht auch noch das Alter, hihi. Die Poren füllen sich seit dem gar nicht mehr so, und das, obwohl die Haut glänzt und immer noch fettet.. Eigentlich eine ganz eigenartige Kombi, wo ich so drüber nachdenke ;-)

Und: als ich damals Salizylsäurepeelings verwendet habe, war eigentlich nach der ersten Anwendung sichtbar, dass die Poren verfeinert sind, Salizylsäure ist sehr lipophil und nimmt das Fett schlicht mit! Was mir auch glatt die Haut runiert hat, sie wurde trocken und extrem geschwächt. Würde so ein Peeling (zumindest in dem niedrigen pH-Bereich) aufgrund der extremen Peelingwirkung nie weiterempfehlen. Aber Rosenwasser und auch Cistrosenhydrolat sind da sehr gute pflanzliche Helfer..

Und, was ich gerade schockiert festgestellt habe: bei der Verwendung von Lipodermin ist es genau so, wie Helga oben andeutete: die Talgverhärtungen lösen sich aus der Haut, leider nicht ohne Zirkus mit einer kleinen Entzündung drum herum. Also müsste ich wohl dort weitermachen, statt genau dann aufzuhören...Das Traubenkernöl klingt nach einem guten Versuch für nachts. Das hatte ich auch schonmal pur verwendet in einer Phase komplett ohne Pflege und damit war die Haut auch seeehr ruhig.

Naja, vielleicht tragen wir unsere Unreinheiten ja noch zu Grabe. Bis dahin müssen sie halt mit uns durchs Leben gehen ;-)
Herzliche Grüße,

Sunsmile

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Re: Der Lebensweg unserer Unreinheiten - wie schaut er aus?

Ungelesener Beitrag von Helga » 16. September 2018, 00:16

Sunsmile hat geschrieben: Was mir auch glatt die Haut ruiniert hat, sie wurde trocken und extrem geschwächt.
Jetzt verstehe ich das auch mit den Pigmenten im anderen Thread :) Kennst Du die Barriereschutzbasis (BSB) und hast Du sie schon verwendet?
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

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Re: Der Lebensweg unserer Unreinheiten - wie schaut er aus?

Ungelesener Beitrag von Sunsmile » 16. September 2018, 10:01

Hehe. Ja, tatsächlich ist es so, dass alles was nur "leicht" das hauteigene Fett und Feuchtigkeit aufsaugt (unbenetzte Pigmente, Tonerdemasken, Puder. ) zu sehr mit der Hautbarriere interagiert. Nur Creme und etwas Concealer ist deshalb das beste! Die BSB liebe ich pur auf kleinen Kratzern aber in der Gesichtspflege ist sie mir zu okklusiv. Ich werde mir testweise für den Herbst/Winter ein Ceramideöl (Neutralöl mit 0,2% Ceramiden) schmelzen und dieses zum Anreichern verwenden. Habe Mischhaut, da muss man immer bisschen getrennt vorgehen ;-)
Herzliche Grüße,

Sunsmile

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