Emulsionsstabilisierung

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Nataliya
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Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Nataliya » 13. September 2018, 07:34

Guten Morgen liebe Rührgemeinschaft !
Ich rühre sehr gerne aus HK Buch das Fluid mit imwitor-Phospholipon 80H Kombi .
Rührgerät -Kai. Die Temperaturen halte ich ein , Scherzeit, Konservierung etc, alles wie beschrieben . Jedoch haltet mir die emulsion nicht lange und nach etwa einer Woche (nicht im Kühlschrank ) fängt die emulsion sich wieder zu zersetzen . Ich habe dann immer Wasser auf dem Boden meines glasbehälters.
Nun meine Frage , macht es Sinn die emulsion mit cetylalkohol zu stabilisieren ?
Oder was kann ich anders machen um die Trennung zu verhindern ?

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Mondenkind » 13. September 2018, 08:07

Hallo Nataliya,
meinst Du das "Ceramide-Protect-Fluid"? Ich hab das schon mehrmals gerührt, auch schon Öle ausgetauscht (für die Nachtpflege). Die Konsistenz ist sehr fluide, ich bewahre es in einer Pipettenflasche auf, aber getrennt hat sich noch nichts. Ich rühre mit dem Dynamix Turbostab (der hat noch etwas mehr "Wums" als der Blendia). Vielleicht hilft es bei Dir, wenn du die Emulsion nach dem Erkalten noch mal kurz hochtourig rührst. klick
Es grüßt Euch herzlich,
Nadja

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Heike » 13. September 2018, 08:18

Nataliya hat geschrieben:
13. September 2018, 07:34
Guten Morgen liebe Rührgemeinschaft !
Jedoch haltet mir die emulsion nicht lange und nach etwa einer Woche (nicht im Kühlschrank ) fängt die emulsion sich wieder zu zersetzen .
Bitte kein Cetylalkohol, der erzeugt ein anderes Pflegekonzept und macht die Vorteile dieser Emulgator-Kombi zunichte.

Diese Emulsion einfach vor dem Gebrauch schütteln und aufbrauchen – nichts ändern, die Pflegewirkung wird da sein. Bei der nächsten gibst Du die Fett- in die Wasserphase und rührst wirklich 1-4 Minuten hochtourig (je nach Rührgerät).
Zuletzt geändert von Heike am 15. September 2018, 07:28, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Leerzeichen entfernt, es erzeugte einen Tippfehler
Liebe Grüße
Heike


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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Nataliya » 13. September 2018, 08:48

Heike hat geschrieben:
13. September 2018, 08:18
Bitte kein Cetylalkohol, der erzeugt ein anderes Pflegekonzept und macht die Vorteile dieser Emulgator-Kombi zunichte.
Diese Emulsion einfach vor dem Gebrauch schütteln und aufbrauchen – nichts ändern, die Pflege wirkung wird da sein. Bei der nächsten gibst Du die Fett- in die Wasserphase und rührst wirklich 1-4 Minuten hochtourig (je nach Rührgerät).
Danke liebe Heike ! Ich gebe die Fettphase in die Wasserphase , so wie im Rezept beschrieben und rühre hochtourig etwa 2 Minuten .
Ich habe dieses Rezept etwa 5-6 mal gemacht , leider immer mit dem gleichen Ausgang :(

Ich weiß leider nicht, was ich falsch mache :(
Zuletzt geändert von Kunstblume am 13. September 2018, 10:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt und repariert

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Mondenkind » 13. September 2018, 09:21

Bei der nächsten [b hat geschrieben:gibst Du die Fett- in die Wasserphase[/b] und rührst wirklich 1-4 Minuten hochtourig (je nach Rührgerät).
Liebe Heike, was genau ändert sich dadurch? Hat diese Vorgehensweise Einfluss auf die Grenzflächenspannung der Öltropfen? Ich finde immer wieder widersprüchliche Aussagen zur Verarbeitung von Imwitor 375. Normalerweise verarbeite ich ihn in der Fettphase und gebe schluckweise einrührend die Wasserphase hinzu. (So gelesen im Rührkurs für die Emulgatorgruppe 1 und im Rohstoffportrait). Eine Phasenumkehr habe ich noch nie beobachtet, ich verwende allerdings auch nur Fettphasen um 20%. Wie verändert sich die Strukturbildung der Emulsion, wenn man die Wasser- zur Fettphase gibt? Vielleicht hat jemand einen passenden link... :gruebel:
Es grüßt Euch herzlich,
Nadja

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Heike » 13. September 2018, 15:19

Mondenkind hat geschrieben:
13. September 2018, 09:21
Liebe Heike, was genau ändert sich dadurch? Hat diese Vorgehensweise Einfluss auf die Grenzflächenspannung der Öltropfen?
Imwitor® 375 kann, je nach Fettphasenhöhe, wie Lecithine zu beiden Emulsionsformen tendieren. Ich habe an meinen Emulsionen auch bisweilen beobachten können, dass sie nach ca. ein, zwei Wochen leichte Trennungstendenzen zeigten (eher so, dass sich etwas Öl absetzte), und seitdem ich die Wasserphase Fettphase in die Fettphase Wasserphase gebe, bleiben die Emulsionen über den ganzen Zeitraum stabil. Man verhindert auf diese Weise eine Phasenumkehr. Offenbar mag Imwitor® 375 es lieber, wenn ihm direkt die gewünschte Emulsionform angeboten wird: Wenn ich die kleine (innere) Fettphase in die große äußere Wasserphase gebe, bildet sich direkt eine O/W-Emulsion.

Filipendula hatte ein vergleichbares Problem mit Imwitor® 375 und hat es dann lösen können (dieser verlinkte Beitrag und der vorherige stammen aus einem Thread).
Zuletzt geändert von Heike am 17. September 2018, 06:23, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link korrigiert
Liebe Grüße
Heike

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Zizou » 13. September 2018, 15:24

Heike hat geschrieben:
13. September 2018, 15:19
Mondenkind hat geschrieben:
13. September 2018, 09:21
Liebe Heike, was genau ändert sich dadurch? Hat diese Vorgehensweise Einfluss auf die Grenzflächenspannung der Öltropfen?
Imwitor® 375 kann, je nach Fettphasenhöhe, wie Lecithine zu beiden Emulsionsformen tendieren. Ich habe an meinen Emulsionen auch bisweilen beobachten können, dass sie nach ca. ein, zwei Wochen leichte Trennungstendenzen zeigten (eher so, dass sich etwas Öl absetzte), und seitdem ich die Wasserphase Fettphase in die Fettphase Wasserphase gebe, bleiben die Emulsionen über den ganzen Zeitraum stabil. Man verhindert auf diese Weise eine Phasenumkehr. Offenbar mag Imwitor® 375 es lieber, wenn ihm direkt die gewünschte Emulsionform angeboten wird: Wenn ich die kleine (innere) Fettphase in die große äußere Wasserphase gebe, bildet sich direkt eine O/W-Emulsion.
Das werde ich nun auch mal berücksichtigen, danke. Ich habe zur Zeit sehr oft Pech mit Imwitor, dies könnte eine Erklärung sein :brille:
_________________________________________________________________________________________
Liebe Grüße
Verena

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Mondenkind » 13. September 2018, 15:48

Herzlichen Dank, Heike! :rosefuerdich:
Es grüßt Euch herzlich,
Nadja

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Filipendula » 14. September 2018, 09:32

Heike hat geschrieben:
13. September 2018, 15:19
Ich habe an meinen Emulsionen auch bisweilen beobachten können, dass sie nach ca. ein, zwei Wochen leichte Trennungstendenzen zeigten (eher so, dass sich etwas Öl absetzte), und seitdem ich die Wasserphase in die Fettphase gebe, bleiben die Emulsionen über den ganzen Zeitraum stabil.
Stimmt. Meine Imwitor-Emulsionen sind seit der Umstellung sehr stabil..... und die Temperatur anfangs hoch halten (> 80°C), die Fettphase schlückchenweise dazu dispergieren.

@Heike: Du meintest oben sicher "Fettphase in die Wasserphase" :brille: :knicks:
Liebe Grüße, Filipendula

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Mondenkind » 14. September 2018, 09:35

@Filependula

Hab ich auch so verstanden... :happy:
Es grüßt Euch herzlich,
Nadja

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Heike » 14. September 2018, 10:15

Filipendula hat geschrieben:
14. September 2018, 09:32
@Heike: Du meintest oben sicher "Fettphase in die Wasserphase" :brille: :knicks:
Du Schatz, Danke! :knutscher: Ich habe es korrigiert. :yeah:
Liebe Grüße
Heike


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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Korsin » 14. September 2018, 13:17

Vielen Dank,
das hab ich dann auch falsch herum
gerührt...
Liebe Grüße
Korsische Prinzessin

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Heike » 14. September 2018, 14:47

Korsin hat geschrieben:
14. September 2018, 13:17
Vielen Dank,
das hab ich dann auch falsch herum
gerührt...
Falsch … nein, der Hersteller empfiehlt durchaus die Variante (Wasserphase in Fettphase), sonst hätte ich dies nicht veröffentlicht. Ich hatte auch stabile Emulsionen. Aber mit der umgekehrten Variante wird es quasi narrensicher. :-)
Liebe Grüße
Heike


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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Korsin » 14. September 2018, 16:57

Ach so... Dann hab ich doch richtig gelesen :-).
Aus alter Gewohnheit das Ganze in die FP emulgiert. Ist auch halbwegs geworden, aber eben nicht soooo schön. Und hab auch die Erfahrung gemacht, dass es sich kalt wieder leicht trennt.
Werde es das nächste mal anders rum probieren
Danke
Liebe Grüße
Korsische Prinzessin

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Judy » 14. September 2018, 23:44

Beim Imwitor hat bei mir die Zugabe von etwas Siligel geholfen, ca. 0,5%.
Aber den gibt’s wohl in D nicht mehr zu kaufen...
Liebe Grüße,
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Bellis
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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Bellis » 15. September 2018, 09:18

Ich stabilisiere meine Fluids mit Imwitor auch immer mit 0,2-0,3 % Gelbildner.
Die Probleme mit der Trennung scheinen oft in Verbindung mit hochschmelzenden Lipiden wie Ceramide, Barriereschutzbasis usw. aufzutreten. Das scheint den Effekt der Phasenumkehr zu verstärken.
Ich rühre Fluids ohne hochschmelzende Lipide, nur Öle und im Winter 2 % Sheabutter. Trennungen konnte ich bisher nicht beobachten. Ich gebe die Wasserphase zur Fettphase.
"Wer auf einen Baum klettern will, fängt unten an, nicht oben." (afrikanisches Sprichwort)

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich » 16. September 2018, 18:59

Heike hat geschrieben:
13. September 2018, 15:19
Filipendula hatte ein vergleichbares Problem mit Imwitor® 375 und hat es dann lösen können (dieser verlinkte Beitrag und der vorherige stammen aus einem Thread).
Das war der Link zum Bearbeiten des Beitrages (wozu man Moderationsrechte benötigt). Hier gibt es diesen Beitrag zum Lesen.
:monsieur:

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Filipendula » 16. September 2018, 22:15

Bellis hat geschrieben:
15. September 2018, 09:18
Die Probleme mit der Trennung scheinen oft in Verbindung mit hochschmelzenden Lipiden wie Ceramide, Barriereschutzbasis usw. aufzutreten. Das scheint den Effekt der Phasenumkehr zu verstärken. .....
Das kann ich bestätigen, Bellis. Ich habe im Sommer zweimal eine leichtere Version meiner Emulsion gerührt, mit Phytosteryl Macadamiate statt BSB. Einmal davon nach der "alten" Wasser-in-Öl-Methode - es war problemlos. Ich stabilisiere grundsätzlich auch mit 0,2% Gelbildnern (manchmal Xanthan transparent, manchmal Siligel).
Möglicherweise ist neben hochschmelzenden Lipiden auch eine hohe Fettphase kontraproduktiv - beides zusammen scheint sich zu potenzieren - so meine Erfahrung. Ich war bei 25% FP und mehr, als ich die Problematik hatte.

Anyway, bei mir bleibt es jetzt bei der Fett- in Wassermethode. Das ist das idiotensicher. :kleinehexe:

@Pflösch: danke fürs nochmalige Verlinken. :rosefuerdich:
Liebe Grüße, Filipendula


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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Nataliya » 17. September 2018, 17:55

Kurzes Update . Ich habe gestern wieder ein Fluid mit dem Konzept imwitor -phospholipon gerührt. Habe diesmal 0,25% xanthan genommen . Etwas länger mit dem Kai gescherrt. Ich denke , es waren 4-5 Minuten , mit Interwalen. Die emulsion sieht ganz anders aus, als ich es bis jetzt hatte. 24h später immer noch stabil ! :) freue mich wie ein Schnitzel!

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Helga
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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Helga » 20. September 2018, 22:18

Filipendula hat geschrieben: Anyway, bei mir bleibt es jetzt bei der Fett- in Wassermethode. Das ist das idiotensicher.
Hier meldet sich ein kleiner Idiot :argverlegen: aber es muss ja auch solche geben :wink: sonst wüssten wir gar nicht was alles schief gehen kann ............

Habe vorigen Freitag erstmals die FP portionsweise in die WP gegeben. Keine paar Stunden später hat sich unten im Spender Öl abgesetzt (ich weiß schon warum ich durchsichtige nehme :wink:)
Vielleicht habe ich mich beim Phospholipon + Imwitor verwogen dachte ich und rührte (wieder mit Dynamix) heute neu. Diesmal sah es schon während dem rühren aus wie geronnen. Also in mein Ika-ähnliches Rührgerät eingespannt und mit voller Tube (3000rpm) nochmals 4 Min gerührt, wurde besser - aber nicht viel, also Cosphaderm dazu (die 0,2% sind sicher überschritten) und später nochmals einen Sprutz Fluidlecithin CM, das ich normalerweise nur fürs Duschgel verwende. Die Konsistenz ist jetzt puddingartig, ich traue dem nicht ganz. Habe mir von den 100g nur mal 1 Spender angefüllt und den Rest in einer Kruke im Kühlschrank geparkt.

Bei der Ursachenfindung zweifelte ich auch an meinen Rechenkünsten :wink: ich habe 1 Teil Phospholipon + 2 Teile Imwitor im Wasserbad zu einer schönen Paste geschmolzen und davon 3% in die FP gegeben. Richtig oder falsch? Vor 3 Monaten habe ich damit ein fluid gerührt (WP in die FP), das bis heute tadellos ist.

Einen Rohstoff habe ich auch in Verdacht, wird sich aber erst beim nächsten Mal rühren zeigen wenn ich ihn weg lasse. Ich hatte von Gracefruit ein noch nie verwendetes Syn-Coll klick eingesetzt, letztes Mal mit 2%, dieses Mal nur mit 1%. Sonst nur die üblichen Wirkstoffe wie D-Panthenol, Urea, Aquaxyl, Natriumlaktat, Milchsäure und Vegeluron (aber das kann es jetzt nicht sein, nee - oder?). Achja, diesmal kein Sepilift.

Sollte ich in den nächsten Tagen wieder rühren, werde ich bis zur Ursachenfindung wieder Emulprot als Co-Emulgator verwenden, die Reinigungs-Milch die ich heute anschließend gerührt habe ist ohne Makel :)
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Judy » 20. September 2018, 23:30

Nur so ein Gedanke (klingt jetzt sehr laienhaft):
Vielleicht lässt der Imwitor mit der Zeit „nach“?
Ich hatte ähnliche Probleme, aber nicht am Anfang.
Da war alles top und bis zum letzten Rest homogen.
Aber als ich meine Reste vom Imwitor verarbeitet habe, begannen sich die Fluids am Ende, also im Airless, zu separieren (Zutaten waren immer gleich).

Liebe Grüße,
Judy
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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Filipendula » 20. September 2018, 23:48

Liebe Helga,
das ist in der Tat überraschend.
Kann es sein, dass die Temperatur zu niedrig war? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich locker 85-90°C brauche, besonders wenn ich hochschmelzende Lipide einsetze (BSB, Ceramide, etc..). Imwitor habe ich nicht mitgeschmolzen, nur Phospholipon in der Wasserphase gemäß der Vorgaben aus dem Rohstoffportrait vorgequollen. Imwitor wandert bei mir in die Fettphase. Wie hoch ist deine Fettphase? Meine Vermutung ist, dass die FP-in-WP-Methode umso mehr angebracht ist, je höher die Fettphase ist. Ich gehe mal davon aus, dass die Scherkräfte ausreichend waren - du bist ja eine erfahrene Rührerin.

Syn-Coll kenne ich leider nicht. Vegeluron würde ich auch erstmal nicht auf die Liste der Verdächtigen setzen. Sepilift habe ich auch mal drin, mal nicht. Scheint bei mir keinen Unterschied bezüglicher der Stabilität zu machen. Bin gespannt auf deine nächsten Rührversuche.
Liebe Grüße, Filipendula

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Helga » 21. September 2018, 00:12

Judy, ich behalte das im Auge :)

Filipendula, die Temperatur hat gepasst, ich habe Phospholipon und Imwitor (als Mixtur quasi, sie nachstehend) in die FP (30%) gegeben. Die Scherkräfte waren ausreichend, habe mit dem neuen Dynamix gerührt und anschließend noch kalt gerührt, also eigentlich nicht wirklich kalt, denn ich habe mit 3000rpm nochmals 4 Min. gerührt.

Ich habe oben geschrieben ob ich mich nicht verrechnet habe:
1 Teil Phospholipon + 2 Teile Imwitor habe ich im Wasserbad geschmolzen und von dieser Masse 3% verwendet. Ist das OK?
Bei meinen vorigen Fluids (WP in die FP) hat es geklappt.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga


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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von luffa » 21. September 2018, 07:29

Judy hat geschrieben:
20. September 2018, 23:30
Nur so ein Gedanke (klingt jetzt sehr laienhaft):
Vielleicht lässt der Imwitor mit der Zeit „nach“?
Ich hatte ähnliche Probleme, aber nicht am Anfang.
Das erscheint mir eben auch so! Ich hatte das mal hier geschrieben, ich habe Imwitor verwendet der gerade abgelaufen war, ich denke, es waren um die 2 Wochen über das MHD. Mit neuem Imwitor und genau gleicher Rezeptur für ein Fluid passiert es nun nicht mehr.
Liebe Grüsse
Luffa

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Judy » 21. September 2018, 07:36

luffa hat geschrieben:
21. September 2018, 07:29
Ich hatte das mal hier geschrieben, ich habe Imwitor verwendet der gerade abgelaufen war, ich denke, es waren um die 2 Wochen über das MHD. Mit neuem Imwitor und genau gleicher Rezeptur für ein Fluid passiert es nun nicht mehr.
Ist ja interessant!
Mein Imwitor war noch lange nicht am Ablaufen und immer im Weinkühlschrank bei ca. 15°C...

Liebe Grüße,
Judy
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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Filipendula » 21. September 2018, 08:24

Liebe Helga,
nach deinen Beschreibungen müsste alles gepasst haben. Die 3% Emulgatorkombi müsste eigentlich (noch) gehen, wenngleich bei 30% FP vielleicht schon grenzwertig :gruebel: ?. Aber Du hattest ja noch reichlich Cosphaderm dabei. Phospholipon geht bis 35%, Imwitor meines Wissens bis ca. 30% FP.
Bellis hat hier mal mit 30% FP gearbeitet und je 2% Phospholipon und Imwitor plus 0,3% Xanthan genommen.
Liebe Grüße, Filipendula

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Leela » 21. September 2018, 09:23

Mondenkind hat geschrieben:
13. September 2018, 09:21
... Normalerweise verarbeite ich ihn in der Fettphase und gebe schluckweise einrührend die Wasserphase hinzu. (So gelesen im Rührkurs für die Emulgatorgruppe 1 und im Rohstoffportrait). Eine Phasenumkehr habe ich noch nie beobachtet, ich verwende allerdings auch nur Fettphasen um 20%. Wie verändert sich die Strukturbildung der Emulsion, wenn man die Wasser- zur Fettphase gibt? Vielleicht hat jemand einen passenden link... :gruebel:
Ich habe zwar keinen passenden Link, aber ich kann dir ein Bild dazu zeigen! :yeah: :D

Das Bild hatte ich eigentlich aufgenommen weil ich es ursprünglich hier im Forum einstellen wollte, da Idunna aber fast zeitgleich hier das gleiche Problem hatte, hatte sich die Fragestellung für mich erledigt, da ich wusste was hier passiert ist.

IMG-20180920-WA0006.jpg

Das "Ding" was da am Bild zu sehen ist, sollte eigentlich ein Fluid auf Basis von Heikes Argan-Hydro-Moist werden.
Kurz die Eckdaten: 21% Fettphase, 1% Phospholipon® 80 H, 2% Imwitor® 375, 2% Squalan (abgezogen vom Arganöl), 1% Lipodermin ergänzt, 0,5% Gamma-Oryzanol, Rest gleich wie bei Heikes Originalrezept.

Weiterer Unterschied: ich habe wie du die Wasserphase zur Fettphase gegeben, ich hatte es auch im Buch so gelesen.

Die Woche darauf habe ich exakt die gleiche Rezeptur nochmals gerührt, jedoch mit dem Unterschied dass ich diesmal die Fettphase in die Wasserphase gerührt habe - diesmal keine Phasenumkehr, sondern die bekannte fluide Imwitor-Konsistenz!

liebe Grüße!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Liebe Grüße, Alexandra

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Mondenkind » 21. September 2018, 10:35

@Leela vielen Dank für den anschaulichen Beitrag. :rosefuerdich: es sieht ähnlich aus, wie die Puddingcreme, mit der ich gerade einen Kuchen fülle :huhu:
Es grüßt Euch herzlich,
Nadja

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Filipendula » 21. September 2018, 10:52

genauso sah es auch bei mir aus - nach der Wasser-in-Fettphase-Methode.
Liebe Grüße, Filipendula

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Re: Emulsionsstabilisierung

Ungelesener Beitrag von Leela » 21. September 2018, 13:01

Mondenkind hat geschrieben:
21. September 2018, 10:35
@Leela vielen Dank für den anschaulichen Beitrag. :rosefuerdich: es sieht ähnlich aus, wie die Puddingcreme, mit der ich gerade einen Kuchen fülle :huhu:
Sehr gerne! :) Ja, mit einer Puddingcreme hatte das ganze durchaus Ähnlichkeit, vorallem nachdem ich mich vor lauter Frust zum Schluss noch in der Zeile verlesen habe und statt 0,2% Xanthan 2% (!!!) zugegeben hatte ... :vollirre:
Liebe Grüße, Alexandra

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