Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Hier können wir Parfüms entwickeln, Anleitungen, Tipps & Tricks zur Herstellung eines individuellen Parfüms und Duftmischungen aus ÄÖ's und Fantasiedüften sammeln, so wie es auch in der Parfümindustrie üblich ist.

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dreibes
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Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von dreibes » 26. März 2019, 21:34

Hallo zusammen,

vor ein paar Tagen habe ich mein erstes eigenes Parfüm gemischt. Leider ist meine Nase so gar nicht begnadet im Herausfiltern der einzelnen Duftnoten und meine Fantasie weit davon entfernt, "Spitzen" oder "Abrundungen" zu erkennen oder gar Düfte in "grün", "leichte Süße im Hintergrund", "intensiv ausstrahlende Wärme" oder Ähnliches einzuordnen. :duft:
Ich benutze grundsätzlich gar kein Parfüm, möchte aber gerne eine Duftmischung haben, mit der ich meine eigenen Produkte mit ein, zwei Tropfen beduften kann, wenn es nötig ist (einige Rohstoffe haben einen so ausgeprägten Eigengeruch, den ich so nicht "stehen lassen" möchte). :hanf:

Mein jetziges "Testparfüm" passt so gar nicht zu mir. Die Düfte, die ich verwendet habe, mag ich einzeln zwar recht gerne, aber die Kombi ist mir viel zu - ja, wie beschreibe ich es jetzt, wo ich es doch gar nicht richtig beschreiben kann ... Zu süß, zu lotuslastig, zu blumig? Vielleicht fällt jemandem von Euch ein Tipp ein, wie ich am besten anfange, abzuändern und auszutesten. Das wäre toll!

Das ursprüngliche Rezept ist aus dem Buch "Natürliches Parfum selbst gemacht" von Brigitte Bräutigam. In Klammern habe ich meine Abänderungen gesetzt:

13 Tr. Duftöl Rose
9 Tr. Lotus weiß PÖ (anstatt Jasmin)
4 Tr. Ylang Ylang
5 Tr. Sandelholz
7 Tr. Patchouli (anstatt Moschuskörner)
2 Tr. Vetiver
20 Tr. Bergamotte
9 Tr. Olibanum (anstatt Galbanum)
10 Tr. Mandarine
2 Tr. Davana (zusätzlich)

Der Duft ist nicht schlecht für jemanden, der es richtig, richtig blumig mag, aber ich hätte gerne etwas Frischeres drin.

Schönen Abend euch allen
Lieben Gruß
Biggi

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von BacktotheRoots » 26. März 2019, 22:35

Hallo dreibes

Was du beschreibst kommt mir sehr sehr bekannt vor :) Meine Nase ist noch nicht so geübt im Herausfiltern der Duftnoten, wobei es für mich dann einfach duftet, aber keine Ahnung nach was :lach:
Für den Anfang fand ich es sehr hilfreich nur wenig Düfte (ätherische Öle, ich verwende keine Duftöle) aufs Mal zu verwenden (max. 3). So konnte ich meine Nase schon etwas trainieren und rieche inzwischen einzelne Düfte heraus. Dann kannst du nach und nach ÄÖ's austauschen oder ergänzen, wenn der Nase noch etwas fehlt. Wichtig finde ich auch, dem Duft Zeit zu geben sich zu entwickeln. Nach einigen Tagen kann es schon ganz anders riechen als noch am Anfang.
Mit diesen Duftmischungen bedufte ich dann meine hergestellten Produkte (Gesichtscrème & Bodylotion).

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Herstellung deines Parfüms :-a

Liebe Grüsse
Sabrina

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Helga
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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von Helga » 27. März 2019, 00:28

Ich würde die Kopfnote erhöhen (bis zur doppelten Dosis) und zwar mit Bergamotte und Mandarine, eventuell wenn Du hast Lemongrass oder auch Litsea :)

Galbanum hätte grün, frisch gerochen, bisschen erdig; Olibanum ist glaube ich Weihrauch?, also ganz was anderes und riecht Davana nicht nach Mango?
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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GartenEden
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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von GartenEden » 27. März 2019, 07:08

Liebe dreibes,
ich sortiere mal um, um die Verhältnisse besser zu verstehen
dreibes hat geschrieben:
26. März 2019, 21:34
Kopfnote
20 Tr. Bergamotte
10 Tr. Mandarine
Insgesamt 30 Tropfen

Herznote
13 Tr. Duftöl Rose
9 Tr. Lotus weiß PÖ (anstatt Jasmin)
4 Tr. Ylang Ylang
2 Tr. Davana (zusätzlich)
Insgesamt 28 Tropfen

Basisnote
5 Tr. Sandelholz
7 Tr. Patchouli (anstatt Moschuskörner)
2 Tr. Vetiver
9 Tr. Olibanum (anstatt Galbanum)
Insgesamt 23 Tropfen
Viele Parfümeure kreieren erst die einzelnen Akkorde / Note und geben sie zusammen. Daher habe ich umsortiert um mir die Gerüche besser vorstellen zu können.g Im Verhältnis 3:1:2 (Kopf-/Herz-/Basisnote). Manche auch absteigend, wenn man mehr Herz mag (3:2:1). Du müsstest also noch sehr viel mehr Kopfnote unterbringen, damit du das Blumige, dein Herz, etwas weniger riechst. Siehe Helgas Antwort. Bergamotte Blutorange oder Grapefruit ergänzen?
Alles insgesamt verdünnen? Bzw. halbieren und zwei bzw. drei Ansätze mit verschiedenen Kopfnoten Erweiterungen. Es wird ja sonst immer mehr....
Es ist auch leichter, wenn du pro Akkord / Note am Anfang nur 3 verschiedene Düfte benutzt. D. h. aber auch, dass du die Kopfnote noch mit einem weiteren Duft aufpeppen könntest: Galbanum ist z. B. eine grüne Kopfnote, die in eine holzige Basisnote mit balsamischen Charakter übergeht. Siehe Helgas Anmerkung. Weihrauch ist also nicht unbedingt der direkte Ersatz. Weihrauch verträgt sich für mich aber gut mit Zitrusnoten.
Ich würde daher nur noch an der Kopfnote schrauben.
Viele Grüße, Daniela
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GartenEden
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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von GartenEden » 27. März 2019, 07:17

Liebe Helga,
Helga hat geschrieben:
27. März 2019, 00:28
eventuell wenn Du hast Lemongrass oder auch Litsea :)
ist Litsea für dich eine reine Kopfnote? Ich rieche da noch mehr. Das verbindet auf frische, zitronige Weise Kopf-und Herznote für mich, weil es länger bleibt und süßer ist als Zitrone. Bergamotte find ich gut, verträgt sich für mich mit ganz vielen Düften.
Viele Grüße, Daniela
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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von dreibes » 27. März 2019, 11:13

BacktotheRoots hat geschrieben:
26. März 2019, 22:35
Hallo dreibes

Was du beschreibst kommt mir sehr sehr bekannt vor :) Meine Nase ist noch nicht so geübt im Herausfiltern der Duftnoten, wobei es für mich dann einfach duftet, aber keine Ahnung nach was :lach:
Für den Anfang fand ich es sehr hilfreich nur wenig Düfte (ätherische Öle, ich verwende keine Duftöle) aufs Mal zu verwenden (max. 3). So konnte ich meine Nase schon etwas trainieren und rieche inzwischen einzelne Düfte heraus.
Liebe Sabrina,
so habe ich das auch angefangen, genau. Das hat mir aber nicht gereicht. Die Düfte nur aus 3 ÄÖs fand ich immer zu einseitig. Die konnte ich schon auch herausriechen, aber alle anderen Leute halt auch. ("Oh, ein neues Duschgel, danke! Ah, das riecht ja nach Zitrone").
Mit der Vermeidung von Duftölen hast Du natürlich recht. Die benutze ich auch nur bei Produkten, die wieder abgewaschen werden, Duschgel oder Shampoo. Meine Gesichtscremes und Lotions sind im Regelfall unbeduftet, die Tenside riechen aber manchmal sehr eigenwillig, finde ich.
Lieben Gruß
Biggi

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von dreibes » 27. März 2019, 11:44

GartenEden hat geschrieben:
27. März 2019, 07:08

Ich würde daher nur noch an der Kopfnote schrauben.
Liebe GartenEden und Helga,

wieder mal danke. :knuff: Ich ahne langsam, was gemeint ist. :ja: Wenn die Kopfnote deutlich höher sein sollte als die Herznote (Verhältnisse 3:2:1 bzw. 3:1:2), stimmen die prozentualen Verhältnisse aus meinem Buch ja hinten und vorne nicht (auch nicht, wenn ich meine Abänderungen ignoriere). Jedenfalls sind es schonmal wertvolle Tipps, die Kopfnote abzuändern. Litsea habe ich nicht da, aber Lemongrass und Grapefruit.

Die Idee mit der Halbierung oder Dreiteilung greife ich auf, Daniela! Dass die Düfte dann etwas konzentrierter zum Alkohol sind, ist mir egal; ich habe ja eh recht viel Alkohol drin.

Ich geh dann mal in mein "Labor" (Küche) und werde berichten. :schleich:
Lieben Gruß
Biggi

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von lafeerique » 27. März 2019, 11:45

Hallo liebe dreibes,

ich habe das gestalten von "richtigen" Parfums erstmal aufgegeben, da ich es auch bisher noch nicht geschafft habe, etwas wohlklingendes für meine Nase zu gestalten.

Für mein selbst gemachtes Dusch-/Waschgel habe ich allerdings eine sehr schöne frische und nicht zu süße Kombi gefunden, die dir eventuell auch gefallen könnte.

Auf 300 Gramm Waschgel nehme ich:

KOPF
5 Tr. Grapefruit
3 Tr. Zitronengras

HERZ
5 Tr. Muskatellersalbei

BASIS
7 Tr. Elemi

Ich bilde mir ein, es duftet etwas aquatisch - frisch - leicht fruchtig - krautig.

Liebe Grüße
Fee
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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von dreibes » 27. März 2019, 11:49

lafeerique hat geschrieben:
27. März 2019, 11:45

Für mein selbst gemachtes Dusch-/Waschgel habe ich allerdings eine sehr schöne frische und nicht zu süße Kombi gefunden, die dir eventuell auch gefallen könnte.
Oh Fee, dankeschön! Elemi habe ich leider nicht, habe davon aber schon sooo oft gelesen, dass ich es mir vermutlich kaufen werde. Mit was ist es denn ungefähr vergleichbar? Sehr nett, dass Du Deine "geheime Zutat" mit mir teilst. :bussi:
Lieben Gruß
Biggi

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von lafeerique » 27. März 2019, 11:59

Das mache ich doch sehr gerne :sunny:

Elemi kann ich schwer beschreiben, aber ich versuche es mal: Es duftet ein wenig holzig/harzig - irgendwie aber auch zitronig. Also nicht so schwer wie z.B. Zeder sondern wie frischer Wind im Wald, um es mal ganz verschwurbelt auszudrücken 😅
Liebe Grüße, Fee

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von Helga » 27. März 2019, 12:07

GartenEden hat geschrieben:
27. März 2019, 07:17
Liebe Helga,
Helga hat geschrieben:
27. März 2019, 00:28
eventuell wenn Du hast Lemongrass oder auch Litsea :)
ist Litsea für dich eine reine Kopfnote? Ich rieche da noch mehr. Das verbindet auf frische, zitronige Weise Kopf-und Herznote für mich, weil es länger bleibt und süßer ist als Zitrone. Bergamotte find ich gut, verträgt sich für mich mit ganz vielen Düften.
Stimmt, bin ganz bei Dir :) indiesem Fall habe ich jedoch anders gedacht, es geht ja um Korrektur, zu viel blumiger Duft. Mit Basisnoten könnte es eventuell zu schwer werden, mit Zitrusnoten bringt man Leichtigkeit und Frische rein ohne dass die Korrektur grob und eckig wirkt. Außerdem kann durch Zugabe von mehr Duft dann mehr verdünnt werden :) so meine Gedanken.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von dreibes » 27. März 2019, 12:41

Also, das sind ja jetzt schon mal Welten!

Ich habe das bestehende Parfüm dreigeteilt und jeden der drei Teile um zehn Tropfen Kopfnoten-Öl aufgestockt:

Teil 1:
3 Tr. Mandarine
5 Tr. Grapefruit
2 Tr. Lemongras

Teil 2:
5 Tr. Grapefruit
5 Tr. Lemongras

Teil 3:
5 Tr. Bergamotte
3 Tr. Mandarine
2 Tr. Grapefruit

Aufgesprüht aufs Handgelenk habe ich Teil 1. Man merkt jetzt schon, dass das "schwülstige, betörende, ohnmächtigmachende" weg ist. :bingo: An den anderen beiden habe ich noch nicht gerochen. Meine Nase geht jetzt schon wieder zu (allein von dem einen Parfümduft bzw. dem Geruch in der Küche). :(
Ich denke, sie werden ähnlich riechen. Es ist wirklich ein schönes Parfüm geworden, über das sich eine meiner Freundinnen oder Schwestern sehr freuen werden, aber ich muss noch weitersuchen nach meinem Duft. Ich brauche etwas Herberes.
Danke ladies - Ihr habt mir sehr geholfen :drueck:
Lieben Gruß
Biggi

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von Helga » 27. März 2019, 12:52

dreibes hat geschrieben:
27. März 2019, 12:41
Ich habe das bestehende Parfüm dreigeteilt und jeden der drei Teile um zehn Tropfen Kopfnoten-Öl aufgestockt:
Guter Tipp :), da habe ich was dazu gelernt!
Meine Nase geht jetzt schon wieder zu
Ob es stimmt weiß ich nicht, aber ich habe früher mal gehört, dass wenn man an Kaffeebohnen riecht, die Nase neutralisiert wird :wink:
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga


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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von coccola » 27. März 2019, 14:19

Lieber GartenEden,

generell - es wäre viel besser mit verdünnten Essenzen zu arbeiten, und zwar 10% (oder auch 25%) und mehr (1% Zimt, Cade und sonstiges "Gift"). Dann gibst du auch ein Tropfen nach anderem ein, so hast du eine gute Kontrolle über die Entwicklung des Duftes.
Da wirst du dir beim Mischen sehr viel leichter tun, es ist schwieriger Fehlgriffe zu begehen und leichter sie auszubessern.

Einige Essenzen (und grundsätzlich alle PÖ) haben unterschiedliche Duft-Stärken, zB 1 Tropfen Lemongrass frisst den Duft von 1 Tropfen Lavendel auf, was einem, 5-8 . Deshalb ist die Arbeit auch leichter mit verdünnten Essenzen. ZB 1 Tropfen 10% Lemongras und 10% Vetiver + 10 Tropfen Lavendel 100%...

Mit verdünnten Essenzen zu arbeiten gibt dir auch besseres Gefühl, wie am Ende alles riecht.

Wenn du die Duftmischungen für Kosmetika verwendest, dann ist ev. besser mit Jojoba zu arbeiten, weil Alk. Tenside weniger schaumig macht, oder manche Emulgatoren Alk. nicht mögen.

Bei Tensiden sind die Zitrusdufte schon leichter zu kontrollieren als alles andere - war meine Erfahrung. Ausser PÖ, die verwende ich jedoch nicht.
Bei Cremes spielt auch Hydroalt eine Rolle.
Bei Beiden spielt aus meiner Erfahrung auch Zeit ein Rolle - ein frisches Shampoo riecht nach Coco Gucosid, eine Woche altes nimmt schon auch noch Lavendelhydrolat-Duft auf.

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von GartenEden » 27. März 2019, 14:59

Liebe dreibes,
dreibes hat geschrieben:
27. März 2019, 12:41
Also, das sind ja jetzt schon mal Welten![...]
Ich habe das bestehende Parfüm dreigeteilt und jeden der drei Teile um zehn Tropfen Kopfnoten-Öl aufgestockt [...]
Hilft manchmal, wenn man sich in den Verhältnissen völlig vertan hat! Freu mich für dich!
dreibes hat geschrieben:
27. März 2019, 12:41
Man merkt jetzt schon, dass das "schwülstige, betörende, ohnmächtigmachende" weg ist. [...]Es ist wirklich ein schönes Parfüm geworden, über das sich eine meiner Freundinnen oder Schwestern sehr freuen werden
bitte gerne und ich freue mich sehr mit dir! :bingo: Denn so viel wertvolle duftende Essenzen, die einen erschlagen haben, um die wäre es echt schade (gewesen)! :sunny:
Viele Grüße, Daniela
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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von GartenEden » 27. März 2019, 15:09

Hallo coccola,
ich gehöre der weiblichen :happy: Gattung an
coccola hat geschrieben:
27. März 2019, 14:19
Lieber GartenEden,
und ich habe dreibes versucht zu helfen, nicht selbst gefragt. Sie war unglücklich über die betörende, schwülstige Note ihres neuen Parfüms. Vielleicht helfen ihr ja deine Tipps bei den nächsten Kreationen...
coccola hat geschrieben:
27. März 2019, 14:19
generell - es wäre viel besser mit verdünnten Essenzen zu arbeiten
MIR gefällt das nicht so, ich mag es direkt an den ätherischen Ölen / Absolues / Harzen usw. zu riechen bzw. Duftstreifen in sie zu versenken. Der Alkohol stört meine Nase... vor allem, wenn es um das Zusammenspiel geht. Dann lieber Duftakkorde anlegen, getrennt nach den Kopf-, Herz- und Basisnoten und vor allem, reifen lassen. Das ist für mich nach wie vor der Zauber!
Viele Grüße, Daniela
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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von coccola » 27. März 2019, 16:28

Sorry wegen Geschlecht und Anrede, es ist manchmal sehr kompliziert, wenn der Anfang des Treads schon so weit oben ist:-).

Ich mache gerade so einen Kurs zu Parfümherstellung - wir haben zunächst unsere ganze Orgel verdünnt. Es arbeitet sich wirklich viel einfacher mit verdünnten Essenzen (egal ob in Jojoba oder Alkohol). Dann wenn das "Rezept" fertig ist, kann man die Verhältnisse mit 100% Ölen mischen und reifen lassen, dann erst verdünnen, je nach bester Erfahrung .

Und wichtig ist wirklich, auch die Dufte in ihrer Stärke/Intensität zu kennen.
Manche Dufte entfalten sich erst mit Verdünnung.

So ein Duft ist zB Cognac - er "öffnet" das Parfum herrlich, wenn der Duft verschlossen ist und keine schöne Wolke bildet, sondern Knudelmudel-Geruch weckt. Aber man gibt dann nicht ein Tropfen Cognac, sondern ein 1-2 Tröpfen der 10% Verdünnung.

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von dreibes » 28. März 2019, 19:36

lafeerique hat geschrieben:
27. März 2019, 11:59
Das mache ich doch sehr gerne :sunny:

Elemi kann ich schwer beschreiben, aber ich versuche es mal: Es duftet ein wenig holzig/harzig - irgendwie aber auch zitronig. Also nicht so schwer wie z.B. Zeder sondern wie frischer Wind im Wald, um es mal ganz verschwurbelt auszudrücken 😅
Liebe Lafeerique,

ich habe es bestellt und bin schon sehr gespannt darauf! Als ich gelesen habe, dass es ein Harz ist, war die Entscheidung, es zu bestellen, gefallen. Harze mag ich bisher alle sehr gerne. Die "bodenständigen" Düfte passen oft recht gut zu mir. Und was kann schöner sein, als frischer Wind im Wald :D Ich bin gespannt! :)
Lieben Gruß
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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von lafeerique » 29. März 2019, 09:18

Oh wie schön! Ich bin gespannt, was du berichtest, liebe dreibes! 😍

Ich mag es persönlich wirklich sehr, da ich nicht so der Obst- und Blümchen-Typ bin, was Düfte angeht 😅
Liebe Grüße, Fee


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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von Kathryn » 31. März 2019, 14:58

Huhu, ich weiß nicht, ob das hier für dich hilfreich ist, aber in dem Parfumkurs haben wir die unverdünnten Öle auf Papierstreifen getropft und diese Streifen zunächst nur mit Kopf und Herznoten unter der Nase gefächelt. Wenn eine Duftnote zu stark war, haben wir den Streifen ein wenig heruntergezogen, sodass er nicht mit den anderen auf der gleichen Höhe war und der Duft demnach nicht so stark war. Das hat sich dann auf die Anzahl der Tropfen bei der Zusammenstellung am Schluss ausgewirkt.
Ich fand es hilfreich, zunächst mit einzelnen Düften zu arbeiten und sie immer wieder neu zu kombinieren. So war die Nase auch nicht zu überfordert. Erst am Schluss haben wir ein bis drei Basisnoten dazugegeben. Das ging dann ganz leicht.
Liebe Grüße, Kathryn

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von Helga » 31. März 2019, 23:34

Kathryn hat geschrieben:
31. März 2019, 14:58
Ich fand es hilfreich, zunächst mit einzelnen Düften zu arbeiten und sie immer wieder neu zu kombinieren. So war die Nase auch nicht zu überfordert. Erst am Schluss haben wir ein bis drei Basisnoten dazugegeben. Das ging dann ganz leicht.
Die Basisnoten auch einfach so dazu geschnuppert oder vorher schon festgelegt?
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga


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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von Kathryn » 1. April 2019, 13:57

Das ist tatsächlich eine gute Frage, denn der Parfumeur hat jedem von uns drei Basisnoten passend zu den zusammengestellten Düften gegeben. So war es eher vorgegeben.
Aber dann haben wir doch noch untereinander getauscht und es durch Schnüffeln zusammengestellt.
Manches hätte vielleicht gut gepasst, aber meine zugeteilten Basisnoten mochte ich nicht riechen, deshalb habe ich lieber bei anderen geguckt.
Liebe Grüße, Kathryn

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von dreibes » 3. April 2019, 15:12

lafeerique hat geschrieben:
29. März 2019, 09:18
Oh wie schön! Ich bin gespannt, was du berichtest, liebe dreibes! 😍

Ich mag es persönlich wirklich sehr, da ich nicht so der Obst- und Blümchen-Typ bin, was Düfte angeht 😅
Huhu Fee,
es riecht toll! Ich habe zusätzlich auch noch aus Neugier Manuka-Öl gekauft, das riecht auch super. Ich habe zwar noch keinen neuen Parfümversuch gestartet, aber die beiden kann ich mir darin gut vorstellen. Danke :knuddel:
Lieben Gruß
Biggi

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von dreibes » 3. April 2019, 15:20

Kathryn hat geschrieben:
31. März 2019, 14:58
Huhu, ich weiß nicht, ob das hier für dich hilfreich ist, aber in dem Parfumkurs haben wir die unverdünnten Öle auf Papierstreifen getropft und diese Streifen zunächst nur mit Kopf und Herznoten unter der Nase gefächelt. Wenn eine Duftnote zu stark war, haben wir den Streifen ein wenig heruntergezogen, sodass er nicht mit den anderen auf der gleichen Höhe war und der Duft demnach nicht so stark war. Das hat sich dann auf die Anzahl der Tropfen bei der Zusammenstellung am Schluss ausgewirkt.
Ich fand es hilfreich, zunächst mit einzelnen Düften zu arbeiten und sie immer wieder neu zu kombinieren. So war die Nase auch nicht zu überfordert. Erst am Schluss haben wir ein bis drei Basisnoten dazugegeben. Das ging dann ganz leicht.
Huhu Kathryn,
die Tipps sind super! Mein Problem ist wirklich, dass dieser Allergie-Zinken, der sich meine Nase nennt, für Gerüche nicht so gut zu gebrauchen ist. Ich habe aber eine sehr liebe Kollegin, die mit mir das mal versuchen will. Sie hat ein deutlich besseres Riechvermögen als ich. Auch der Vorschlag, den Papierstreifen ein Stück herunterzuziehen, wenn eine Duftnote zu stark ist, klingt effektiv! Jetzt brauche ich nur noch etwas mehr Zeit, dann KANN das ja nur ein Erfolg werden :D :-*
Lieben Gruß
Biggi

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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von lafeerique » 4. April 2019, 10:18

dreibes hat geschrieben:
3. April 2019, 15:12
Huhu Fee,
es riecht toll! Ich habe zusätzlich auch noch aus Neugier Manuka-Öl gekauft, das riecht auch super. Ich habe zwar noch keinen neuen Parfümversuch gestartet, aber die beiden kann ich mir darin gut vorstellen. Danke :knuddel:
Klasse! Das freut mich wirklich sehr! 😍
Liebe Grüße, Fee


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Re: Mein erstes selbst gestaltetes Parfüm - Erfolg oder Misserfolg

Ungelesener Beitrag von Kathryn » 4. April 2019, 14:25

dreibes hat geschrieben:
3. April 2019, 15:20
Mein Problem ist wirklich, dass dieser Allergie-Zinken, der sich meine Nase nennt, für Gerüche nicht so gut zu gebrauchen ist. Ich habe aber eine sehr liebe Kollegin, die mit mir das mal versuchen will. Sie hat ein deutlich besseres Riechvermögen als ich. Auch der Vorschlag, den Papierstreifen ein Stück herunterzuziehen, wenn eine Duftnote zu stark ist, klingt effektiv! Jetzt brauche ich nur noch etwas mehr Zeit, dann KANN das ja nur ein Erfolg werden :D :-*
:kichern: hihi, ja, da wünsche ich viel Freude beim Abwechselnden Erschnüffeln und dem Versuch, die Gedanken in Worte zu fassen. :lach: Das wird bestimmt lustig. Viel freie Zeit über Ostern wünsche ich dir.
Liebe Grüße, Kathryn

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