Wasserdost

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Wasserdost

Ungelesener Beitrag von Phytopraktikerin » 20. August 2016, 20:49

Nachdem ich lange nach dem Wasserdost gesucht habe, fand ich ihn nun in rauhen Mengen. Er soll dieselbe immumstimmulierende Wirkung haben wie Echinacea, aus den Beiden bereite ich nun eine Tinktur zu. Nun meine Frage, obwohl ich wenig Wasserdost geholt habe, blieb einiges übrig, Kann ich ihn auch trocknen und im Winter eventuell nochmals eine Tinktur ansetzen? Oder habt ihr eine Idee was ich mit dem Rest machen könnte? In meinen Unterlagen steht lediglich dass der frische Wasserdost verwendet werden kann.Hat jemand Erfahrung? :knuddler:
Liebe Grüße
Birgit

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Bellis
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Re: Wasserdost

Ungelesener Beitrag von Bellis » 20. August 2016, 21:23

Hallo Phytopraktikerin,
mit dem Trocknen habe ich keine Erfahrung. Aber ich habe letztes Jahr eine Tinktur aus Wasserdost, Ecchinacea und Kapuzinerkresse (zu gleichen Teilen) turboextrahiert. Diese Tinktur folgt einer Empfehlung von U. Bühring. Man nimmt sie vorbeugend und intermittierend, d.h. 3 Tage einnehmen, 3 Tage Pause. Das Ganze dreimal wiederholen.
Mich hat diese Tinktur sehr gut über den letzten Winter gebracht.
"Wer auf einen Baum klettern will, fängt unten an, nicht oben." (afrikanisches Sprichwort)


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Re: Wasserdost

Ungelesener Beitrag von Phytopraktikerin » 20. August 2016, 21:42

Liebe Bellis,
Danke für deine Antwort, genau diese Rezeptur will ich morgen umsetzen wenn ich die Kapuzinerkresse aus Nachbars Garten bekomme. Gut zu wissen dass sie mich und meine Familie durch den Winter bringt :yeah:

Schöne Grüße
Liebe Grüße
Birgit

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Re: Wasserdost

Ungelesener Beitrag von Violette » 21. August 2016, 09:59

Hallo Bellis,
nimmst du nur die Blüten oder auch die Blätter der Kapuzinerkresse?
LG Petra

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Bellis
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Re: Wasserdost

Ungelesener Beitrag von Bellis » 21. August 2016, 15:50

Violette hat geschrieben:Hallo Bellis,
nimmst du nur die Blüten oder auch die Blätter der Kapuzinerkresse?
Man verwendet das blühende Kraut, also Blätter und Blüten.
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Re: Wasserdost

Ungelesener Beitrag von Violette » 21. August 2016, 19:54

Danke, Bellis! :knutscher:
LG Petra


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Re: Wasserdost

Ungelesener Beitrag von miraculix » 29. Juni 2017, 23:38

Hallo Phytopraktiken,
Tinkturen aus der frischen Pflanze sind wirkungsstärker als die aus getrockneten. Wenn möglich also immer frische Pflanzen verwenden.

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Myriam
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Re: Wasserdost

Ungelesener Beitrag von Myriam » 30. Juni 2017, 08:32

Danke für diesen Tipp, habe gestern jede Menge Wasserdost gesehen und dachte noch was kann ich damit machen :-)
Wie hochprozentig habt Ihr den Alkohol verwendet? Ist das Rezept aus einem Buch von Ursel Bühring?
Internette Grüße
Myriam

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Re: Wasserdost

Ungelesener Beitrag von Myriam » 2. Juli 2017, 22:24

Bitte Achtung - ich habe in Fachbüchern und im Internet gelesen, dass unser heimischer Wasserdost Eupatorium cannabinum nicht die richtige Sorte ist!
Wegen den vorhandenen Pyrrolizidinalkaloiden ist Vorsicht geboten!!!!
Neuerdings wird eher der sehr bitter schmeckende "Durchwachsene Wasserdost" Eupatorium perfoliatum in der Pflanzenheilkunde verwendet.
Internette Grüße
Myriam

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Re: Wasserdost

Ungelesener Beitrag von Bellis » 3. Juli 2017, 14:03

Myriam hat geschrieben:Danke für diesen Tipp, habe gestern jede Menge Wasserdost gesehen und dachte noch was kann ich damit machen :-)
Wie hochprozentig habt Ihr den Alkohol verwendet? Ist das Rezept aus einem Buch von Ursel Bühring?
Hallo Myriam,
ja, es handelt sich um ein Rezept aus dem Buch von Ursel Bühring "Alles über Heilpflanzen - erkennen, anwenden und gesund bleiben." (2011, S. 237). Die Tinktur wird mit 45%igem Alkohol angesetzt und nur kurzzeitig, in Intervallen eingenommen.
Myriam hat geschrieben:Bitte Achtung - ich habe in Fachbüchern und im Internet gelesen, dass unser heimischer Wasserdost Eupatorium cannabinum nicht die richtige Sorte ist!
Wegen den vorhandenen Pyrrolizidinalkaloiden ist Vorsicht geboten!!!!
Neuerdings wird eher der sehr bitter schmeckende "Durchwachsene Wasserdost" Eupatorium perfoliatum in der Pflanzenheilkunde verwendet.
Das ist korrekt. Man sollte den heimischen Wasserdost keinesfalls über längere Zeit hinweg einnehmen oder hoch dosiert. Wer Bedenken hat wegen der Pyrrolizindinalkaloide verzichtet besser auf den Einsatz. Der von Dir beschriebene "Durchwachsene Wasserdost" ist auch als amerikanischer Wasserdost bekannt, weil er nur dort heimisch ist. Bei uns könnte man ihn ggf. im eigenen Garten anbauen. Er ist frei von Pyrrolizidinalkaloiden.
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Re: Wasserdost

Ungelesener Beitrag von Myriam » 3. Juli 2017, 21:19

Danke Bellis für Deine Antworten.
Internette Grüße
Myriam

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